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02.05.2025
14:03 Uhr

TikTok-Skandal: Chinesische App muss halbe Milliarde Euro Strafe zahlen

Ein neuer Datenschutz-Skandal erschĂŒttert die umstrittene Social-Media-Plattform TikTok. Die irische Datenschutzkommission (DPC) hat eine saftige Strafe von 530 Millionen Euro gegen den chinesischen Konzern verhĂ€ngt. Der Grund dafĂŒr sollte jeden Nutzer aufhorchen lassen: TikTok hat europĂ€ische Nutzerdaten heimlich nach China weitergeleitet.

Dreiste TÀuschung der europÀischen Behörden

Besonders brisant: ZunĂ€chst hatte TikTok noch dreist behauptet, keine Nutzerdaten aus Europa auf chinesischen Servern zu speichern. Erst im April musste der Konzern kleinlaut einrĂ€umen, dass man doch Daten nach China transferiert und damit falsche Angaben gemacht hatte. Ein Verhalten, das die mangelnde VertrauenswĂŒrdigkeit des chinesischen Unternehmens einmal mehr unter Beweis stellt.

Chinesische Behörden könnten Zugriff haben

Graham Doyle, der Vizechef der DPC, kritisiert besonders scharf, dass TikTok nicht garantieren konnte, dass die europĂ€ischen Nutzerdaten in China Ă€hnlich geschĂŒtzt sind wie in der EU. Noch alarmierender: Das Unternehmen hat offenbar völlig ignoriert, dass chinesische Behörden potenziell Zugriff auf diese sensiblen Daten haben könnten. Eine fahrlĂ€ssige Missachtung europĂ€ischer Datenschutzstandards.

USA zeigen mehr HĂ€rte als Europa

WĂ€hrend die EU sich mit Geldstrafen begnĂŒgt, gehen die USA deutlich rigoroser gegen die chinesische App vor. Dort steht TikTok vor einem möglichen Komplettverbot, wenn der Mutterkonzern Bytedance die App nicht verkauft. Die amerikanischen Behörden befĂŒrchten - völlig zu Recht - dass die Plattform zur Manipulation der öffentlichen Meinung missbraucht werden könnte.

WiederholungstÀter TikTok

Es ist nicht das erste Mal, dass TikTok wegen DatenschutzverstĂ¶ĂŸen zur Kasse gebeten wird. Bereits 2023 musste der Konzern 345 Millionen Euro Strafe zahlen, weil er fahrlĂ€ssig mit den Daten minderjĂ€hriger Nutzer umgegangen war. Die aktuelle Strafe reiht sich ein in eine Serie von Millionenbußen gegen Tech-Giganten: Amazon musste 2021 746 Millionen Euro zahlen, Meta sogar 1,2 Milliarden Euro.

Sechs Monate Zeit fĂŒr Kurskorrektur

Die irischen DatenschĂŒtzer haben TikTok nun eine Frist von sechs Monaten gesetzt, um seine Datenverarbeitung in Einklang mit europĂ€ischen Regeln zu bringen. Ob das Unternehmen diese Auflagen ernst nimmt, bleibt abzuwarten. Zwar behauptet TikTok, die betroffenen Daten seien mittlerweile gelöscht worden - doch angesichts der bisherigen TĂ€uschungsmanöver des Konzerns sollte man solchen Beteuerungen mit grĂ¶ĂŸter Skepsis begegnen.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie fahrlĂ€ssig die europĂ€ische Politik mit der wachsenden Bedrohung durch chinesische Tech-Konzerne umgeht. WĂ€hrend unsere amerikanischen Partner entschlossen handeln, begnĂŒgt man sich hierzulande mit Geldstrafen, die fĂŒr einen Konzern wie Bytedance kaum mehr als ein Ärgernis darstellen. Es wird höchste Zeit, dass Europa aufwacht und dem Treiben chinesischer Datensammler einen effektiven Riegel vorschiebt.

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