Kostenlose Beratung07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
09.10.2026
05:11 Uhr
KI-generiert

Raketen auf Kinder, Applaus für Schröder: Der Altkanzler in Moskau

Raketen auf Kinder, Applaus für Schröder: Der Altkanzler in Moskau
Symbolbild: KI-generiert

Während in der Ukraine noch Tote aus den Trümmern geborgen wurden, ließ sich Gerhard Schröder in Moskau feiern. Am 7. Oktober, dem 74. Geburtstag von Wladimir Putin, besuchte der frühere Bundeskanzler eine Filiale der Supermarktkette „Hyperglobus“, in deren Aufsichtsrat er kurz zuvor eingezogen war. Das Timing hätte kaum verstörender sein können.

Ein Geburtstag in Blut und Feuer

In der Nacht vor dem Geburtstag und am Jubeltag selbst überzog Russland die Ukraine mit einem kombinierten Großangriff. Ballistische Raketen, Marschflugkörper und Kampfdrohnen schlugen gleichzeitig ein. Es war einer der gefürchteten Schläge, die die Luftabwehr gezielt überlasten sollen.

Besonders hart traf es Pryluky, eine Kleinstadt rund 135 Kilometer östlich von Kiew. Nach Angaben ukrainischer Behörden stieg die Zahl der Toten bis zum Morgen des 8. Oktober auf 22, darunter fünf Kinder. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Berichten zufolge waren drei der getöteten Kinder gerade einmal ein Jahr alt. Sie starben im Schlaf, als die Rakete ihr Wohnhaus traf.

Händeschütteln im Supermarkt

Am selben Tag spazierte Schröder durch die Gänge einer Moskauer Hyperglobus-Filiale. Die Beschäftigten empfingen ihn mit Applaus. Der 82-Jährige zeigte sich gut gelaunt:

„Ich freue mich sehr, hier zu sein, diesen beeindruckenden Markt und die Ergebnisse Ihrer Arbeit zu sehen sowie Sie, meine lieben Kollegen, kennenzulernen.“

Liebe Kollegen? Man muss diesen Satz zweimal lesen. Denn hinter dem Namen Hyperglobus steckt eine Geschichte, die deutschen Unternehmern die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte.

Was aus der deutschen Firma wurde

Hyperglobus ist der russische Ableger der saarländischen Globus-Gruppe mit rund 20 Märkten. Nach Angaben des Unternehmens wurde er seit Januar 2025 von der deutschen Holding abgetrennt und agiere „juristisch und organisatorisch“ eigenständig. Schröder soll laut Unternehmen an der Führung mitwirken und die strategische Entwicklung leiten. Er sei am 30. September aufgenommen worden.

Pikant: Nur wenige Tage zuvor hatte Moskau die russischen Vermögenswerte des Düsseldorfer Metro-Konzerns unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt, ebenso wie bei Auchan und Nestlé. Ob die Personalie Schröder damit zusammenhängt, ließ das Unternehmen offen. Kritiker sehen in dem Altkanzler längst ein Aushängeschild, das dem Kreml beim Zugriff auf westliches Eigentum einen bürgerlichen Anstrich verleiht.

Spontaner Besuch beim „alten Freund“

Dabei blieb es offenbar nicht beim Supermarkt. Medienberichten zufolge soll Putin von Schröders Aufenthalt erfahren und den Altkanzler spontan zu sich nach Hause eingeladen haben, als Gast an seinem Geburtstag. Russische Stellen sprachen demnach vom „alten Freund“ des Präsidenten.

Diese Männerfreundschaft hat Tradition. 2004 adelte Schröder Putin als „lupenreinen Demokraten“. Noch am Ende seiner Kanzlerschaft (1998 bis 2005) brachte er die Ostseepipeline Nord Stream auf den Weg. Anschließend übernahm er Posten bei Nord Stream und beim Ölkonzern Rosneft. Deutschland bezahlte diese Abhängigkeit 2022 mit einer Energiekrise, die Bürger und Mittelstand bis heute spüren.

Ein Affront gegen Europa

Europa rüstet auf, im Osten und Norden wächst die Angst vor Moskau. Deutschland gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine und gerät zunehmend ins Visier russischer Sabotage- und Spionageaktionen. Und ausgerechnet ein früherer deutscher Regierungschef lässt sich im Reich des Kriegsherrn feiern?

Schröder ist kein naiver Mann. Er weiß, dass Kritiker in Russland ins Gefängnis, ins Lager oder Schlimmeres geraten. Aus Sicht unserer Redaktion ist dieser Auftritt eine bewusste Provokation und ein Schlag ins Gesicht aller Kriegsopfer. Bemerkenswert bleibt auch, wie zurückhaltend sich die SPD gegenüber ihrem prominentesten Mitglied seit Jahren verhält. Ein Parteiausschlussverfahren scheiterte bekanntlich schon einmal. Die Frage, wie lange die Sozialdemokraten diesen Altkanzler noch in ihren Reihen dulden wollen, stellt sich nach dem 7. Oktober dringlicher denn je.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“