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Kettner Edelmetalle

Gold bei der Bank kaufen oder beim Edelmetallhändler? Preise, Auswahl und Rückkauf im Vergleich

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Wer zum ersten Mal Gold kauft, geht meist dorthin, wo das Vertrauen schon vorhanden ist: zur Hausbank. Der Berater ist bekannt, die Filiale liegt um die Ecke, das Geld liegt ohnehin auf dem Konto. Doch genau dieser bequeme Weg ist selten der günstigste. Zwischen Bankschalter und spezialisiertem Edelmetallhändler liegen beim Aufgeld, bei der Auswahl und vor allem beim Rückkauf Unterschiede, die über die Jahre mehr ausmachen als die meisten Erstkäufer erwarten. Dieser Beitrag stellt beide Kanäle sachlich gegenüber – ohne Pauschalurteil, aber mit Blick auf die Kostenlogik.

Warum die Hausbank für viele der erste Gedanke ist

Die Bank ist der vertraute Ort für Geldgeschäfte. Wer 5.000 oder 20.000 Euro in Gold umschichten will, hat ein legitimes Sicherheitsbedürfnis – und eine Filiale mit Namensschild am Schreibtisch wirkt handfester als ein Onlineshop. Dieses Motiv ist nachvollziehbar, und es ist auch nicht falsch: Banken und Sparkassen verkaufen echtes Anlagegold von etablierten Herstellern, mit Rechnung und Legitimationsprüfung.

Was viele Käufer allerdings nicht wissen: Die eigene Sparkasse oder Volksbank ist in der Regel nicht selbst Edelmetallhändler, sondern Vermittler. Sie tritt als Schnittstelle zwischen Kunde und einem spezialisierten Großhändler auf. Die Reisebank etwa, eine hundertprozentige Tochter der DZ BANK, beliefert als Edelmetall-Kompetenzcenter der Genossenschaftlichen FinanzGruppe nach eigenen Angaben rund 600 Banken und Sparkassen mit Gold, Silber und Platin – das Gold, das Kunden bei ihrer Hausbank bestellen, kommt somit zu großen Teilen von dort. Für Sie als Käufer heißt das: Sie kaufen ein Produkt, das ohnehin aus dem Großhandel stammt, aber über eine zusätzliche Vertriebsstufe.

Leerer Bankschalter im Abendlicht mit einem kleinen Goldbarren auf der Theke
Die Filiale wirkt vertraut – doch die meisten Banken vermitteln Anlagegold nur, statt es selbst zu handeln.

Der Preis: Aufgeld und Spread entscheiden, nicht das Etikett

Der Goldpreis ist an jedem Ort der Welt derselbe. Was sich unterscheidet, ist der Aufschlag darauf. Dieses Aufgeld – auch Agio genannt – ist die Differenz zwischen dem reinen Materialwert eines Barrens oder einer Münze und dem Preis, den Sie tatsächlich zahlen. Es deckt Prägung, Transport, Versicherung, Lagerung und die Handelsspanne des Anbieters. Wie sich das im Detail zusammensetzt, haben wir im Beitrag Aufgeld bei Gold und Silber verstehen ausführlich aufgeschlüsselt.

Warum Filialstrukturen im Preis landen

Jede Vertriebsstufe will kalkulieren können. Beim Weg über die Bankfiliale kommen Kosten zusammen, die ein reiner Onlinehändler nicht hat: Immobilien in Innenstadtlagen, Schalterpersonal, Beratungszeit, Bargeldlogistik, interne Verrechnung mit dem Großhändler. Diese Kosten verschwinden nicht, sie stecken im Aufgeld. Hinzu kommt der Punkt, dass Edelmetall für die meisten Institute ein Nebengeschäft ist – ein Sortiment, das mitgeführt wird, aber nicht über den Preis um Kunden kämpft.

Spezialisierte Händler drehen die Logik um: Bei ihnen ist der Edelmetallhandel das Kerngeschäft, die Preise sind öffentlich einsehbar und minutenaktuell an den Spotpreis gekoppelt. Wer online vergleichen kann, erzeugt Wettbewerbsdruck – und der drückt die Aufgelder.

