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KI-generiert

Gold hält die 4.000-Dollar-Festung: Wer zuckt zuerst?

Gold hält die 4.000-Dollar-Festung: Wer zuckt zuerst?
Symbolbild: KI-generiert

Ausverkauf bei Tech-Aktien, Ölpreis-Schock, neue Zinsangst: Am 23. Oktober wurde der Goldpreis heftig durchgeschüttelt und rutschte bis an die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze. Durchgebrochen ist er nicht. Käufer standen bereit und fingen den Absturz an der wichtigsten Haltelinie des Jahres auf.

Laut Bloomberg notierte das Edelmetall zeitweise nahe einem Dreimonatstief. Noch am Vortag hatte der US-Händler USAGOLD einen Preis von 4.084 Dollar gemeldet. Danach nahmen die Schwankungen deutlich zu.

Wenn die KI-Blase wackelt, muss Gold bluten

Was steckt hinter dem Rücksetzer? Vor allem ein Liquiditätsengpass an den Märkten. Geraten KI-Aktien und andere Hoffnungswerte unter Druck, müssen viele Investoren schnell Geld beschaffen. Sie decken Verluste oder bedienen Nachschussforderungen ihrer Broker, die sogenannten Margin Calls.

Dafür verkaufen sie, was sich am schnellsten zu Geld machen lässt, und das sind Gold- und Silber-Futures. Ironie der Geschichte: Gold muss für die Exzesse am Aktienmarkt geradestehen. Die physische Nachfrage hat dagegen nicht nachgelassen. Genau deshalb konnte die 4.000-Dollar-Linie fürs Erste gehalten werden.

Hormus, Öl und die Fed: ein gefährlicher Mix

Den zweiten Dämpfer lieferte der Ölmarkt. Die Lage an der Straße von Hormus spitzt sich weiter zu. Medienberichten zufolge hat Iran seine Angriffe auf Handelsschiffe in der Meerenge zuletzt noch verstärkt. Die Ölpreise stiegen und mit ihnen die Wetten, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen weiter anheben könnte.

Der Mechanismus wirkt erst einmal paradox. Teures Öl treibt die Inflation, und eigentlich ist Gold der klassische Inflationsschutz. Antwortet die Fed aber mit einer harten Zinspolitik, steigen die Realzinsen. Dann wird das Halten von Gold, das keine Zinsen abwirft, für Finanzinvestoren teurer. Die übliche Flucht in den sicheren Hafen fällt deshalb vorerst aus, obwohl die Krisenlage danach verlangt.

Starker Arbeitsmarkt, schwache Hoffnung auf Zinssenkungen

Gegenwind kam auch aus Washington. Einem Bericht zufolge fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf ein Dreimonatstief. Solange der Arbeitsmarkt so robust bleibt, hat die Fed kaum Grund, die Zinsen zu senken. An den Märkten richtet man sich zunehmend auf dauerhaft hohe Zinsen ein.

Silber erwischt es härter

Noch stärker ging es bei Silber abwärts. Laut USAGOLD fiel der Preis am 22. Oktober auf 55,94 Dollar je Unze. Der kleinere Markt und die Abhängigkeit von der Industrie verstärken solche Ausschläge. Damit öffnete sich das Gold-Silber-Verhältnis weiter zugunsten von Gold.

Zur Einordnung: Im Januar war Gold Berichten zufolge bis auf rund 5.598 Dollar gestiegen. Seitdem prägen Geopolitik und Notenbanken das Bild. Langfristig hat das Metall trotzdem an Bedeutung gewonnen. Medienberichten zufolge hat Gold US-Staatsanleihen inzwischen als größten Posten in den weltweiten Währungsreserven abgelöst. Die Zentralbanken der Welt halten an Gold fest.

Showdown bei der Fed

Experten werten es als Zeichen von Stärke, dass Gold trotz Tech-Korrektur, Zinsangst und robustem Arbeitsmarkt über 4.000 Dollar geblieben ist. Wie es weitergeht, hängt nun vor allem von zwei Faktoren ab: von den nächsten Signalen der US-Notenbank, deren Sitzung Berichten zufolge am 28. Oktober ansteht, und von der Lage am Ölmarkt.

Für langfristig denkende Sparer ändert ein solcher Rücksetzer wenig. Die Gründe für Gold sind geblieben: Staaten machen hohe Schulden, Geopolitik ist unberechenbar, und Papierwerte werden schnell nervös. Physisches Gold und Silber können deshalb als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein. Sie sollen keine schnellen Gewinne bringen, sondern Vermögen absichern.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten dar. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die volle Verantwortung.

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