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Stillstand im Stammwerk: Opel stoppt zwei Wochen lang die Bänder!

Stillstand im Stammwerk: Opel stoppt zwei Wochen lang die Bänder!
Symbolbild: KI-generiert

Im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim steht ab dem 19. Oktober die Produktion still, und zwar zwei Wochen lang. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte einen Bericht der Lokalzeitung „Main-Spitze“. Warum die Bänder ruhen, sagt der Autobauer nicht. Die Zulassungszahlen liefern allerdings einen deutlichen Hinweis.

Die offizielle BegrĂĽndung: Training und Instandhaltung

Opel spricht von einer „temporären Anpassung“ der Produktion in den Kalenderwochen 43 und 44. Diese Zeit wolle man nutzen, um den Standort weiterzuentwickeln.

Im Mittelpunkt stünden laut Sprecherin umfassende Schulungen, geplante Umbauten und vorbeugende Wartung. Auf die Frage nach dem eigentlichen Grund für den Stopp antwortete sie nicht. Wer Wartungsarbeiten für zwei volle Wochen ansetzt und dazu schweigt, lädt zu Spekulationen geradezu ein.

Der Astra verliert ein Viertel seines Absatzes

In Rüsselsheim läuft vor allem der Opel Astra vom Band. In Deutschland verkauft er sich in diesem Jahr deutlich schlechter. Nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamts kamen von Januar bis September rund 19.400 Astra neu auf die Straße. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es noch 26.000.

Das entspricht einem Minus von gut 25 Prozent. Das zweite Modell im Werk hilft kaum weiter: Der DS 4 der französischen Konzernschwester DS wird nur in sehr kleinen Stückzahlen gebaut. Weniger Nachfrage heißt weniger Arbeit am Band, und das lässt sich auch mit Schulungsprogrammen nicht verbergen.

Kein Einzelfall

Die Rüsselsheimer kennen solche Pausen. Schon Anfang Dezember 2024 wurde nach Medienberichten eine Woche lang kein einziges Auto gebaut, danach lief die Fertigung zunächst nur gedrosselt weiter.

Zwischen Hoffnung und ErnĂĽchterung

Dabei hatte es im Juni gute Nachrichten gegeben. Stellantis kündigte an, auch die nächste Astra-Generation in Rüsselsheim zu bauen. Laut Berichten des Hessischen Rundfunks dürften damit die rund 1.350 Arbeitsplätze in der Produktion für die nächsten Jahre gesichert sein.

Die Freude hielt sich allerdings in Grenzen. Kurz zuvor sollen am Standort rund 650 Ingenieursstellen weggefallen sein. Seit der Übernahme durch den französischen Konzern PSA im Jahr 2017, aus dem später Stellantis wurde, ist Rüsselsheim tiefgreifend umgebaut worden. Tausende Jobs gingen verloren, und das einst große Entwicklungszentrum ist deutlich geschrumpft.

Neuer Chef, alte Probleme

Auch an der Werksspitze gibt es Bewegung. Seit Anfang Oktober leitet Christoph Weis das Werk. Er löste Maike Seeber ab, die Opel nach nur einem Jahr verlässt, nach Angaben des Unternehmens auf eigenen Wunsch. Weis kennt das Werk sehr gut: Er begann 2001 als Auszubildender bei Opel und war nur für sein Ingenieursstudium zwischenzeitlich weg.

Ein Manager aus den eigenen Reihen ist ein gutes Signal. Die Lage in der Autoindustrie kann aber auch er nicht allein ändern. Hohe Energiepreise, viel Bürokratie, strenge Vorgaben aus Brüssel und US-Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe belasten die gesamte Branche. Die Bundesregierung hat dafür bisher keine überzeugende Lösung gefunden.

Was bedeutet das fĂĽr die BĂĽrger?

Rüsselsheim zeigt, wie unsicher Arbeitsplätze in der deutschen Industrie geworden sind. Wenn Fabriken stillstehen und Absatzzahlen einbrechen, geraten Löhne, Renten und Steuereinnahmen unter Druck. Viele Sparer achten deshalb stärker darauf, ihr Vermögen breit zu streuen. Physisches Gold und Silber können dabei eine sinnvolle Ergänzung sein, weil sie nicht von einzelnen Unternehmen oder einzelnen Volkswirtschaften abhängen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist fĂĽr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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