Der Spread ist die eigentliche Kostenkennzahl

Noch wichtiger als das Aufgeld beim Kauf ist die Geld-Brief-Spanne, also die Differenz zwischen dem Preis, zu dem Sie kaufen, und dem Preis, zu dem derselbe Anbieter zurückkauft. Diese Spanne sind Ihre echten Transaktionskosten. Auch die Sparkassen weisen offen darauf hin, dass sich Kauf- und Verkaufspreise unterscheiden und ein Verkauf am selben Tag normalerweise einen Verlust bedeutet. Ein Beispiel zur Größenordnung: Liegt der Spread bei 3 Prozent, muss der Goldpreis um mehr als 3 Prozent steigen, bevor Sie überhaupt bei plus/minus null stehen. Liegt er bei 8 Prozent, ist die Hürde deutlich höher.

Die drei Preisfragen vor jedem Goldkauf

  • Wie hoch ist das Aufgeld in Prozent – nicht in Euro, sondern bezogen auf den Materialwert?
  • Zu welchem Kurs kauft derselbe Anbieter zurück? Wer dazu keine Auskunft gibt, verschweigt die Hälfte des Preises.
  • Kommen Nebenkosten hinzu? Versand, Versicherung, Verpackung, Mindermengenzuschläge, Depotgebühren.

Auswahl: Standardsortiment gegen Sortimentstiefe

Der zweite große Unterschied liegt im Angebot. Eine Bankfiliale führt in der Regel ein überschaubares Standardsortiment: einige Barrengrößen und die bekanntesten Anlagemünzen. Die Sparkassen nennen selbst beliebte Anlagemünzen wie Krügerrand, Wiener Philharmoniker und Maple Leaf als Kern des Angebots. Alles darüber hinaus – ältere Jahrgänge, seltenere Stückelungen, Platin- und Palladiumprodukte, bestimmte Prägestätten – ist entweder Bestellware mit Wartezeit oder gar nicht verfügbar.

Spezialisierte Händler arbeiten mit deutlich breiteren Katalogen. Bei Kettner Edelmetalle umfasst das Sortiment über 5.000 Produkte, von Goldbarren in allen gängigen Stückelungen bis zu Anlagemünzen verschiedener Jahrgänge. Für den Preisvergleich ist diese Tiefe relevant: Erst wenn mehrere Hersteller derselben Größe nebeneinanderstehen, sehen Sie, wie viel Aufgeld tatsächlich marktgerecht ist. Ein 100-Gramm-Goldbarren von Heraeus und ein 100-Gramm-Goldbarren von Degussa enthalten dasselbe Feingold – der Preisunterschied ist reines Aufgeld.

Goldbarren verschiedener Stückelungen und Anlagemünzen in Kapseln auf dunklem Schiefer
Erst die Sortimentstiefe macht Aufgelder vergleichbar: dieselbe Menge Feingold, unterschiedliche Preise.
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Bestellweg, Legitimation und Bezahlung

Beim Ablauf unterscheiden sich die Kanäle weniger stark, als man denkt – beide sind gesetzlich an dieselben Rahmenbedingungen gebunden.

Die Legitimationsschwelle bei Barzahlung

Für den anonymen Barkauf von Edelmetallen gilt in Deutschland eine gesetzliche Grenze zur Verhinderung von Geldwäsche. Anonym und mit Barzahlung liegt die Obergrenze bei 1.999,99 Euro; darüber müssen Sie sich mit Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Diese Regel gilt für Banken und für Händler gleichermaßen – ein Kauf beim Institut ist also nicht „amtlicher“ als beim Fachhändler. Zusätzlich greift ab dem 10. Juli 2027 eine EU-weite Obergrenze von 10.000 Euro für Barzahlungen im gewerblichen Bereich; die deutsche Legitimationsschwelle bleibt davon unberührt. Beim Onlinekauf entfällt die Frage ohnehin, weil hier per Überweisung oder anderen kontogebundenen Verfahren bezahlt wird und die Identität über die Zahlung feststeht.

Filiale, Termin und Wartezeit

In der Bank läuft der Kauf typischerweise so ab: Termin vereinbaren, Beratungsgespräch, Bestellung erfassen, Belastung des Girokontos, Abholung in der Filiale nach einigen Tagen. Manche Institute bieten Bestellungen zusätzlich über das Online-Banking an. Bei Händlern läuft es umgekehrt: Bestellung online zum Tageskurs, Zahlung per Überweisung, versicherter Versand nach Hause. Kettner Edelmetalle arbeitet als reiner Online-Shop ohne Barverkauf vor Ort und versendet zu 100 Prozent versichert.

