Kostenlose Beratung07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
14.10.2026
05:55 Uhr
KI-generiert

Atom-Manöver über Italien: NATO probt den Ernstfall – Bundeswehr dabei!

Atom-Manöver über Italien: NATO probt den Ernstfall – Bundeswehr dabei!
Symbolbild: KI-generiert

Seit dem 13. Oktober 2026 trainiert die NATO in Italien den Einsatz von Atomwaffen. 17 Mitgliedstaaten nehmen an der jährlichen Übung „Steadfast Noon“ teil, die etwa bis zum 23. Oktober dauern soll. Auch die deutsche Luftwaffe ist dabei. Echte Sprengköpfe kommen nicht zum Einsatz, die politische Sprengkraft ist trotzdem gewaltig.

Von Aviano bis Sardinien: Ein ganzes Land wird zum Übungsplatz

Laut Berichten italienischer und internationaler Medien liegt der Schwerpunkt auf den Luftwaffenstützpunkten Aviano im Friaul und Ghedi bei Brescia. Weitere Standorte sind Amendola, Gioia del Colle und Trapani. Geflogen, geschossen und mit Drohnen geübt wird vor allem über dem zentralen Tyrrhenischen Meer zwischen Sardinien und den Küsten von Latium und Kampanien. Dazu kommt Zentralsardinien mit dem Schießplatz Salto di Quirra.

Geübt werden Abläufe, Abstimmung und Sicherheitsstandards: simulierte Alarmierungen, das Beladen der Flugzeuge und Einsätze mit sogenannten dual-fähigen Kampfjets, die sowohl konventionell als auch nuklear bewaffnet werden können. Militärexperten zufolge proben die Teilnehmer auch, wie die Waffen aus unterirdischen Magazinen zu den Maschinen gebracht werden. Die Hauptrolle spielen dabei die USA, die Flugbesatzungen und Wartungspersonal stellen.

Mit dabei sind diesmal drei Staaten mehr als im Vorjahr, darunter die Türkei. Frankreich fehlt, weil es nicht zur Nuklearen Planungsgruppe der NATO gehört. Für Italien ist es das erste Mal seit 2023 und insgesamt das sechste Mal als Gastgeber.

Deutsche Tornados im Anflug auf Aviano

Für deutsche Leser besonders interessant: Nach Angaben eines Luftwaffensprechers hat die Bundeswehr drei Tornados des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 nach Aviano verlegt. Mehrere Dutzend deutsche Soldaten sind beteiligt. Normalerweise stehen die Jets im rheinland-pfälzischen Büchel. Dort sollen nach offiziell nie bestätigten Angaben US-Atombomben lagern, die im Ernstfall im Rahmen der nuklearen Teilhabe von deutschen Piloten abgeworfen werden könnten.

Nach Schätzungen von Fachleuten lagern rund 100 Bomben vom Typ B61-12 auf sechs europäischen Stützpunkten. Zum Umfang der Übung macht die NATO kaum Angaben. Er solle mit dem Vorjahr vergleichbar sein, als rund 2.000 Soldaten und mehr als 70 Flugzeuge beteiligt waren.

„Routine“ oder Machtdemonstration?

Die italienische Luftwaffe nennt das Manöver eine gewöhnliche Routineplanung. NATO-Generalsekretär Mark Rutte klingt deutlich entschlossener. Die Übung sichere eine glaubwürdige Fähigkeit,

„um den Frieden zu bewahren, Zwang zu verhindern und Aggression abzuschrecken“.

Außerdem sende sie nach seinen Worten „eine klare Botschaft der Einheit und Entschlossenheit“. Die Leiterin der NATO-Nuklearpolitik, Nassima Barrows, versicherte, die Übung sei „vorhersehbar“ und gebe keinen Anlass zu Sorge oder Fehleinschätzungen. In Moskau sieht man das anders: Russland erkennt darin keinen Beitrag zur Entspannung. Im Bündnis nimmt man diese Kritik allerdings kaum ernst. Und angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs ist „Routine“ ein ziemlich mutiges Wort.

Ärger im römischen Parlament

Auch in Italien gibt es Widerstand. Die Grünen haben eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Guido Crosetto gestellt. Ihr Vorwurf: Die Abgeordneten seien offenbar zuerst über technische Unterlagen für Piloten informiert worden. Co-Sprecher Angelo Bonelli verlangt, dass Italien dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und den Abzug der US-Sprengköpfe fordert:

„Sicherheit entsteht durch Abrüstung und Diplomatie, nicht durch die Simulation der Apokalypse über unseren Köpfen.“

Was bleibt für die Bürger?

Die Übung zeigt, wie stark sich die Sicherheitslage in Europa verändert hat. Atomare Abschreckung, lange ein Thema für Fachleute, ist wieder politischer Alltag. Für Deutschland stellt sich damit eine unbequeme Frage: Wie viel Mitsprache hat ein Land, dessen Abschreckung letztlich von Entscheidungen in Washington abhängt?

In unruhigen Zeiten setzen viele Sparer auf Werte, die nicht vom Kurs der Politik abhängen. Physisches Gold und Silber haben sich in Krisen über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Wertpapiere oder Edelmetalle zu kaufen oder zu verkaufen. Bitte informieren Sie sich selbst, bevor Sie etwas entscheiden. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie allein verantwortlich.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“