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05.10.2026
13:20 Uhr
KI-generiert

Sozialstaat am Limit: 10,6 Milliarden Euro Bürgergeld für Ausländer

Sozialstaat am Limit: 10,6 Milliarden Euro Bürgergeld für Ausländer
Symbolbild: KI-generiert

In Berlin spricht diese Zahl niemand gern laut aus: Rund 46 Prozent aller Bürgergeld-Zahlungen der Jobcenter gingen im ersten Halbjahr 2026 an Menschen ohne deutschen Pass. Das sind 10,6 Milliarden Euro. So steht es in einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit, über die am Montag mehrere Medien berichteten. Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung liegt dagegen bei knapp 15 Prozent.

Dreimal so hoch wie der Bevölkerungsanteil

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2025 etwa 12,4 Millionen Ausländer in Deutschland. Das sind 14,9 Prozent der Bevölkerung. Ihr Anteil an den Bürgergeld-Milliarden ist also gut dreimal so groß. Auf deutsche Staatsangehörige entfielen im selben Zeitraum 12,6 Milliarden Euro.

Von Januar bis Juni zahlten die Jobcenter insgesamt 23,2 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 325 Millionen Euro oder 1,4 Prozent weniger. Zwei Jahre zuvor waren es knapp 23,6 Milliarden. Eine Trendwende? Bei diesen Größenordnungen ist das eher ein Rundungsfehler.

Wohin die Milliarden fließen

Ein genauerer Blick zeigt, wo das Geld hingeht. Laut der Auswertung erhielten die größten Gruppen im ersten Halbjahr:

  • Staatsangehörige der acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländer: 3,4 Milliarden Euro
  • Ukrainer: 2,9 Milliarden Euro
  • Staatsangehörige der Westbalkanländer: 501 Millionen Euro

Zusammen sind das rund 6,8 Milliarden Euro. Den größten Einzelposten bilden Syrer mit 1,75 Milliarden Euro, allerdings 14,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Afghanen stiegen die Zahlungen dagegen um 3,2 Prozent auf 860 Millionen Euro, bei Somaliern sogar um 8,1 Prozent auf 106 Millionen Euro.

An Ukrainer flossen 4,4 Prozent weniger. Trotzdem bezogen im Juni noch 633.807 ukrainische Staatsangehörige Bürgergeld, davon galten 469.534 als erwerbsfähig. Kinder sind in diesen Empfängerzahlen mitgezählt.

Weniger Empfänger oder nur neue Pässe?

Die Zahl der ausländischen Leistungsberechtigten sank von rund 2,52 Millionen im Juni 2025 auf 2,35 Millionen im Juni 2026. Das ist ein Minus von 6,9 Prozent. Bei Deutschen ging die Zahl der Empfänger nur um 1,4 Prozent zurück. Dennoch stieg die Summe der Zahlungen an Deutsche um 1,2 Prozent, während sie bei Ausländern um 4,2 Prozent sank.

Ein Teil davon könnte schlicht an der Statistik liegen. Wer während des Leistungsbezugs eingebürgert wird, zählt danach als Deutscher. Der Steuerzahler spart dadurch keinen einzigen Cent. Laut dem Bericht fällt der Januar 2026 auf: Die Zahl der deutschen Empfänger stieg um rund 12.000, die der syrischen sank um etwa 12.500. Auf eine Anfrage dazu habe die Bundesagentur bislang nicht geantwortet.

Die wahre Rechnung ist noch höher

In den Milliardenbeträgen stecken Regelbedarf, Mehrbedarfe sowie Kosten für Unterkunft und Heizung. Eigenes Einkommen und Sanktionen sind bereits abgezogen. Der Kinder-Sofortzuschlag sowie die Verwaltungs- und Eingliederungskosten der Jobcenter fehlen. Die tatsächliche Belastung liegt also deutlich über 23,2 Milliarden Euro.

Seit Juli gilt die neue Grundsicherung. Der Bundestag hatte sie im März knapp beschlossen, mit 321 zu 268 Stimmen. Sie bringt härtere Sanktionen und wieder einen Vorrang für die Vermittlung in Arbeit. Ukrainer, die ab dem 1. April 2025 eingereist sind, sollen außerdem wieder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen. Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr sind damit die Schlussbilanz des alten Bürgergelds. An ihnen muss sich die Regierung Merz messen lassen.

Eine Frage der politischen Weichenstellung

Aus Sicht unserer Redaktion liegt das Problem nicht bei den einzelnen Menschen. Es liegt in politischen Entscheidungen, die über Jahre Zuwanderung in die Sozialsysteme zugelassen haben, ohne Arbeit konsequent einzufordern. Die Rechnung zahlen Familien, Facharbeiter und Mittelständler, die jeden Morgen aufstehen und mit ihren Steuern das System am Laufen halten.

Gleichzeitig nimmt die Koalition mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen neue Schulden in Rekordhöhe auf. Ob ein neuer Name und schärfere Regeln wirklich reichen, ist fraglich. Viele Bürger erwarten zu Recht mehr: einen Sozialstaat, der Leistung belohnt und Eigenverantwortung wieder ernst nimmt.

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