  • Bank: persönlicher Kontakt, dafür Öffnungszeiten, Termindruck und meist Abholung.
  • Händler online: Kurssicherung rund um die Uhr, Lieferung an die Haustür, dafür kein Gespräch am Schalter.
  • Beides gemeinsam: Rechnung, Legitimation ab 2.000 Euro in Bar, Aufbewahrung der Belege für die steuerliche Haltefrist.

Beratung: Freundlichkeit ist keine Fachkompetenz

Ein häufig genanntes Argument für die Bank ist die Beratung. Hier lohnt eine Differenzierung. Bankberater sind Generalisten: Sie betreuen Konten, Kredite, Fonds, Versicherungen – und eben auch Edelmetalle. Detailfragen zu Feingehalten, Prägevarianten, Lieferzeiten einzelner Münzstätten oder zur Differenzbesteuerung bei Silber liegen außerhalb dieses Alltags.

Beim Fachhändler ist Edelmetall das einzige Thema. Das schlägt sich in der Tiefe der Auskunft nieder – etwa bei der Frage, welche Stückelung zu welchem Ziel passt, oder ob eine Münze im Rückkauf gefragt ist. Umgekehrt gilt: Ein Händler ist ein Verkäufer, kein neutraler Vermögensberater. Vertrauen Sie deshalb bei keinem der beiden Kanäle auf Aussagen zur künftigen Preisentwicklung. Verlässlich sind nur Fakten: Feingewicht, Feingehalt, Hersteller, Aufgeld, Rückkaufkurs.

Ein guter Anbieter erklärt Ihnen, was ein Produkt kostet und was er dafür zurückzahlt. Wer stattdessen über Kursziele spricht, verkauft Erwartungen statt Gold.

Wo das Gold anschließend liegt

Bei der Aufbewahrung führen beide Wege zu denselben drei Optionen – mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Empfehlung. Banken verweisen naheliegend auf das eigene Schließfach; auch die Volksbanken Raiffeisenbanken empfehlen zur sicheren Aufbewahrung ein Bankschließfach. Das ist eine solide Lösung, kostet aber laufend Miete, ist an Öffnungszeiten gebunden und in der Regel nicht automatisch mitversichert.

  1. Zuhause im Wertschutzschrank: jederzeit verfügbar, keine laufenden Gebühren. Prüfen Sie unbedingt, bis zu welcher Summe Ihre Hausratversicherung Edelmetalle einschließt und welche Sicherheitsstufe der Tresor haben muss.
  2. Bankschließfach: hoher Einbruchschutz, dafür Miete, gebundene Zugriffszeiten und meist separater Versicherungsbedarf.
  3. Externes Zollfrei- oder Hochsicherheitslager: professionelle Verwahrung mit Versicherung, dafür Vertrauen in einen Dritten und Abhängigkeit von dessen Zugriffsregeln.

Wichtig ist bei jeder Variante die Dokumentation: Inventarliste anlegen, die Stücke fotografieren, Kaufbelege aufbewahren – das erleichtert später sowohl den Verkauf als auch den Nachweis der einjährigen Haltefrist gegenüber dem Finanzamt.

Der Rückkauf: hier trennen sich die Wege am deutlichsten

Ein Goldkauf ist erst dann vollständig bewertet, wenn klar ist, wie der Ausstieg funktioniert. Und genau hier zeigen sich die größten Unterschiede zwischen Bank und Fachhändler.

Feinwaage, Prüfgerät und Lupe neben zwei Goldbarren auf einer dunklen Werkbank
Beim Rückkauf zählt Prüftechnik: Wer Echtheit selbst feststellen kann, kalkuliert engere Spannen.

Was Banken beim Ankauf leisten – und was nicht

Viele Institute kaufen ausschließlich Ware zurück, die sie selbst verkauft haben, teilweise nur gegen Vorlage der Originalrechnung. Andere kaufen gar nicht an und verweisen an einen Partner. Häufig gilt außerdem: nur Standardprodukte, kein Schmuck, kein Zahngold, keine exotischen Prägungen. Der Grund ist kein Unwille, sondern fehlende Infrastruktur – eine Filiale hat keine Prüfgeräte und kein geschultes Personal für die Echtheitsbestimmung.

