
Krawalle in Frankreich: Jetzt zittern sogar die Börsen in Tokio!

Die Unruhen in Frankreich ziehen Kreise bis nach Asien. Am Dienstag gaben die Börsen in Fernost nach, belastet von geopolitischen Risiken und dem Chaos auf Frankreichs Straßen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verlor in Tokio 0,6 Prozent und schloss bei 64.512 Punkten.
Shanghai trat fast auf der Stelle. Von Aufbruchstimmung keine Spur. Dazu kam die Wartehaltung vor den Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne wie Meta und Tesla.
Paris brennt, die Märkte rechnen
Was ist passiert? Medienberichten zufolge kam es am Wochenende bei Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten in mehreren französischen Städten zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen. Laut den Berichten wurden mindestens 3.000 Geschäfte beschädigt oder ausgeräumt, fast 1.000 Polizisten sollen verletzt worden sein.
Premierminister Sébastien Lecornu hat lokale Ausgangssperren angekündigt. In Lille, Douai, Wattignies und Denain gelten sie nachts für Minderjährige. Präsident Emmanuel Macron lehnt einen Rücktritt seines Innenministers Medienberichten zufolge ab. Wer die Bilder sieht, fragt sich: Hat Paris die Lage überhaupt noch im Griff?
Das eigentliche Risiko steckt in den Staatsanleihen
Für Investoren geht es um mehr als zerbrochene Schaufenster. Chris Weston, Analysechef beim Broker Pepperstone, sagte, das Risiko französischer Staatsanleihen werde inzwischen klar in die Kurse europäischer Aktien eingepreist. Das heißt im Klartext: Die Anleger trauen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone immer weniger.
Dafür gibt es Gründe. Frankreich ist hoch verschuldet, seit Jahren wechseln die Regierungen, und Reformen bleiben stecken. Wenn der Staat dazu noch auf der Straße die Kontrolle verliert, steigen die Risikoaufschläge. Am Montag ging es schon in Europa kräftig abwärts: Der Dax schloss deutlich im Minus, Rheinmetall war laut Berichten der größte Verlierer im Leitindex.
Europa als Brandherd
Frankreich steht nicht allein da. Medienberichten zufolge hat auch Mailand eine Welle der Gewalt erlebt, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni will mit einem Dekret dagegen vorgehen. Gewalt auf den Straßen, Sorgen um die Schulden, Regierungen in der Defensive. Das alles trifft auf einen Kontinent, der wirtschaftlich ohnehin schwächelt.
Was das für deutsche Sparer bedeutet
Für Deutschland ist das keine Nachricht aus der Ferne. Wer für Frankreichs Schulden mithaftet, sitzt in der Eurozone im selben Boot. Gerät Paris ins Wanken, wackelt das gemeinsame Haus. Aus Sicht unserer Redaktion macht auch Berlin mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen gerade dieselbe Rechnung auf Pump auf.
Dazu kommt die Abhängigkeit von wenigen US-Tech-Riesen, die weltweit die Indizes treiben. Halten Meta, Tesla und Co. nicht, was die Anleger erwarten, könnte die nächste Welle durch die Depots rollen. Wie stabil ist ein Markt, der von den Zahlen einer Handvoll Konzerne lebt?
Fazit: Sicherheit wird knapp
Krawalle, Staatsschulden und nervöse Anleger wirken sich weltweit aus. Wer sein Vermögen schützen will, sollte breit streuen. Physisches Gold und Silber haften nicht für fremde Schulden. Sie hängen von keiner Regierung und von keinem Quartalsbericht ab. Als Beimischung in einem gut gestreuten Portfolio können sie für mehr Stabilität sorgen, wenn die Märkte schwanken.
Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
- Themen:
- #Aktien
- #Insolvenzen
- #Sparen
Kostenloses Live-Webinar
Der digitale Euro kommt
Was er für Ihr Erspartes bedeutet und wie Sie jetzt vorsorgen.

DieterBohlen
ErnstWolff
Prof. Dr.Werner
Tom-OliverRegenauer
JochenStaiger
GeraldGrosz
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













