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KI-generiert

Erst Ausverkauf, dann Rakete? Das Gold-Szenario mit 7.500 Dollar

Erst Ausverkauf, dann Rakete? Das Gold-Szenario mit 7.500 Dollar
Symbolbild: KI-generiert

Gold fällt unter 4.000 Dollar, Minenaktien brechen ein. Mitten in dieser nervösen Phase legt ein bekannter US-Marktkommentator ein zweistufiges Szenario vor: Zuerst könnte das Edelmetall bei einem echten Börsencrash auf 3.000 bis 3.500 Dollar je Unze abrutschen. Danach hält er einen Sprung auf 7.500 Dollar oder mehr für denkbar.

Panik an den Märkten: Verkauft wird, was sich verkaufen lässt

Die Lage ist angespannt. Medienberichten zufolge hat Gold gerade die schwächste Woche seit fünf Monaten hinter sich und notierte zeitweise so tief wie seit Juli nicht mehr. Als Gründe werden Margin Calls, steigende Ölpreise und die wachsende Furcht vor Zinserhöhungen vor der Fed-Sitzung in dieser Woche genannt. Silber schloss unter 54 Dollar.

Bei den Goldminen ging es noch steiler bergab. Auf Monatssicht verloren sie laut der Analyse 16,5 Prozent, während der Nasdaq-ETF QQQ nur 5,75 Prozent nachgab. Über drei Monate gerechnet liegen die Minen aber weiterhin rund sechs Prozent vor dem Technologieindex.

Für den Autor ist das kein Alarmsignal. Genau so etwas habe er seit Jahren erwartet. Wenn Hebel abgebaut werden, verkaufen Anleger nicht das, was sie loswerden wollen, sondern das, was sich schnell zu Geld machen lässt. Nachschussforderungen müssen bedient und Kredite getilgt werden. Dabei fliegen auch solide Werte aus den Depots.

Warum physisches Gold anders tickt als Minenaktien

Ein Punkt der Analyse dürfte Besitzer von Barren und Münzen besonders interessieren. Minen sind am Ende Aktien. Sie reagieren mit einem Hebel auf den Goldpreis und lassen sich deshalb in der Panik viel leichter abstoßen als physisches Metall. Der Kursrutsch bei den Minen sagt also wenig über den eigentlichen Wert des Goldes aus.

Zur Einordnung ein Blick zurück: Vor fünf Jahren kostete die Unze etwa 1.900 Dollar. Selbst bei einem Rückfall auf 3.000 Dollar läge das Plus noch bei rund 58 Prozent. Nach dem Ende eines langfristigen Aufwärtstrends sieht das nicht aus. Es zeigt eher, wie viel Kaufkraft der Dollar inzwischen verloren hat.

Phase zwei: Wenn die Notenbank wieder Geld druckt

Entscheidend sei aber, was nach dem Ausverkauf passiere. Zuerst komme der deflationäre Schock: Die Kurse fallen und alle wollen Dollar. Danach komme die Antwort der Politik. Angesichts der riesigen US-Staatsschulden, der hohen Defizite und der stark steigenden Zinslast werde Washington nach Einschätzung des Autors eher eingreifen, als dauerhaft zu sparen.

Er rechnet mit Zinssenkungen, neuen Anleihekäufen und Liquiditätshilfen. Die Inflation binde der Fed derzeit zwar die Hände. Einen Vorwand zum Lockern werde man aber finden. Im Podcast „Macro Dirt“ sagte er am 6. Oktober sinngemäß:

„Ich glaube, Gold wird mit nach unten gerissen, und die Minen werden prozentual wohl noch stärker fallen als Gold.“

Von einem solchen Tief aus hält er 7.500 oder sogar 10.000 Dollar für möglich. Von 3.000 Dollar aus wären 7.500 Dollar ein Plus von 150 Prozent, von 3.500 Dollar aus etwa 114 Prozent. Der Autor räumt selbst ein, dass nichts davon sicher ist. Die Fed könnte länger hart bleiben, und die Erholung könnte deutlich länger dauern.

Echte Gewinne statt KI-Versprechen

Wie stark die Branche trotz des Kursrutsches dasteht, zeigen die aktuellen Quartalszahlen von Newmont. Der weltgrößte Goldproduzent meldete 6,36 Milliarden Dollar Umsatz, 2,48 Milliarden Dollar Nettogewinn und 1,9 Milliarden Dollar freien Cashflow. Er verfügt über 8,8 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Der Autor stellt das bewusst gegen hoch bewertete KI-Firmen, deren Wert vor allem auf Zukunftsversprechen beruht. In der Panik würden beide verkauft, verdient habe es aber nicht jeder.

Fazit: Wer Nerven behält, ist im Vorteil

Die Ursachen für den Goldboom sind nicht verschwunden. Die Schulden wachsen, Zentralbanken schichten ihre Reserven weg von Staatsanleihen um, und das Finanzsystem hängt am Tropf des billigen Geldes. Auch die Rekordschulden der Großen Koalition in Berlin passen ins Bild. Physisches Gold und Silber bleiben deshalb aus unserer Sicht eine sinnvolle Beimischung für ein breit gestreutes Vermögen. Gerade dann, wenn kurzfristige Ausschläge viele Anleger verunsichern.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für einzelne Wertpapiere dar. Er gibt unsere Meinung und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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