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25.08.2026
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Preis-Angriff aus China: Jetzt wackeln die deutschen Autobauer

Preis-Angriff aus China: Jetzt wackeln die deutschen Autobauer
Symbolbild: KI-generiert

Chinesische Autos kosten in Europa teils mehr als das Doppelte des Heimatpreises. Genau darin liegt die Gefahr fĂŒr Volkswagen, BMW und Mercedes: Marken wie BYD haben ein gewaltiges Rabattpolster – und beginnen bereits, es zu nutzen. Ein Bericht ĂŒber die Preisstrategie der China-Hersteller schlĂ€gt in der Branche Wellen.

Doppelter Preis, doppelte Marge

Das Muster ist seit Jahren bekannt. Der BYD Atto 3 war in China zeitweise fĂŒr umgerechnet rund 18.000 Euro zu haben, in der deutschen Preisliste stand er bei 37.990 Euro. Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge lagen die Einstiegspreise wichtiger BYD-Modelle in ExportmĂ€rkten zwischen 30 und 178 Prozent ĂŒber dem China-Niveau.

Fracht, zehn Prozent Einfuhrzoll, Homologation, HĂ€ndlernetz, DSGVO-Anpassungen – das erklĂ€rt einen Teil. Aber eben nur einen Teil. Eine fĂŒr Reuters erstellte Analyse des Benchmarking-Spezialisten A2MAC1 kam zu dem Schluss, dass BYD am europĂ€ischen Dolphin rund 6.900 Euro mehr verdiene als am chinesischen Pendant.

Das ist der eigentliche Sprengsatz: Wer pro Auto Tausende Euro Extra-Marge einstreicht, kann jederzeit auf Angriff umschalten.

Der Preiskampf ist lÀngst gestartet

Die TestlÀufe laufen bereits. Im Rahmen einer Rabattaktion senkte BYD in Deutschland die Preise Medienberichten zufolge um bis zu 18.010 Euro: Das Oberklasse-SUV Tang rutschte von 75.000 auf 56.990 Euro, der Plug-in-Hybrid Seal U DM-I von 39.990 auf 29.990 Euro, der neue Kombi Seal 6 Touring von 42.990 auf 30.990 Euro.

Auch die Konkurrenz aus Fernost dreht an der Schraube. Great Wall Motor kalkulierte den Elektro-Kompakten Ora 03 neu – von 38.900 auf 26.900 Euro. Leapmotor spart sich dank Joint Venture mit Stellantis den teuren Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes.

Noch sind die StĂŒckzahlen ĂŒberschaubar: Von Januar bis Oktober 2025 zĂ€hlte das Kraftfahrt-Bundesamt 15.171 BYD-Neuzulassungen, MG kam auf 21.049. Doch der Abstand zu den Etablierten schrumpft – und Marktanteile lassen sich mit Preisen schneller kaufen als mit Werbung.

Deutschland: teuer produzieren, teuer regulieren

Trifft dieser Angriff auf eine gut aufgestellte Industrie? Wohl kaum. Deutsche Hersteller kĂ€mpfen mit Energiekosten, BĂŒrokratie, CO₂-Flottenvorgaben und einer politisch verordneten Antriebswende, die den Kunden vielerorts schlicht zu teuer ist. Die Zulieferer stehen laut Branchenberichten tiefer in der Krise als lange angenommen.

Peking hat seiner E-Auto-Industrie ĂŒber Jahre den Weg geebnet – mit Subventionen, gĂŒnstigen RohstoffzugĂ€ngen und Genehmigungsverfahren, die nach Monaten statt nach Jahren gemessen werden. BrĂŒssel antwortete mit Ausgleichszöllen. Aus Sicht unserer Redaktion sind Zölle jedoch ein Pflaster, kein Heilmittel: WettbewerbsfĂ€higkeit entsteht durch niedrige Energiepreise, weniger Vorschriften und Technologieoffenheit – nicht durch Schutzmauern.

Was das fĂŒr Verbraucher bedeutet

Kurzfristig dĂŒrfen sich AutokĂ€ufer freuen. FĂ€llt die Preisschlacht wie erwartet aus, winken SchnĂ€ppchen. Mittelfristig aber steht mehr auf dem Spiel: ArbeitsplĂ€tze, Wertschöpfung, Steuereinnahmen – das industrielle RĂŒckgrat einer Volkswirtschaft, die von ihrer Autoindustrie lebt.

Wer sein Vermögen gegen solche StrukturbrĂŒche absichern will, setzt traditionell nicht allein auf eine einzige Branche oder Anlageklasse. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als wertstabile Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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