
Krieg ohne Ende? Ex-Pentagon-Chef warnt: Iran-Konflikt droht bis 2029!

Mark Esper war in Donald Trumps erster Amtszeit Verteidigungsminister. Jetzt rechnet er nicht mit einem schnellen Ende des Krieges zwischen den USA und Iran. Auf dem GZERO Summit in London sagte er am Donnerstag, der Konflikt dürfte sich „bis weit ins Jahr 2027“ hinziehen. Womöglich erbe ihn sogar erst die nächste US-Regierung. Seine eigentliche Sorge gilt aber einem anderen Land: China.
Patt am Persischen Golf
Der Krieg begann Ende Februar und läuft inzwischen im achten Monat. Esper erwartet, dass er im bisherigen Takt weitergeht: Die amerikanische Blockade bleibt bestehen, beide Seiten schlagen ab und zu zurück, und die Sache schleppt sich so dahin. Ein Ende sehe er „in absehbarer Zeit“ nicht.
Trump tut wenig, um diesen Eindruck zu widerlegen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Texas sagte er am Mittwoch, ein Deal mit Teheran sei eigentlich nichts, was er unbedingt wolle. Medienberichten zufolge denkt Washington darüber nach, in den kommenden Wochen wieder große Militäroperationen zu starten. Ziele könnten iranische Energie- und Atomanlagen sein, eventuell schon vor den Midterm-Wahlen im November.
Die Messlatte heißt Obama
Warum ist ein Frieden so schwer? Esper zufolge muss Trump zwei Ziele zugleich erreichen. Die Straße von Hormus müsste wieder so frei befahrbar sein wie vor dem Krieg. Gleichzeitig müsste der Deal besser ausfallen als das Atomabkommen JCPOA, das Barack Obama 2015 ausgehandelt hatte und aus dem Trump 2018 ausgestiegen war. Beides hält Esper für äußerst schwierig.
Am Ende hänge alles an einer Frage: Ist Trump bereit, einen Kompromiss einzugehen und dafür die Kritik einzustecken? Wenn nicht, wandere der Konflikt eben 2029 auf den Schreibtisch seines Nachfolgers.
Würgegriff braucht einen langen Atem
Esper tritt nach eigenen Worten schon lange für die „wirtschaftliche Strangulierung“ Irans ein. Im Sommer hatte Trump die Sanktionen unter dem Schlagwort „Economic D-Day“ deutlich verschärft. Das Problem sei nur, dass eine solche Strategie Zeit, Disziplin und Geduld verlange, und darin seien die USA traditionell nicht stark. Trotzdem nennt er sie die „am wenigsten schlechte Option“.
Der lachende Dritte sitzt in Peking
Richtig deutlich wird Esper beim Thema China. Er nennt das Land den „größten Gegner“ der USA. Washington schaue seit mehr als 20 Jahren auf den Nahen Osten, Europa auf Russland, und in dieser Zeit habe Peking die größte militärische Aufrüstung der Geschichte vorangetrieben. Bis 2049 wolle China den Indopazifik und praktisch die ganze Welt dominieren.
Seit dem WTO-Beitritt im Jahr 2001 nutze Peking das Welthandelssystem gezielt für den eigenen Aufstieg, sagt Esper. Die Ergebnisse sind heute sichtbar:
- Elektroautos
- Seltene Erden
- Solarmodule
- Kritische Rohstoffe
Möglich gemacht habe das ein Staat, der seine Wirtschaft zentral steuert. Esper fordert deshalb ein Bündnis mit den Partnern in Europa und Asien, und zwar militärisch, diplomatisch, wirtschaftlich und technologisch.
Und Deutschland?
Für die Bundesrepublik ist das eine doppelte Warnung. Ausgerechnet bei Seltenen Erden und Solartechnik hängt die deutsche Industrie stark an China. Gleichzeitig treibt der Iran-Krieg die Energiepreise. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg am Donnerstag laut Marktdaten auf über 104 Dollar je Barrel. Die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus erreichten in der Woche bis zum 5. Oktober einen Höchststand. Ob Berlin auf beide Gefahren eine Strategie hat, fragen sich Kritiker schon lange.
Fazit: Wer vorsorgt, schläft ruhiger
Ein Krieg, der bis 2029 dauern könnte, ein Ölmarkt im Krisenmodus und ein China, das im Hintergrund weiter aufrüstet: Für Sparer ist das ein gefährliches Umfeld. Viele Bürger setzen deshalb auf eine bewährte Absicherung. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen helfen, sich gegen geopolitische Schocks und Kaufkraftverlust zu wappnen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte sich eigenständig informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.
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