Spezialisierte Händler haben genau das. Die Reisebank beschreibt für angekauftes Gold einen mehrstufigen Prüfprozess durch eigene Fachkräfte – ein Aufwand, den Fachbetriebe betreiben und der es ihnen erst erlaubt, ein breites Spektrum an Ware zu bewerten. Kettner Edelmetalle arbeitet dafür mit ISO-konformer Echtheitsprüfung.

Die Fragen, die Sie vor dem Kauf stellen sollten

  • Kauft der Anbieter überhaupt zurück – und wenn ja, alles oder nur eigene Ware?
  • Ist der Rückkaufkurs öffentlich einsehbar oder erst auf Anfrage?
  • Wird die Originalrechnung verlangt?
  • Wie schnell erfolgt die Auszahlung, und läuft sie über das Konto oder in Bargeld?
  • Werden Kleinstückelungen und ältere Jahrgänge zu marktnahen Kursen bewertet?

Beim Verkauf gilt außerdem eine Regel, die für jeden Kanal zählt: Vergleichen Sie mindestens zwei Angebote und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Wer beim Ankauf mit auffällig hohen Preisen wirbt und dann Abzüge für angebliche Legierungsmängel oder Bearbeitungsgebühren einführt, arbeitet nicht seriös. Woran Sie unseriöse Anbieter erkennen, steht im Beitrag Seriösen Edelmetallhändler erkennen.

Warum viele Banken das Edelmetallgeschäft zurückgefahren haben

Dass Gold am Bankschalter heute eine Randerscheinung ist, hat strukturelle Gründe. Physisches Edelmetall passt schlecht in eine Bankbilanz: Es bringt keine laufenden Erträge, bindet Lager- und Transportkapazität, erfordert Sicherheitsaufwand und erzeugt regulatorische Pflichten – ohne dass daraus Zins- oder Provisionserträge wie bei Fonds und Versicherungen entstehen.

Parallel schrumpft das Filialnetz. Wo Schalter geschlossen und Bargeldservices reduziert werden, verschwindet auch die Kapazität für ein Geschäft, das Beratung, Bargeldabwicklung und Tresorlogistik gleichzeitig verlangt. Die Folge ist eine Konzentration: Wenige spezialisierte Institute wie die Reisebank übernehmen die Abwicklung für den Rest – mit eigenen Filialen in rund 50 deutschen Städten, einem Onlineshop und der Rolle als Belieferer von rund 600 Banken. Für Anleger bedeutet das: Die Bank ist als Kanal nicht verschwunden, aber sie ist in der Fläche dünner geworden – und sie steht preislich am Ende einer längeren Vertriebskette.

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach physischem Gold gestiegen. Ein Blick auf die langfristige Preisentwicklung macht deutlich, warum das Thema für Privatanleger überhaupt so präsent ist:

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Bank oder Händler: der direkte Vergleich

Die folgende Übersicht fasst die typischen Unterschiede zusammen. Sie beschreibt Muster, keine Garantien – einzelne Institute und einzelne Händler können deutlich abweichen.

Gold bei der Bank kaufen oder beim Edelmetallhändler: typische Unterschiede
Kriterium Bank / Sparkasse Spezialisierter Edelmetallhändler
Aufgeld tendenziell höher, Filialkosten inbegriffen tendenziell niedriger, online vergleichbar
Preistransparenz Konditionen oft erst im Gespräch Kurse und Aufgelder öffentlich einsehbar
Sortiment Standardbarren und bekannte Anlagemünzen breite Auswahl inklusive Platin und Palladium
Rolle im Markt meist Vermittler eines Großhändlers direkter Händler mit eigenem Einkauf
Beratung Generalist mit breitem Produktspektrum Spezialist mit Fokus auf Edelmetalle
Rückkauf eingeschränkt, teils nur eigene Ware in der Regel breit, mit eigener Prüftechnik
Lagerangebot Bankschließfach gegen Miete Versand nach Hause oder externes Lager
Barkauf vor Ort je nach Institut möglich abhängig vom Modell, bei Online-Händlern nicht

Was sich hinter dem Kaufmotiv verbirgt

Ein Kanalvergleich beantwortet nicht die Frage, warum Anleger überhaupt zu Gold greifen. Der am häufigsten genannte Grund ist der Erhalt von Kaufkraft: Gold zahlt keine Zinsen und keine Dividenden, es soll Vermögen über lange Zeiträume tragen. Die Sparkassen selbst nennen als Größenordnung einen Goldanteil von etwa 5 bis 10 Prozent im Portfolio – eine Beimischung also, kein Ersatz für andere Anlagen.

