
KI-Gipfel im Weißen Haus: Trump und Xi lassen der Maschine freie Bahn!

US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staatschef Xi Jinping in Washington empfangen. Es ist Xis erster Besuch dort seit 2015. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die künstliche Intelligenz. Neue Leitplanken für die Technologie will Trump aber ausdrücklich nicht, und er sieht Peking dabei auf seiner Seite.
Ein Satz, der Europa aufhorchen lassen sollte
Seine Linie gab Trump schon vor dem Treffen auf seiner Plattform Truth Social vor. Er schrieb von einem großen Tag mit Chinas Präsidenten.
«Superintelligenz (SI) wird ein wichtiges Gesprächsthema sein, aber ich möchte es genau dort belassen, wo es ist. Das ist auch Chinas Position»
Den Begriff «Super Intelligence» nutzt Trump erst seit Kurzem für künstliche Intelligenz. Die Botschaft dahinter ist klar: Washington plant vorerst keine neuen, umfassenden Beschränkungen für die KI-Entwicklung. Schon vor der UN-Vollversammlung hatte Trump in derselben Woche gesagt, die USA wollten die Technologie nicht mit zusätzlichen Regeln ausbremsen. Medienberichten zufolge fiel dort auch der Satz, wer bei der Superintelligenz gewinne, der gewinne.
Ein heißer Draht für den KI-Ernstfall
Ganz ohne Sicherheitsnetz wollen die Supermächte aber offenbar nicht arbeiten. Finanzminister Scott Bessent schlug China einen Meldemechanismus für schwere KI-Vorfälle vor. Kommt es zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen, sollen sich beide Seiten gegenseitig informieren. Man kann es sich wie das rote Telefon aus dem Kalten Krieg vorstellen, nur eben für Algorithmen.
Wie weit der Wille zur Zusammenarbeit reicht, bleibt offen. Berichten des Deutschlandfunks zufolge fehlen beiden Ländern für weitergehende Regeln sowohl der Wille als auch das Vertrauen. Die USA und China sind eben erbitterte Konkurrenten, wirtschaftlich wie technologisch.
Roter Teppich, Tech-Milliardäre und Taiwan
Auf der Agenda standen außerdem Handel, Taiwan und weitere geopolitische Streitfragen. Trump begrüßte Xi bereits am Mittwoch persönlich auf der Joint Base Andrews vor den Toren Washingtons. Das ist eine ungewöhnliche Geste. Am Donnerstag folgten ein offizieller Empfang, Gespräche im Weißen Haus und ein Staatsbankett.
Beim Abendessen zeigte die Gästeliste, wer in Amerika die Zukunft gestaltet. Erwartet wurden unter anderem Elon Musk, OpenAI-Chef Sam Altman und Nvidia-Chef Jensen Huang. Laut Medienberichten setzte Bessent zudem die Sonderzölle auf chinesische Waren für zwei weitere Monate aus, und zwar bis Mitte Januar. Beim Thema Taiwan forderte Xi nach Angaben der chinesischen Staatsagentur Xinhua, die USA sollten sich gegen eine Unabhängigkeit der Insel stellen. Einen politischen Durchbruch gab es Berichten zufolge nicht.
Und Europa? Reguliert fleißig weiter
Aus deutscher Sicht ist dieser Gipfel eine unbequeme Lehrstunde. Während Washington und Peking das KI-Rennen ohne Handbremse fahren, hat sich Brüssel mit dem AI Act eines der strengsten Regelwerke der Welt gegeben. Kritiker warnen seit Langem, dass Dokumentationspflichten und Risikoklassen vor allem den Mittelstand belasten. Innovation wandere dadurch ab, bevor sie überhaupt entstehen könne.
Am Tisch im Weißen Haus saßen die Chefs amerikanischer Tech-Konzerne. Europäische Namen suchte man vergeblich. Wer die Spielregeln des 21. Jahrhunderts mitbestimmen will, braucht eigene Champions und nicht nur eigene Verordnungen. Auch die Bundesregierung sollte sich fragen, ob sie hier mehr tut, als die Vorgaben aus Brüssel umzusetzen.
Fazit: Unsicherheit bleibt das einzig Sichere
Freundliche Tischreden ändern nichts an der Rivalität der beiden Großmächte. Zölle werden ausgesetzt statt abgeschafft, Taiwan bleibt ein Pulverfass, und der Wettlauf um die KI verschärft sich. Für Sparer, die in solchen Zeiten Stabilität suchen, können physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein. Ihr Wert hängt weder von Algorithmen noch von Gipfel-Launen ab.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.
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