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15.10.2026
12:22 Uhr
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Wenn in Deutschland das Licht ausgeht: Ihr Strom-Notfallplan

Wenn in Deutschland das Licht ausgeht: Ihr Strom-Notfallplan
Symbolbild: KI-generiert

Steckdose tot, Handy leer, Heizung aus. Seit dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar 2026 ist das in Deutschland kein Gedankenspiel mehr. Wer sich auf einen Blackout vorbereiten will, braucht vor allem eines: eigene Stromreserven. Wir zeigen, welche Speicher wirklich helfen.

Berlin als Weckruf

Am Morgen des 3. Januar 2026 setzten Unbekannte eine Kabelbrücke am Teltowkanal in Brand. Rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe im Südwesten der Hauptstadt saßen danach im Dunkeln. Bei Frost, ohne Heizung, Internet und Mobilfunk. Den Berichten zufolge waren etwa 100.000 Menschen betroffen.

Es war der längste Stromausfall in Berlin seit Kriegsende. Erst nach mehreren Tagen hatten alle Kunden wieder Strom. Die Bundeswehr musste in Amtshilfe Kraftstoff für Notstromaggregate verteilen und warmes Essen ausgeben. Zu der Tat bekannte sich eine linksextremistische „Vulkangruppe“. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts.

Und das war kein Einzelfall. Bereits im September 2025 waren nach einem Anschlag auf Strommasten Zehntausende Haushalte im Berliner Südosten teils tagelang ohne Strom. Der Schutz der kritischen Infrastruktur? Offenbar eine Baustelle, über die Berlin seit Jahren redet, statt sie abzuarbeiten. Wer da allein auf den Staat setzt, könnte am Ende frieren.

Die Basis: Batterien und Akkus

Was Sie im Ernstfall alles mit Batterien betreiben, merken Sie erst, wenn der Strom weg ist. Taschenlampen zuerst. Legen Sie deshalb für jedes batteriebetriebene Gerät genug Ersatz in den Schrank. Ein wichtiger Tipp: Nehmen Sie die Batterien aus Geräten, die Sie lange nicht benutzen. Sonst entladen sie sich und laufen womöglich aus.

Akkus lassen sich mit einem passenden Ladegerät immer wieder aufladen. Ihre Spannung liegt etwas niedriger als bei Einwegbatterien, das reicht für die meisten Geräte aber aus. Wichtig ist, dass die Reserve-Akkus auch voll sind. Wer das nicht weiß, kann es mit einem günstigen Batterieprüfer kontrollieren.

Powerbank, Solarpanel, Kurbelradio

Viele Smartphone-Nutzer haben schon eine Powerbank. Voll geladen bringt sie Handy, Lampe oder Radio gleich mehrmals wieder in Gang. Was aber, wenn sie selbst leer ist? Dafür gibt es faltbare Solarmodule und Solarladegeräte. Eigentlich sind sie fürs Camping gedacht, im Notfall machen sie Sie aber unabhängig vom Netz.

Das Radio ist Pflicht

Fallen Mobilfunk und Internet aus, bleibt oft nur das Radio als Informationsquelle. Besonders praktisch sind Notfallradios mit eingebauter Powerbank, Handkurbeldynamo und Solarzelle. Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nennt in seinen Checklisten ein Kurbel-, Solar- oder Batterieradio und eine geladene Powerbank.

Große Speicher und Generatoren

Wer mehr Strom braucht, muss auf große Akkus mit hoher Kapazität setzen. Solche Speicher und Powerstations wurden vor allem gebaut, um Solarstrom für den Eigenverbrauch zu speichern. Über sie lassen sich auch normale Haushaltsgeräte mit Netzstecker betreiben.

Am meisten Leistung liefert ein Stromerzeuger mit Benzinmotor. Wer einen kauft, muss allerdings wissen: Der Generator gehört niemals in geschlossene Räume, denn die Abgase können tödlich sein. Das BBK empfiehlt zusätzlich einen Kohlenmonoxid-Melder.

Fazit: Eigenverantwortung statt Warten

Das BBK rät allen Haushalten, sich möglichst zehn Tage lang selbst versorgen zu können. Für den Strom heißt das ganz praktisch:

  • Ersatzbatterien und geladene Akkus für alle wichtigen Geräte
  • Mindestens eine volle Powerbank, am besten mit Solarlader
  • Ein Notfallradio mit Kurbel oder Solarzelle
  • Mehrere Lampen mit sicherer Stromquelle

Wer klug vorsorgt, denkt übrigens weiter. Die Behörde rät auch zu Bargeld, denn ohne Strom funktioniert kein Kartenterminal. Viele Bürger legen außerdem physisches Gold und Silber zurück. Beide Metalle gelten seit Jahrhunderten als krisenfeste Ergänzung eines breit gestreuten Vermögens, das ohne Netz und ohne Bank auskommt.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Prüfen Sie Ihre Entscheidungen selbst, denn für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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