280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
01.10.2026
12:34 Uhr
KI-generiert

Silber stürzt ab: Wie die Fed-Falken das weiße Metall unter Druck setzen

Silber stürzt ab: Wie die Fed-Falken das weiße Metall unter Druck setzen
Symbolbild: KI-generiert

Silber ist zum Wochenauftakt regelrecht eingebrochen. Am Montag fiel der Preis während des europäischen Handels um 4,3 Prozent auf rund 61,50 US-Dollar je Feinunze. Auslöser waren steigende US-Anleiherenditen und die wachsende Sorge, die US-Notenbank könnte die Zinsen schon bald erneut anheben.

Ende August hatte Silber kurzzeitig noch über der Marke von 70 Dollar notiert, nach einem Monatsplus von mehr als 20 Prozent. Davon ist nun nicht mehr viel übrig.

Renditen auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten

Den größten Druck machen die Zinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegte sich Berichten zufolge nahe ihrem 19-Jahres-Hoch von 5,23 Prozent, das am Freitag erreicht worden war. So teuer war Geld für Washington zuletzt im Jahr 2007, also kurz vor der großen Finanzkrise.

Für Silber ist das Gift. Das Metall wirft weder Zinsen noch Dividenden ab. Bringt eine vermeintlich sichere Staatsanleihe plötzlich über fünf Prozent, schichten viele Großanleger um, zumindest kurzfristig. Hinzu kommt der Ölpreis. Die anhaltenden Störungen der Energieversorgung durch den Nahost-Konflikt heizen die Inflationssorgen an. Die Sorte Brent kostete zuletzt fast 100 Dollar je Barrel.

Starker Arbeitsmarkt befeuert die Zinsfantasie

Ausgerechnet gute Konjunkturdaten verschärfen das Problem. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in den USA auf 197.000 und lagen damit unter den erwarteten 200.000. Analysten der Deutschen Bank sehen darin eine Bestätigung, dass die US-Wirtschaft kräftig wachse. Das verschaffe der Fed Spielraum, die Zinsen weiter anzuheben.

Den Analysten zufolge sank auch der Vier-Wochen-Durchschnitt der Anträge auf 202.250. Diese Kennzahl soll Fed-Chef Kevin Warsh in der Vergangenheit selbst herangezogen haben. Am Montag preiste das FedWatch-Tool der CME eine Wahrscheinlichkeit von knapp 68 Prozent für eine weitere Zinserhöhung im Oktober ein. Erst im September hatte die Notenbank die Zinsen zum ersten Mal seit 2023 angehoben.

Der nächste Härtetest kommt am Freitag

Mit Spannung warten die Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht für September, der am Freitag erscheint. Erwartet werden etwa 100.000 neue Stellen nach 162.000 im August. Fällt die Zahl schwächer aus, könnte die Zinsangst schnell nachlassen.

Charttechnik: Die 60-Dollar-Marke im Visier

Charttechniker sehen kurzfristig eher Abwärtsdruck. Silber notiert unter dem exponentiellen 20-Tage-Durchschnitt bei 64,74 Dollar. Der Relative-Stärke-Index liegt bei rund 40 und signalisiert damit Schwäche, aber noch keinen Ausverkauf. Einen ersten Widerstand sehen Analysten bei 62,26 Dollar, nach unten rückt die runde Marke von 60 Dollar in den Blick.

Neue Wendung: Williams bremst die Falken

Inzwischen hat sich das Bild etwas aufgehellt. Am Dienstag erklärte John Williams, Präsident der New Yorker Fed, Medienberichten zufolge, eine weitere Zinserhöhung im Laufe des Jahres könne angemessen sein. Die Zinserhöhung vom September verschaffe den Notenbankern aber Zeit, Eile sei nicht geboten.

Danach sank die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Oktober laut Berichten von etwa 70 auf rund 50 Prozent. Silber stabilisierte sich bei gut 61 Dollar, Gold stieg wieder über 4.200 Dollar.

Was der Rücksetzer für Edelmetall-Anleger bedeutet

Kurzfristig bestimmen Renditen, Dollar und Notenbank den Silberpreis. Daran lässt sich nichts ändern. Der Rückgang folgt allerdings auf einen außergewöhnlich starken Anstieg im Sommer. Die Gründe für Edelmetalle bleiben bestehen: Inflation, steigende Energiepreise, geopolitische Krisen und Staatsschulden, die in Washington wie in Berlin immer weiter wachsen.

Der Anleihemarkt zeigt außerdem, dass selbst die Weltleitwährung nicht unbegrenzt billig Kredit bekommt. Gerade das spricht dafür, physisches Gold und Silber als Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen zu halten. Wer langfristig denkt, muss solche Rücksetzer nicht fürchten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Edelmetallen dar. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen