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14.10.2026
13:53 Uhr
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Inflations-Schock aus den USA: Gold rutscht auf Tagestief!

Inflations-Schock aus den USA: Gold rutscht auf Tagestief!
Symbolbild: KI-generiert

Die US-Inflation zieht wieder an, und der Goldpreis bekommt das sofort zu spĂĽren. Am Mittwoch meldete das US-Arbeitsministerium fĂĽr September eine Teuerung von 3,7 Prozent. Kurz darauf fiel das Edelmetall um mehr als ein Prozent auf rund 4.107 US-Dollar je Unze und prĂĽft damit eine wichtige UnterstĂĽtzungsmarke.

Gefährlich ist dabei weniger die Zahl selbst. Gefährlich ist, was sie über die Zukunft verrät: An den Märkten wird wieder auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed gewettet.

Die Zahlen hinter dem Beben

GegenĂĽber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent, nach 0,4 Prozent im August. Das lag noch im Rahmen der Prognosen. Auf Jahressicht kletterte die Teuerung aber von 3,4 auf 3,7 Prozent, Ă–konomen hatten nur mit 3,6 Prozent gerechnet.

Haupttreiber ist die Energie. Benzin verteuerte sich laut dem Bericht allein im September um 9,1 Prozent und war damit für mehr als die Hälfte des monatlichen Anstiegs verantwortlich. Der gesamte Energieindex legte um 5,2 Prozent zu, im August waren es noch 2,1 Prozent.

  • Gesamtinflation: 3,7 Prozent (erwartet: 3,6 Prozent)
  • Kerninflation: 2,6 Prozent (erwartet: 2,5 Prozent)
  • Benzin: plus 9,1 Prozent im Monat
  • Wohnkosten: plus 0,4 Prozent im Monat

Warum die Kerninflation die Notenbanker beunruhigt

Energiepreise schwanken stark. Die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel herausrechnet, zeigt deshalb eher, wie sich die Preise grundsätzlich entwickeln. Sie stieg auf Jahressicht von 2,4 auf 2,6 Prozent. Teurer wurden unter anderem Freizeitangebote, Gebrauchtwagen, Bildung, Flugtickets, medizinische Leistungen und Kleidung.

Jeffrey Roach, Chefökonom bei LPL Financial, wird mit der Einschätzung zitiert, der Preisdruck greife inzwischen über die Energie hinaus. Der letzte Abschnitt zurück zum Inflationsziel könne holprig werden und die Zinsen hoch halten. Die Entscheidung der Fed in diesem Monat werde dadurch schwieriger.

Das Zinsroulette dreht sich wieder

Wie sehr sich die Erwartungen verschoben haben, zeigen Berechnungen von Adam Button, Chefanalyst bei InvestingLive.com. Vor der Veröffentlichung lag die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober demnach bei 21 Prozent. Danach waren es 47 Prozent, also fast ein Münzwurf. Bis zum Jahresende rechnen die Märkte nun mit einer Straffung um insgesamt 36 Basispunkte statt 27.

Artem Bakushev, Risikochef bei Monaxa, beschreibt die Folgen so: Dollar, Anleiherenditen und Realzinsen stiegen, und das belaste das Gold. Der Bericht liefere den „Falken“ in der Fed, also den Befürwortern höherer Zinsen, echte Argumente. Händler müssten neu bewerten, wie viel Spielraum die Notenbank tatsächlich noch habe.

Die Logik hinter dem Kursrutsch

Gold zahlt keine Zinsen. Steigen die Renditen von Staatsanleihen, verzichtet ein Goldbesitzer auf mehr Zinsertrag, die sogenannten Opportunitätskosten wachsen. Kurzfristige Anleger reagieren darauf oft sofort. Medienberichten zufolge fiel der Goldpreis damit den dritten Handelstag in Folge, während der Dollar in der Nähe eines 18-Monats-Hochs notiert.

Warum Langfrist-Anleger gelassen bleiben können

Ein Blick zurück lohnt sich. In den 1970er-Jahren unterschätzten Notenbanken die Inflation über Jahre, und Gold wurde damals zum Schutz für Sparer. Auch heute gilt: Wenn sich Energiepreise in der Breite der Wirtschaft festsetzen, verlieren Papiergeld und Sparguthaben Jahr für Jahr an Kaufkraft. Daran ändert eine Zinserhöhung von einem Viertelprozentpunkt wenig.

Auch deutsche Sparer sollten genau hinschauen. Teure Energie, ein Staat mit neuen Rekordschulden und eine Geldpolitik, die der Inflation oft hinterherläuft, sind hierzulande keine Fremdwörter. Ein Rückgang beim Goldpreis an einem einzelnen Tag ist dagegen vor allem Lärm an den Märkten. Für viele Anleger ist das eher ein Einstiegszeitpunkt als ein Grund zur Panik.

Unser Fazit: Wer sein Vermögen langfristig sichern will, kann physisches Gold und Silber als Beimischung in ein breit gestreutes Portfolio aufnehmen. Kurzfristige Ausschläge gehören dabei dazu.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Er ist keine Aufforderung, Edelmetalle oder andere Finanzinstrumente zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

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