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13.10.2026
18:30 Uhr
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Öl-Krieg am Golf: Saudis bomben Sanaa, Huthis drohen Aramco!

Öl-Krieg am Golf: Saudis bomben Sanaa, Huthis drohen Aramco!
Symbolbild: KI-generiert

Die Spirale der Vergeltung dreht sich immer schneller. Die saudisch gefĂŒhrte MilitĂ€rkoalition hat am Dienstag Treibstoff- und Raketenanlagen in und um die jemenitische Hauptstadt Sanaa ins Visier genommen. Die Huthi-Miliz kontert mit einer offenen Drohung gegen das Herz der saudischen Ölindustrie, und der Flughafen Riad bleibt geschlossen.

Evakuierungsbefehle auf beiden Seiten

Zuerst kam die Warnung. Die Koalition, die sich selbst „Koalition zur Wiederherstellung der LegitimitĂ€t im Jemen“ nennt, forderte Zivilisten auf, das Umfeld der zentralen Tankstation Al-Sabaha der staatlichen Yemen Petroleum Company zu rĂ€umen. Eine Lagekarte lieferte sie gleich mit. Kurz darauf hĂ€uften sich Berichte ĂŒber Bombardements in dem Gebiet.

Die Antwort aus Sanaa kam prompt. Die Huthi-Bewegung Ansar Allah rief saudische BĂŒrger auf, die Umgebung der Aramco-Zentrale in Dammam, des King-Khalid-Flughafens und der Aramco-Raffinerie in Riad zu verlassen. Diese Ziele werde man angreifen, falls der „saudische Feind“ seine angekĂŒndigten SchlĂ€ge auf Sanaa ausfĂŒhre, hieß es sinngemĂ€ĂŸ in der ErklĂ€rung.

13 Tote – und ein Königreich ohne Flugverkehr

Ausgelöst wurde die jĂŒngste Eskalation durch die Angriffe auf den Flughafen Riad am Wochenende. Dabei starben nach offiziellen Angaben mindestens 13 Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Einer aktuellen Mitteilung fĂŒr die Luftfahrt (NOTAM) zufolge soll der Airport mindestens bis Samstag geschlossen bleiben. Berichten zufolge sind inzwischen sogar acht saudische FlughĂ€fen gesperrt.

Die Ironie ist bitter. Seit 2015 hĂ€lt die Koalition eine Flugverbotszone ĂŒber dem Jemen aufrecht, jetzt ist der eigene Himmel zur Gefahrenzone geworden. Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) saß Medienberichten zufolge zu Wochenbeginn wegen der Sperrung in Riad fest.

Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman machte auf dem WPC-Energiekongress in Riad deutlich, wie entschlossen sein Land ist. Der Kongress findet trotz der Raketengefahr statt.

„Die Ereignisse der vergangenen Wochen sind ernst. Unsere Antwort muss ebenso ernst sein.“

„Kein ZurĂŒck“: Offensive Richtung Sanaa

Seit dem 4. Oktober lĂ€uft die Offensive „Dawn of Yemen“. Von Riad unterstĂŒtzte Regierungstruppen sollen zunĂ€chst die KĂŒste am Roten Meer im Westen des Landes zurĂŒckerobern. Am Ende soll auch Sanaa fallen, das die Huthis seit 2014 halten. Rashad al-Alimi, Vorsitzender des jemenitischen PrĂ€sidialrats, erklĂ€rte, es gebe „kein ZurĂŒck, egal welche Opfer“.

Die Huthis wollen dagegen die „brutale saudische Aggression“ weiter bekĂ€mpfen. Schon seit dem 20. Juli verhĂ€ngen sie eine Seeblockade gegen das Königreich. Und Washington? Die USA halten sich bisher zurĂŒck und liefern der Koalition demnach vor allem Geheimdienstinformationen. PrĂ€sident Trump sagte zuletzt auf die Frage nach einem Eingreifen: „Das werden wir sehen.“

Die rote Linie fĂŒr den Ölpreis

Der Ölmarkt reagierte bisher erstaunlich gelassen. Brent kostete am Montag 103,90 Dollar je Barrel, 0,8 Prozent weniger als am Ende der Vorwoche. Analysten der ING erklĂ€rten das damit, dass bislang keine Energieinfrastruktur getroffen worden sei. Genau diese Schwelle steht jetzt auf beiden Seiten zur Disposition.

Wie verwundbar Saudi-Arabien ist, zeigte 2019 der Angriff auf Abqaiq und Khurais, der zeitweise rund die HĂ€lfte der saudischen Förderung lahmlegte. FĂŒr Deutschland mit seinen ohnehin hohen Energiepreisen wĂ€re ein neuer Ölschock Gift. Berlin setzt derweil auf SymptombekĂ€mpfung: Der zweite Tankrabatt des Jahres kostet Berichten zufolge rund 2,78 Milliarden Euro in drei Monaten, bezahlt vom Steuerzahler.

Fazit: Sachwerte statt Hoffnung

Ein FlĂ€chenbrand am Golf könnte Inflation und Zinsen erneut anheizen und Papiervermögen unter Druck setzen. Physisches Gold und Silber haben sich in Krisen ĂŒber Jahrhunderte als Wertspeicher bewĂ€hrt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie zur Vermögenssicherung sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten oder Edelmetallen. Bitte informieren Sie sich selbst grĂŒndlich. FĂŒr Ihre Anlageentscheidungen sind Sie selbst verantwortlich.

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