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07.05.2026
16:46 Uhr

Politisches Erdbeben: AfD enteilt der Union im ARD-Deutschlandtrend mit historischen 27 Prozent

Politisches Erdbeben: AfD enteilt der Union im ARD-Deutschlandtrend mit historischen 27 Prozent
Symbolbild: KI-generiert

Was sich seit Wochen in den Umfrageinstituten andeutete, ist nun auch im Flaggschiff der öffentlich-rechtlichen Demoskopie amtlich: Die AfD hat die Union im ARD-Deutschlandtrend deklassiert. Mit 27 Prozent erreicht die Partei um Alice Weidel ihren höchsten jemals bei Infratest Dimap gemessenen Wert – und lĂ€sst die Kanzlerpartei von Friedrich Merz mit lediglich 24 Prozent demĂŒtigend zurĂŒck. Vier Prozentpunkte Vorsprung, die im politischen Berlin wie ein Donnerschlag wirken mĂŒssten – wĂŒrde man dort ĂŒberhaupt noch zuhören wollen.

Der freie Fall des Kanzlerkandidaten, der Kanzler werden durfte

Friedrich Merz wollte als Erneuerer antreten. Heute steht er als jener Politiker da, der seine Partei auf den schlechtesten Bundeswert seit Januar 2022 gefĂŒhrt hat. Zwei Prozentpunkte Verlust gegenĂŒber Anfang April – und das, obwohl die Sektkorken bei der Vereidigung im Mai 2025 noch knallten. Wer hĂ€tte gedacht, dass der einstige HoffnungstrĂ€ger der Konservativen es schaffen wĂŒrde, in nur wenigen Monaten das gleiche Vertrauen zu verspielen, das Angela Merkel ĂŒber Jahre mĂŒhsam abgetragen hatte? Eine bemerkenswerte Leistung, die in den GeschichtsbĂŒchern ihren Platz finden dĂŒrfte – nur eben nicht im Kapitel der Erfolge.

Die Schwarz-Rote Koalition kommt gemeinsam auf magere 36 Prozent. Eine Regierungsmehrheit? LĂ€ngst Geschichte. Zuletzt im Juni 2024 hatte das BĂŒndnis aus Union und SPD im Deutschlandtrend ĂŒberhaupt noch Mehrheitswerte. Seitdem: stetiger Sinkflug. Die einst stolze Volkspartei CDU/CSU verkommt zum Juniorpartner ihrer eigenen Niederlage.

Die Brandmauer als politisches Selbstmordkommando

Was die Union dabei besonders schmerzt: Es ist ihre eigene Sturheit, die sie ins politische Abseits manövriert. Mit dem verzweifelten Festhalten an der sogenannten Brandmauer schließt sich die Partei selbst die TĂŒren zu Mehrheiten. Eine Zusammenarbeit mit der Linken? Wegen Unvereinbarkeitsbeschluss tabu. Eine Kooperation mit der AfD? Erst recht. Was bleibt, ist die Aussicht auf eine Kenia-Koalition mit SPD und GrĂŒnen – jener Partei also, die das Land in den vergangenen Jahren zuverlĂ€ssig gegen die Wand gefahren hat.

Die GrĂŒnen stehen ĂŒbrigens bei 15 Prozent und können nach dem Wahlsieg von Cem Özdemir in Baden-WĂŒrttemberg sogar noch einen Punkt zulegen. Die SPD verharrt bei 12 Prozent, die Linke bei 10 Prozent. Die FDP klammert sich mit 4 Prozent an die Hoffnung, vor ihrer Kampfabstimmung um den Bundesvorsitz Ende Mai noch einmal Tritt zu fassen. Das BSW dĂŒmpelt bei 3 Prozent.

Wenn der WÀhler spricht und Berlin sich die Ohren zuhÀlt

Die Botschaft der BĂŒrger ist unmissverstĂ€ndlich: Sie wollen keine Fortsetzung jener Politik, die ihnen offene Grenzen, explodierende Energiepreise, Rekord-KriminalitĂ€t und eine schrumpfende Wirtschaft beschert hat. Sie wollen einen echten Kurswechsel – und nicht das ĂŒbliche Berliner Theater, in dem sich CDU, SPD und GrĂŒne gegenseitig die BĂ€lle zuspielen, wĂ€hrend das Land vor die Hunde geht.

Stattdessen erlebt der WĂ€hler einen Kanzler Merz, der vor der Wahl Schuldenbremse predigte und nach der Wahl ein 500-Milliarden-Sondervermögen durchwinkte. Der Migrationswende versprach und Migrationsverwaltung lieferte. Der eine Politik der Mitte ankĂŒndigte und in Wahrheit den grĂŒnen Kurs der VorgĂ€ngerregierung fortschreibt. Kein Wunder, dass die einstigen UnionswĂ€hler in Scharen zur AfD abwandern.

Ein politisches Beben mit Ansage

Diese Umfrage ist mehr als eine Momentaufnahme. Sie ist die Quittung fĂŒr eine politische Klasse, die seit Jahren am Volk vorbei regiert. Sie ist das Misstrauensvotum gegen ein System, das Kritiker stigmatisiert, Andersdenkende ausgrenzt und sich selbst fĂŒr den einzig legitimen Vertreter der Demokratie hĂ€lt. Wenn die etablierten Parteien diese Botschaft nicht endlich hören wollen, werden sie weiter WĂ€hler verlieren – und das zu Recht.

FĂŒr Anleger und BĂŒrger bedeutet diese politische InstabilitĂ€t vor allem eines: Unsicherheit. Wenn Regierungen wackeln, Koalitionen bröckeln und politische StĂŒrme aufziehen, bewĂ€hrt sich seit Jahrtausenden ein verlĂ€sslicher Anker im Vermögensaufbau – physische Edelmetalle wie Gold und Silber. WĂ€hrend Politiker kommen und gehen, WĂ€hrungen entwertet werden und Vermögenswerte schwanken, behaupten sich Sachwerte als zeitloser Schutz vor den Verwerfungen einer aus den Fugen geratenen Politik. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio gehört zu den klĂŒgsten Entscheidungen, die ein vorausschauender BĂŒrger in Zeiten wie diesen treffen kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen spiegeln die Meinung unserer Redaktion sowie öffentlich zugĂ€ngliche Informationen wider. Jeder Leser ist angehalten, vor Anlageentscheidungen eigenstĂ€ndig zu recherchieren oder fachkundigen Rat einzuholen. FĂŒr Anlageentscheidungen und deren Folgen ist jeder selbst verantwortlich.

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