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Raketenhagel auf Riad: 12 Tote am Flughafen – Trump erwägt Eingreifen!

Raketenhagel auf Riad: 12 Tote am Flughafen – Trump erwägt Eingreifen!
Symbolbild: KI-generiert

Blutiger Samstag in der saudischen Hauptstadt: Beim Angriff auf den internationalen König-Khalid-Flughafen in Riad sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, 309 weitere wurden verletzt. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition macht die jemenitische Huthi-Miliz verantwortlich und droht mit harter Vergeltung. Auch US-Präsident Donald Trump schließt nicht mehr aus, militärisch mitzumischen.

Einschlag mitten im Terminal

Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde GACA schweben mehrere Verletzte in Lebensgefahr. Ein regionaler Beamter sagte der Nachrichtenagentur AP, eine Rakete sei in dem Gebäudekomplex mit den Inlandsterminals 3 und 4 eingeschlagen. Ein verletzter Passagier berichtete Reuters, nahe einem Abfluggate sei die Decke heruntergekommen.

Unter den Toten sind laut Behörden vier Saudis, zwei Menschen aus Bangladesch sowie je ein Opfer aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den Palästinensischen Gebieten. Den Flugbetrieb stellte Riad vorerst ein. Britischen Medienberichten zufolge ist es der folgenschwerste Angriff auf das Königreich seit Mai 2015.

Und Riad war nicht das einzige Ziel. Nahe dem König-Fahd-Flughafen bei Dammam im Osten des Landes ging nach Angaben von Koalitionssprecher Turki al-Maliki ebenfalls ein Geschoss nieder. Zu Herkunft und Schäden machte er zunächst keine Angaben.

Eine Woche voller Einschläge

Ein Einzelfall ist das nicht. Schon am Donnerstag hatten die Huthis den Flughafen beschossen und sich offen dazu bekannt. Medienberichten zufolge starben dabei drei Menschen, darunter ein Pilot. Am 6. und 7. Oktober kamen bei Attacken auf zwei andere saudische Flughäfen drei weitere Menschen ums Leben.

Die Koalition spricht von einem „Kriegsverbrechen“. Nach dem Samstag haben sich die vom Iran unterstützten Huthis inzwischen ebenfalls zu dem Angriff bekannt, und am Sonntag wurde der Flughafen laut Medienberichten erneut getroffen. Saudi-Arabien schlug offenbar zurück: Berichten zufolge griff das Königreich den Flughafen in der von den Huthis kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa an. Die Miliz soll außerdem gedroht haben, künftig sämtliche saudischen Ölanlagen ins Visier zu nehmen.

Deutsche Ministerin sitzt fest

Die Eskalation trifft auch Berlin ganz direkt. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält sich mehreren Berichten zufolge gerade in Riad auf und kann nicht wie geplant zurückfliegen. Lufthansa hatte ihre Flüge in die saudische Hauptstadt bereits zuvor bis einschließlich 16. Oktober gestrichen. Das Auswärtige Amt und andere westliche Regierungen raten davon ab, den Flughafen Riad zu nutzen.

Trump: „Möglicherweise“

In Washington wird über einen Einsatz nachgedacht. Ob sich die USA an saudischen Schlägen gegen die Huthis beteiligen, ließ Trump vor Journalisten offen:

„Möglicherweise. Wir werden uns das ansehen.“

Er wolle mit Kronprinz Mohammed bin Salman sprechen, kündigte Trump an. Sollte die US-Armee eingreifen, hätte der Konflikt eine völlig neue Dimension. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hatte ihre Warnung für den saudischen Luftraum schon vor dem Samstag verschärft. Sie verweist auf die wachsende Reichweite der Huthi-Waffen und warnt vor einer weiteren Gefahr: Wo Raketen, Drohnen und Flugabwehr gleichzeitig im Einsatz sind, können auch Passagierflugzeuge verwechselt werden.

Ein Krieg, der nie wirklich vorbei war

Saudi-Arabien unterstützt seit 2015 die international anerkannte Regierung des Jemen gegen die Huthis. Nach einer Phase relativer Ruhe ist der Krieg wieder voll entbrannt. Derzeit fliegt die Koalition Luftangriffe, um den Regierungstruppen zu helfen, die jüngsten Eroberungen der Miliz an der Küste des Roten Meeres zurückzuholen. Über diese Route läuft ein großer Teil des Welthandels zwischen Asien und Europa.

Für Deutschland ist das mehr als ein ferner Konflikt. Wenn Raketen auf den größten Ölexporteur der Welt fliegen, zahlen am Ende auch Verbraucher und Industrie hierzulande mit. Viele Sparer setzen in solchen Lagen auf das, was schon zahllose Krisen überstanden hat: physisches Gold und Silber als Absicherung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte sich selbst informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

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