Wie sich Goldpreis und Verbraucherpreise über die Jahre zueinander verhalten haben, lässt sich direkt nebeneinanderlegen:

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Historische Daten beschreiben die Vergangenheit. Sie sind keine Aussage über künftige Preise – Verluste sind bei jedem Edelmetallkauf möglich.

Worauf Sie beim Händler achten müssen

Der günstigere Preis nützt nichts, wenn der Anbieter nicht liefert. Wer die Bankfiliale gegen einen Fachhändler tauscht, übernimmt die Prüfpflicht selbst. Diese Punkte lassen sich in wenigen Minuten kontrollieren:

  1. Vollständiges Impressum mit Handelsregisternummer, Anschrift und erreichbarer Telefonnummer.
  2. Historie und Größe: Wie lange existiert das Unternehmen, gibt es unabhängige Bewertungen in dreistelliger oder vierstelliger Zahl?
  3. Preisplausibilität: Angebote deutlich unter dem Materialwert sind kein Schnäppchen, sondern ein Warnsignal.
  4. Klare Zahlungswege: Überweisung auf ein Geschäftskonto in der EU. Vorkasse an Privatkonten, Krypto-Zahlung oder Bargeldversand sind tabu.
  5. Versicherter Versand und nachvollziehbare Lieferzeiten statt vager Zusagen.
  6. Veröffentlichte Ankaufskurse als Beleg dafür, dass der Anbieter auch die Rückseite des Geschäfts abbildet.
  7. Kein Druck: Countdown-Timer, „nur heute“-Rabatte und telefonische Nachfassaktionen gehören nicht zum Edelmetallhandel.

Ergänzend lohnt der Blick in unsere Übersichten 8 Regeln für den Goldkauf und die 10 häufigsten Fehler beim Gold- und Silberkauf. Wer speziell die Situation am Sparkassenschalter interessiert, findet Details im Beitrag Gold und Silber bei der Sparkasse kaufen.

Wann welcher Kanal passt

Es gibt keinen Kanal, der für alle richtig ist. Die Entscheidung hängt davon ab, was Ihnen am wichtigsten ist.

Für die Bank spricht

  • Sie möchten ein persönliches Gespräch am Schalter und einen bekannten Ansprechpartner.
  • Sie wollen einen kleinen Betrag in Bargeld umwandeln und nehmen ein höheres Aufgeld dafür in Kauf.
  • Sie nutzen ohnehin ein Schließfach und wollen alles an einem Ort bündeln.

Für den Fachhändler spricht

  • Sie wollen Aufgeld und Rückkaufkurs vor dem Kauf schwarz auf weiß vergleichen.
  • Sie brauchen bestimmte Stückelungen, Jahrgänge oder andere Edelmetalle als Gold.
  • Sie legen Wert darauf, dass derselbe Anbieter später auch zurückkauft.
  • Sie kaufen regelmäßig und größere Beträge, bei denen ein Prozentpunkt Aufgeld ins Geld geht.

Praktisch bewährt hat sich ein nüchterner Test: Wählen Sie ein konkretes Produkt – etwa eine 1-Unze-Goldmünze Krügerrand oder einen 100-Gramm-Barren – und holen Sie für dasselbe Stück am selben Tag den Kaufpreis und den Rückkaufkurs bei Ihrer Bank und bei zwei Händlern ein. Die Differenz beantwortet die Kanalfrage schneller als jedes Argument. Ein aktueller Blick auf die Kursbasis hilft dabei: Goldpreis aktuell.

Aktuelle Meldungen zum Goldmarkt

Weil sich Aufgelder, Lieferzeiten und Ankaufsbereitschaft mit der Marktlage verändern, lohnt ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage:

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Häufige Fragen zum Goldkauf bei Bank und Händler

Ist Gold bei der Bank teurer als beim Edelmetallhändler?

