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Rubio-Warnung: Springt der Ukraine-Krieg auf Nato-Staaten über?

Rubio-Warnung: Springt der Ukraine-Krieg auf Nato-Staaten über?
Symbolbild: KI-generiert

US-Außenminister Marco Rubio schlägt Alarm: Der Ukraine-Krieg stecke in einem „strategischen Patt“, und eine weitere Eskalation könne auch Nato-Staaten treffen. Das sagte er am Donnerstag in einem Interview mit der griechischen Zeitung Kathimerini und später vor Journalisten in Lissabon. Eine Verhandlungslösung sieht Washington derzeit nicht, und Kiew reagiert gereizt.

Verhandeln oder eskalieren

Rubio beschreibt die Lage ziemlich nüchtern. Ein Patt wie dieses löse sich auf einem von zwei Wegen auf: am Verhandlungstisch oder durch eine Eskalation, die über die bisherigen Grenzen des Krieges hinausgehe. Für den ersten Weg sehe er im Moment keine Chance.

Die USA seien zwar weiter bereit, eine diplomatische Einigung zu unterstützen. Die bisherigen Versuche hätten aber nichts gebracht. Washington werde nicht in „sinnlose Prozesse“ investieren, wenn kein Fortschritt erkennbar sei. Die Geduld der Amerikaner hat also ein Ablaufdatum.

Streitpunkt Donezk

Das größte Hindernis sind laut Rubio die russischen Gebietsforderungen. Moskau verstehe unter einem Sieg weiterhin die vollständige Kontrolle über das Gebiet Donezk und habe das mehrfach bekräftigt. Für die Ukraine sei diese Bedingung „schlicht inakzeptabel“.

Mehr als viereinhalb Jahre nach dem russischen Großangriff vom Februar 2022 kreist der Konflikt damit weiter um dieselbe Frage: Wem gehört der Osten der Ukraine? Eine Lösung ist bislang nicht in Sicht.

Ein Winter im Dunkeln?

Washington rechnet nach Rubios Worten damit, dass Russland den kommenden Winter nutzen könnte, um die verbliebenen Teile des ukrainischen Stromnetzes anzugreifen. Gleichzeitig habe die Ukraine ihre Fähigkeit deutlich ausgebaut, Ziele tief im russischen Hinterland zu treffen.

Die Warnung an Europa

In Lissabon wurde Rubio konkreter. Laut der Nachrichtenagentur Reuters warnte er, eine Eskalation könne in eine Sabotagekampagne in Nachbarstaaten münden, die der Nato angehören. Andere Entwicklungen könnten einen Krieg zwischen zwei Staaten „sehr schnell“ in einen viel größeren regionalen Konflikt verwandeln.

Für Deutschland ist das eine sehr ernste Warnung. Die Bundesrepublik ist logistische Drehscheibe der Nato und hängt an empfindlicher Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 hat gezeigt, wie verwundbar diese Netze sind. Ist die Bundesregierung darauf wirklich vorbereitet?

Selenskyj: „Das nennt man Unwillen“

Wolodymyr Selenskyj widersprach noch am selben Tag. Washington rede von einem diplomatischen Patt und spreche zugleich mit Moskau über künftige Wirtschaftsprojekte. „Das nennt man Unwillen“, sagte der ukrainische Präsident laut Reuters.

Er meinte damit unter anderem Gespräche über einen möglichen Einstieg eines US-Investors bei den Nord-Stream-Pipelines, über die Reuters berichtet hatte. Selenskyj forderte Donald Trump auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. Kiew will außerdem mehr Zugang zum Satellitensystem Starlink, um russische Abschussstellungen für ballistische Raketen besser bekämpfen zu können.

Seine Worte fielen nach schweren russischen Angriffen. Nach ukrainischen Angaben wurden innerhalb von zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 verletzt. Am Freitag und Samstag soll eine ukrainische Delegation zu neuen Gesprächen in die USA reisen.

Streit um Raffinerien und Dieselpreise

Der Streit zwischen Kiew und Washington schwelt schon länger. Im September hatte Trump die Ukraine aufgefordert, Angriffe auf russische Ölanlagen möglichst zu unterlassen. Reuters zufolge begründete Washington das mit den weltweit ohnehin stark gestiegenen Dieselpreisen. Selenskyj kündigte trotzdem an, weiter russische Raffinerien anzugreifen, wenn Russland die ukrainische Energieversorgung attackiere. Zivile Ziele wolle Kiew dabei nicht angreifen.

Fazit: Die Unsicherheit bleibt

Ein festgefahrener Krieg, ein Vermittler mit begrenzter Geduld und die offene Warnung vor Sabotage in Nato-Staaten: Wer in Europa lebt, kann das nicht als fernes Problem abtun. Steigende Energiepreise und geopolitische Risiken treffen Bürger und Wirtschaft direkt. Viele Sparer setzen deshalb auf physisches Gold und Silber, die in Krisenzeiten seit jeher als stabile Ergänzung eines breit gestreuten Vermögens gelten.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten oder Edelmetallen. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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