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05.10.2026
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Paris brennt, Pride tanzt: PalÀstina-Fahnen statt Sorge um Schulen

In Frankreich brennen die Schulen, und Paris feiert. Am Samstag zogen Zehntausende beim Pride-Umzug durch die Hauptstadt. Das Motto lautete „gegen die extreme Rechte“, und auffĂ€llig viele Teilnehmer schwenkten PalĂ€stinenser-Fahnen. Die Gewalt an den Gymnasien des Landes spielte auf der Parade kaum eine Rolle. Vielen Teilnehmern ging es vor allem darum, einen Wahlsieg des Rassemblement National zu verhindern.

Ein Land im Ausnahmezustand

Angefangen hat alles mit Protesten gegen ĂŒberfĂŒllte Klassen und fehlende Lehrer. Daraus sind Krawalle geworden, die mit dem ursprĂŒnglichen Anliegen nichts mehr zu tun haben. Nach Angaben der Regierung wurden seit Wochenbeginn mehr als 5.000 Menschen festgenommen.

Medienberichten zufolge sieht die Zwischenbilanz bis zum Wochenende so aus:

  • rund 1.200 Gymnasien blockiert oder beschĂ€digt, zahlreiche davon angezĂŒndet
  • etwa 600 verletzte Polizisten
  • mindestens 40 verletzte Schulleiter
  • knapp 80 verwundete BeschĂ€ftigte aus dem Bildungswesen

Am heftigsten sollen die Ausschreitungen laut den Berichten in Vierteln mit hohem Migrantenanteil gewesen sein. In Videos aus sozialen Netzwerken posieren Jugendliche teils mit palÀstinensischen oder algerischen Fahnen.

Flammenwerfer an der Bushaltestelle

Einzelne FÀlle zeigen, wie brutal die Lage geworden ist. In Paris soll eine junge PolizeianwÀrterin von einer Gruppe verfolgt, zu Boden gerissen, getreten und mit dem Tod bedroht worden sein.

Am Freitag soll ein 15-JĂ€hriger an einer Bushaltestelle eine Frau angegriffen haben. Er habe dafĂŒr eine Spraydose und ein Feuerzeug als eine Art selbst gebauten Flammenwerfer benutzt. Laut der Zeitung Le Parisien erlitt die Frau Verbrennungen ersten Grades im Gesicht. Der mutmaßliche TĂ€ter wurde festgenommen.

Party mit politischem Auftrag

Davon unbeeindruckt zog die Marche des FiertĂ©s am 3. Oktober von der Place d’Italie bis zur Bastille. Eigentlich war sie fĂŒr den 27. Juni geplant, wurde dann aber wegen der Hitzewelle abgesagt. Wie viele Menschen kamen, ist umstritten. Der Veranstalter Inter-LGBT spricht von einer halben Million Teilnehmern, die Pariser PolizeiprĂ€fektur zĂ€hlte 74.000. Das ist fast ein Siebtel. Da hat offenbar jemand großzĂŒgig gerechnet.

Politisch war die Botschaft klar. Auf Plakaten stand „Fuck RN“ oder derbe SprĂŒche gegen „Faschos“. Der Pariser BĂŒrgermeister Emmanuel GrĂ©goire trug Berichten zufolge ein Transparent mit der Aufschrift „2027: solidaritĂ©, diversitĂ©, lgbt+“. Der Co-PrĂ€sident der Inter-LGBT, Alexandre Schon, sagte im Radio, die extreme Rechte und ihre „objektiven VerbĂŒndeten“ seien auf der Parade nicht willkommen.

Regenbogen und PalÀstina: eine seltsame Allianz

Videos, die schnell auf X die Runde machten, zeigen Teilnehmer mit PalĂ€stinenser-Fahnen. Von den Umzugswagen hĂ€ngen große Flaggen herab, aus den Lautsprechern kommt arabische Musik.

Das ist mehr als nur widersprĂŒchlich. Im Gazastreifen hat die islamistische Hamas jahrelang regiert. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Langem, dass homosexuelle Menschen dort verfolgt und unterdrĂŒckt werden. Ausgerechnet auf einer Parade fĂŒr die Rechte sexueller Minderheiten wird diese RealitĂ€t einfach ausgeblendet. Wie passt das zusammen?

Ein Warnsignal, auch fĂŒr Deutschland

FĂŒr viele Beobachter zeigt Paris, wie weit politische Inszenierung und Wirklichkeit auseinanderliegen können. Lehrer werden verletzt, Polizisten angegriffen und Schulen zerstört. Auf der grĂ¶ĂŸten BĂŒhne der Hauptstadt richtete sich die Wut trotzdem vor allem gegen eine Oppositionspartei, die das Land bisher nicht regiert hat.

Frankreich wĂ€hlt im Mai 2027 einen neuen PrĂ€sidenten. Bis dahin mĂŒssen die Verantwortlichen erklĂ€ren, wie SchĂŒler, Lehrer und EinsatzkrĂ€fte geschĂŒtzt werden sollen. Dieses Muster ist auch in Deutschland bekannt. FĂŒr Demonstrationen „gegen rechts“ kommen schnell viele Menschen zusammen. Bei der Frage nach der inneren Sicherheit wird es dagegen oft auffĂ€llig still, obwohl die Polizeiliche Kriminalstatistik hierzulande Rekordwerte ausweist.

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