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Todeszone Hormus: Zwei Frachter versenkt – Iran droht mit Nacht-Angriffen!

Todeszone Hormus: Zwei Frachter versenkt – Iran droht mit Nacht-Angriffen!
Symbolbild: KI-generiert

An der wichtigsten Öl-Schlagader der Welt eskaliert die Lage dramatisch: Binnen 24 Stunden sind in der Straße von Hormus zwei Frachtschiffe gesunken, die GFS Pride und die Cape Dao. Das bestätigten Sicherheitsbehörden und Schifffahrtsdienste am 14. Oktober. Teheran macht derweil keinen Hehl daraus, dass es weitergehen soll – Nacht für Nacht.

Zwei Totalverluste in einem Tag

Das Wall Street Journal bezeichnet beide Schiffe als emiratische Frachter. Die GFS Pride, ein Containerschiff unter der Flagge Singapurs, wurde am 13. Oktober bei der Durchfahrt von einem Geschoss getroffen, geriet in Brand und sank. Alle 21 Besatzungsmitglieder kamen laut der Hafenbehörde Singapurs mit dem Leben davon.

Bei der Cape Dao, einem Massengutfrachter unter der Flagge von Antigua und Barbuda, lief es anders. Medienberichten zufolge war sie schon am 23. September angegriffen worden, ein Seemann kam dabei ums Leben. Danach trieb das Schiff offenbar wochenlang verlassen herum, jetzt ist es gesunken.

Bemerkenswert ist, wie selten das bisher passiert ist. Seit dem Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran am 28. Februar wurden Dutzende Schiffe beschädigt. Untergegangen war Daten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation zufolge aber bislang nur eines: die Safeen Prestige im März. Damals starben vier Seeleute, auch ein zu Hilfe geschickter Schlepper wurde getroffen.

„Hormus unter Kontrolle“ – Teherans offene Kampfansage

Die Angriffswelle der vergangenen Tage ist laut britischen Schifffahrtsstellen (UKMTO) eine der heftigsten seit Kriegsbeginn. Allein zwischen dem 5. und 11. Oktober seien zwölf Schiffe attackiert worden, sechs davon an einem einzigen Sonntag. Rechnet man Meldungen europäischer Sicherheitsquellen hinzu, kommt man für den Oktober auf mindestens 24 getroffene Schiffe.

Der einflussreiche iranische Sicherheitspolitiker Mohsen Rezaei prahlte im Staatsfernsehen geradezu mit den Zahlen:

„Wir nehmen jede Nacht fünf oder sechs davon ins Visier. Hormus steht unter der Kontrolle der Islamischen Republik.“

Die Revolutionsgarden meldeten außerdem einen weiteren Treffer. Ein Containerschiff mit angeblich „Schmuggelware“ und rund 2.500 Containern an Bord sei auf einer „nicht genehmigten“ Route auf eine Seemine gelaufen, explodiert und gesunken. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Darstellung bisher nicht.

Das Kalkül: Ölpreis rauf, Trump unter Druck

Was hinter dieser Strategie steckt, verraten iranische Vertreter selbst. Zwei hochrangige Funktionäre sagten laut Reuters, man wolle den Ölpreis hoch halten und so vor den US-Zwischenwahlen im November Druck auf Washington machen. Teheran reagiert damit auf die US-Seeblockade iranischer Häfen und die im September verschärften Sanktionen.

Die US-Marine hatte zuletzt mit Geleitschutz so viele Tanker durch die Meerenge gebracht wie noch nie seit Kriegsbeginn. Rezaei behauptet dagegen, Washington schmuggle in Wahrheit iranisches Öl über kleine Boote auf große Tanker auf hoher See. Belege dafür gibt es nicht.

Warum das jeden deutschen Autofahrer betrifft

Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssiggas durch die Straße von Hormus. Ein Barrel Brent kostete zuletzt Berichten zufolge um die 104 Dollar. Für Deutschland mit seinen ohnehin hohen Energiepreisen ist das Gift, und das sowohl an der Zapfsäule als auch in der energieintensiven Industrie, die schon heute an der Belastungsgrenze arbeitet.

Fazit: Ungewissheit ist der neue Normalzustand

Wer heute noch hofft, die Lage am Golf werde sich bald beruhigen, sollte sich die Zahlen genau ansehen. Inzwischen sind auch Containerschiffe und Massengutfrachter Ziel der Angriffe. Damit sind nicht mehr nur die Energiepreise gefährdet, sondern die globalen Lieferketten insgesamt.

In solchen Phasen zeigt sich, warum Gold und Silber seit Jahrtausenden als Krisenwährung gelten. Physische Edelmetalle hängen nicht von einem Versprechen ab, das jemand anderes einlösen muss. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein sinnvoller Stabilitätsanker sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich selbst umfassend, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen, denn dafür ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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