
Bittere Bilanz im Iran-Krieg: 81 US-Flugzeuge beschädigt oder verloren

Der Luftkrieg gegen den Iran kommt Washington teuer zu stehen. Ein aktualisierter Bericht des Congressional Research Service (CRS), des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses, zählt mit Stand 5. Oktober 2026 mindestens 81 amerikanische Militärflugzeuge, die seit Beginn der Operation „Epic Fury“ am 28. Februar beschädigt wurden oder verloren gingen. Im Mai waren es noch 42. Die Zahl hat sich also in fünf Monaten fast verdoppelt.
Drohnen fallen wie Herbstlaub
Den größten Teil der Liste machen unbemannte Systeme aus. Allein 45 MQ-9-Reaper-Drohnen führt der Bericht auf, im Mai waren es noch 24. Dazu kommen drei MQ-1-Drohnen und eine MQ-4C Triton der Navy.
Doch auch die bemannte Flotte hat Verluste. Die Aufstellung umfasst unter anderem:
- 12 F-15E Strike Eagle
- 7 KC-135 Stratotanker
- je 2 A-10 Thunderbolt II und MC-130J Commando II
- 4 AH-6 Little Birds
- je 1 F-35A, E-3 Sentry (AWACS), HH-60W, AH-64 Apache und MH-60 Sea Hawk
Die Ursachen reichen von iranischen Raketenangriffen auf Stützpunkte und Abschüssen durch die Luftabwehr bis zu Unfällen und Friendly Fire. Zwei MC-130J wurden dem Bericht zufolge bei einer Rettungsmission sogar absichtlich zerstört.
Abgeschossen von den eigenen Verbündeten
Der wohl peinlichste Vorfall ereignete sich am 2. März. Über Kuwait holte die kuwaitische Luftabwehr drei F-15E vom Himmel. Alle sechs Besatzungsmitglieder kamen mit dem Leben davon. Eine weitere F-15E ging am 5. April über dem Iran verloren.
Am 9. und 10. September beschädigte ein iranischer Raketenangriff auf die Muwaffaq Salti Air Base in Jordanien acht Strike Eagles leicht. Sie fliegen inzwischen wieder. Tödlich endete dagegen der 12. März: Ein KC-135-Tanker stürzte im Westirak ab, alle sechs Crewmitglieder starben. Laut CENTCOM war weder feindlicher noch eigener Beschuss die Ursache.
Medienberichten zufolge ging am 1. Juli zudem ein Navy-Hubschrauber vom Typ MH-60S im Arabischen Meer nieder. Der Kommandeur der Staffel wurde nicht gefunden. Die Navy beförderte ihn nach seinem Tod.
Ein Milliardenloch ohne Boden?
Das Congressional Budget Office schätzt den Wert der verlorenen Ausrüstung bis zum 1. August auf 1,9 bis 3,3 Milliarden Dollar. Andere Rechnungen auf Basis der Stückpreise kommen auf rund 5,1 Milliarden Dollar. Die Gesamtkosten des Krieges beziffert CENTCOM mit Stand Anfang September auf etwa 43,6 Milliarden Dollar.
Noch schwerer wiegen die Lücken in der Truppe. Früheren Berichten zufolge ist die einsatzbereite Reaper-Flotte auf etwa 135 Maschinen geschrumpft. Nötig wären mindestens 189. Der CRS warnt, dass Verluste bei alten und stark beanspruchten Mustern wie dem KC-135 in anderen Einsatzgebieten fehlen und die Produktion überlasten könnten. Eine Waffenruhe im April brachte nur kurz Entlastung: Wenige Wochen später gab es wieder Angriffe.
Was das für Europa und Ihr Vermögen bedeutet
Die Liste zählt nicht nur Totalverluste. Der CRS betont, dass manche Maschinen repariert wurden. Gleichzeitig fehlen geheime Daten. Die tatsächliche Bilanz könnte also höher liegen.
Für Europa ist die Botschaft trotzdem klar. Wenn selbst die stärkste Luftwaffe der Welt in einem einzigen Konflikt so viel Material verbraucht, wie lange kann Washington dann noch einen Kontinent schützen, der seine Verteidigung jahrzehntelang vernachlässigt hat? Berlin sollte genau hinsehen.
Dazu kommt: Kriege werden auf Pump bezahlt. Steigende Staatsschulden, Inflationsdruck und geopolitische Unruhe sind seit jeher die Lage, in der Gold und Silber ihre Stärke als krisenfester Wertspeicher zeigen. Physische Edelmetalle können als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio helfen, das Vermögen abzusichern.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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