In der Tendenz ja. Banken sind meist Vermittler eines Großhändlers und kalkulieren zusätzlich Filial-, Personal- und Beratungskosten ein. Spezialisierte Händler haben den Edelmetallhandel als Kerngeschäft, veröffentlichen ihre Kurse und stehen im direkten Preisvergleich. Entscheidend ist am Ende nicht das Etikett, sondern das konkrete Aufgeld in Prozent und der Rückkaufkurs des jeweiligen Anbieters.

Kann ich bei der Sparkasse oder Volksbank Goldbarren kaufen?

Ja, sofern das Institut Edelmetalle anbietet. Bestellungen sind je nach Haus in der Filiale oder über das Online-Banking möglich, die Abholung erfolgt anschließend in der Filiale. Das Sortiment ist in der Regel auf Standardbarren und bekannte Anlagemünzen beschränkt; Platin und Palladium sind häufig nicht erhältlich.

Wie viel Gold darf ich anonym in Bargeld kaufen?

Bei Barzahlung ohne Legitimation liegt die gesetzliche Grenze bei 1.999,99 Euro. Ab 2.000 Euro müssen Sie sich mit Personalausweis oder Reisepass ausweisen. Diese Regel dient der Verhinderung von Geldwäsche und gilt für Banken und Händler gleichermaßen. Bei Onlinekäufen per Überweisung stellt sich die Frage nicht, weil die Identität über die Zahlung ohnehin feststeht.

Kauft meine Bank das Gold später wieder zurück?

Nicht automatisch. Viele Institute kaufen ausschließlich Ware zurück, die sie selbst verkauft haben, teils nur gegen Originalrechnung. Andere verweisen an einen Partner oder kaufen gar nicht an. Der Grund ist fehlende Prüfinfrastruktur in der Filiale. Klären Sie die Rückkaufbedingungen deshalb vor dem Kauf – sie sind Teil des Preises.

Was ist der Unterschied zwischen Aufgeld und Spread?

Das Aufgeld ist der Aufschlag über den reinen Materialwert, den Sie beim Kauf zahlen. Der Spread, also die Geld-Brief-Spanne, ist die Differenz zwischen Kauf- und Rückkaufpreis desselben Anbieters. Der Spread beschreibt Ihre tatsächlichen Transaktionskosten: Erst wenn der Goldpreis diese Spanne überwunden hat, stehen Sie bei plus/minus null.

Ist der Kauf bei der Bank sicherer als beim Händler?

Beide Kanäle liefern echtes Anlagegold von zertifizierten Herstellern und stellen eine Rechnung aus. Sicherheit ist keine Frage der Rechtsform, sondern der Prüfbarkeit: vollständiges Impressum, nachvollziehbare Unternehmenshistorie, unabhängige Bewertungen, veröffentlichte An- und Verkaufskurse, versicherter Versand und Zahlung ausschließlich auf ein Geschäftskonto. Wer diese Punkte prüft, kauft beim Fachhändler genauso zuverlässig wie am Bankschalter.

Muss ich Gewinne aus dem Goldverkauf versteuern?

Bei physischem Gold gilt eine Haltefrist von einem Jahr. Verkaufen Sie später, sind die Gewinne aus dem privaten Veräußerungsgeschäft steuerfrei. Bei einem Verkauf innerhalb eines Jahres ist der Gewinn in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Bewahren Sie die Kaufbelege deshalb dauerhaft auf, um den Zeitpunkt des Erwerbs nachweisen zu können. Diese Angaben ersetzen keine Steuerberatung.

Welches Gold gilt als steuerfreies Anlagegold?

Barren gelten als Anlagegold ab einem Feingehalt von 99,5 Prozent. Münzen müssen einen Feingehalt von mindestens 90 Prozent aufweisen, nach 1800 geprägt worden sein, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sein oder gewesen sein und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Materialwert um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt. Nur Anlagegold ist von der Mehrwertsteuer befreit – Silber, Platin und Palladium sind es nicht.

Brauche ich für die Lagerung ein Bankschließfach?

Nein, es ist eine von drei Möglichkeiten. Zuhause im geprüften Wertschutzschrank haben Sie jederzeit Zugriff, müssen aber die Deckungsgrenzen der Hausratversicherung klären. Ein Schließfach bietet hohen Einbruchschutz, kostet Miete und ist an Öffnungszeiten gebunden. Externe Hochsicherheitslager verwahren versichert, verlangen aber Vertrauen in einen Dritten. In jedem Fall gilt: Inventarliste führen, Stücke fotografieren, Belege sichern.

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