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Kettner Edelmetalle
22.05.2026
11:41 Uhr

Sozialistischer Sumpf in Madrid: Ex-Premier Zapatero wegen Korruption angeklagt

Spanien erlebt ein politisches Erdbeben historischen Ausmaßes. Erstmals in der Geschichte der iberischen Demokratie muss sich ein ehemaliger Regierungschef strafrechtlich verantworten – und ausgerechnet die Ikone der spanischen Sozialisten, JosĂ© Luis RodrĂ­guez Zapatero, sieht sich nun mit einem ganzen Strauß schwerwiegender VorwĂŒrfe konfrontiert. Korruption, illegale Einflussnahme, GeldwĂ€sche – das SĂŒndenregister liest sich wie das Drehbuch eines dĂŒsteren Politthrillers. Pikantes Detail am Rande: Die Spur fĂŒhrt direkt in das sozialistische Bruderland Venezuela und damit zum autoritĂ€ren Regime des NicolĂĄs Maduro.

Eine Fluggesellschaft, ein Steuerzahler-Kredit und sehr viele Fragen

Im Zentrum der Ermittlungen, die der Nationale Gerichtshof in Madrid am 19. Mai aufgenommen hat, steht die obskure Fluggesellschaft Plus Ultra. Ein Unternehmen mit venezolanischen EigentĂŒmern, dĂŒnner Flotte, dĂŒrftiger Marktbedeutung und – wenig ĂŒberraschend – engen Verbindungen zum Maduro-Regime. WĂ€hrend der Corona-Pandemie geriet der Mini-Carrier in finanzielle Turbulenzen. Was tat die spanische Regierung? Sie warf der maroden Airline einen staatlich vermittelten Rettungskredit ĂŒber sage und schreibe 53 Millionen Euro hinterher. Steuergeld, versteht sich.

Den Ermittlungen zufolge soll Zapatero als zentraler Strippenzieher im Hintergrund die FĂ€den gezogen und direkten politischen Druck ausgeĂŒbt haben, damit der fragwĂŒrdige Kredit ĂŒberhaupt durchgewinkt wurde. Auch die zustĂ€ndige Beteiligungsgesellschaft SEPI machte offenbar eine bemerkenswert schlechte Figur: Der eigentlich vorgeschriebene interne PrĂŒfbericht, der die KreditwĂŒrdigkeit hĂ€tte belegen mĂŒssen, soll schlicht nicht existiert haben. Plus Ultra habe zudem Bilanzen geschönt, die wirtschaftlichen Aussichten seien von Anfang an desaströs gewesen. Im Gegenzug, so der Verdacht, sollen rund zwei Millionen Euro an illegalen Provisionen in Zapateros Umfeld geflossen und ĂŒber Briefkastenfirmen reingewaschen worden sein.

Ein Regierungschef in der Bredouille

FĂŒr Spaniens amtierenden MinisterprĂ€sidenten Pedro SĂĄnchez kommt der Skandal zur Unzeit – wenn es ĂŒberhaupt einen passenden Zeitpunkt fĂŒr KorruptionsaffĂ€ren gibt. SĂĄnchez, der Zapatero als politischen Ziehvater verehrt, stellte sich im Parlament demonstrativ schĂŒtzend vor seinen Mentor und wies RĂŒcktrittsforderungen barsch zurĂŒck. Belehrungen von jenen, „die selbst so viel zu verbergen hĂ€tten", konterte er pampig. Eine kĂŒhne Aussage angesichts der eigenen Lage.

Denn gegen seine Ehefrau Begoña Gómez wird ebenfalls ermittelt. Der Vorwurf: Sie soll ihren Status als First Lady genutzt haben, um befreundeten Unternehmen lukrative StaatsauftrÀge zuzuschanzen. Im Gegenzug hÀtten diese Firmen ihre akademischen Projekte an einer Madrider UniversitÀt gesponsert. Hinzu kommt der Verdacht der Veruntreuung. Ein klassisches GeschÀft auf Gegenseitigkeit, das man landlÀufig mit einem unschönen Wort umschreibt.

Maskendeals, Mauscheleien, Machtmissbrauch

Doch damit nicht genug: Auch SĂĄnchez' frĂŒherer Verkehrsminister JosĂ© Luis Ábalos hĂ€ngt in den Ermittlungen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Veruntreuung im Zusammenhang mit dubiosen Maskendeals wĂ€hrend der Pandemie. Die Liste der Skandale, die das sozialistische Establishment Spaniens erschĂŒttern, wird lĂ€nger und lĂ€nger. Es scheint, als sei die Pandemie fĂŒr gewisse politische Kreise weniger Gesundheitskrise als vielmehr Goldgrube gewesen.

Ein bekanntes Muster der europÀischen Linken

Wer die politische Landschaft Europas aufmerksam beobachtet, dem dĂŒrfte das Schema vertraut vorkommen. Linke Regierungen, die sich moralisch ĂŒber alle Zweifel erhaben wĂ€hnen, predigen Tugend, soziale Gerechtigkeit und Antikorruption – wĂ€hrend im Maschinenraum der Macht offenbar ganz andere Mechanismen am Werk sind. Ob in BrĂŒssel mit dem Katar-Skandal, in Berlin mit den unzĂ€hligen MaskenaffĂ€ren oder nun in Madrid: Die Selbstgerechtigkeit der politischen Linken steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu den RealitĂ€ten in ihren eigenen Reihen.

Besonders pikant ist der venezolanische Bezug der AffĂ€re. Zapatero, seit Jahren als wohlwollender „Vermittler" zwischen Madrid und Caracas aufgetreten, pflegt seit langem auffallend herzliche Beziehungen zum sozialistischen Regime Maduros – jenem System, das Venezuela in Armut, Hunger und Massenflucht gestĂŒrzt hat. Dass nun ausgerechnet ein venezolanisches Unternehmen im Zentrum der VorwĂŒrfe steht, dĂŒrfte kaum als Zufall durchgehen.

Vertrauensverlust und die Suche nach sicheren Werten

Zapatero selbst weist sĂ€mtliche VorwĂŒrfe vehement zurĂŒck. Das spanische Recht sieht nun vor, dass er zunĂ€chst vor einem Ermittlungsrichter aussagen muss. Sollte die Beweislage genĂŒgen, ĂŒbernimmt die Staatsanwaltschaft. Bis dahin gilt selbstverstĂ€ndlich die Unschuldsvermutung – ein Grundsatz, den die Linke in eigener Sache gerne reklamiert, anderen jedoch hĂ€ufig verweigert.

Fest steht: Das Vertrauen der BĂŒrger in ihre politische Klasse erodiert weiter – nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa. Wenn Regierungen das Geld der Steuerzahler in dubiose Unternehmen pumpen, wenn Ehefrauen von Regierungschefs ihre Stellung monetarisieren und wenn ehemalige MinisterprĂ€sidenten als mutmaßliche Strippenzieher krimineller Netzwerke auftreten, dann darf man sich ĂŒber Politikverdrossenheit nicht wundern. In einer solchen Zeit suchen immer mehr Menschen nach Werten, die nicht von politischen Launen und Korruptionsskandalen abhĂ€ngen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie als stabiler Anker in stĂŒrmischen Zeiten dienen können – fernab von politischen Mauscheleien und staatlichen Versagensmustern.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Die geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzufĂŒhren und bei Bedarf qualifizierte fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen. FĂŒr Anlageentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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