Kostenlose Beratung07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
02.10.2026
06:32 Uhr
KI-generiert

Rickards warnt: Washington will seine Schulden weginflationieren!

Rickards warnt: Washington will seine Schulden weginflationieren!
Symbolbild: KI-generiert

Die USA haben mehr als 40 Billionen Dollar Schulden, allein fĂĽr Zinsen geht inzwischen rund eine Billion Dollar pro Jahr drauf. Der Finanzautor Jim Rickards sagt in einem aktuellen Interview offen, wie Washington da herauskommen wolle: ĂĽber die Inflation. Bezahlen sollen das nach seiner Ansicht die Sparer, und dagegen schĂĽtze vor allem Gold.

Die Anleihemärkte werden nervös

Rickards ist Jurist und Autor des Bestsellers „Currency Wars“. Er hat die US-Geheimdienste zu finanziellen Bedrohungen beraten. Seine Diagnose lautet: Niemand in Washington habe vor, die Schulden jemals zu tilgen. Es gehe nur darum, sie zu vertretbaren Zinsen immer weiter zu verlängern.

Genau das wird gerade schwieriger. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte am Donnerstag 5,34 Prozent, so viel wie seit 2002 nicht mehr. In Großbritannien stieg die 30-jährige Rendite erstmals seit 1998 über 6 Prozent. Jeder Zehntelpunkt mehr verteuert die Refinanzierung. Das Haushaltsbüro des Kongresses rechnet für das laufende Fiskaljahr mit Netto-Zinskosten von etwa einer Billion Dollar.

Der Trick aus der Nachkriegszeit

Als Vorbild nennt Rickards die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Laut Daten der Federal Reserve von St. Louis lag die Staatsverschuldung 1946 bei etwa 118 Prozent der Wirtschaftsleistung, 1981 nur noch bei rund 31 Prozent. Die Schulden selbst seien in dieser Zeit aber gestiegen, sogar auf das Dreifache. Gewachsen sei vor allem das nominale Bruttoinlandsprodukt, und zu einem groĂźen Teil lag das an steigenden Preisen.

„Inflation favors the debtor.“ (Inflation begünstigt den Schuldner.)

Der größte Schuldner der Welt seien die Vereinigten Staaten, sagt Rickards. Sie zahlen am Ende denselben Dollarbetrag zurück, der dann aber deutlich weniger wert ist. Die US-Notenbank widerspricht: Sie hob im September erstmals seit 2023 die Zinsen an. Fed-Chef Kevin Warsh nannte die Inflation „too high ... for too long“, also zu hoch und das schon zu lange.

Wie die Inflation Ersparnisse auffrisst

Dafür muss die Inflation gar nicht dramatisch sein. Schon bei 3 Prozent pro Jahr halbiert sich die Kaufkraft eines Dollars laut Rickards in etwa 24 Jahren. Bei 4 oder 5 Prozent schmelze das Geld in der Hand wie ein Eiswürfel. Am härtesten treffe es Menschen ohne Vermögenswerte und Rentner, denn ihre Anpassungen kämen immer erst, wenn die Preise schon gestiegen sind.

Die Folgen zeigen sich bereits. Nach Angaben der US-Statistikbehörde BEA stiegen die realen Konsumausgaben im August um 0,6 Prozent, die realen Einkommen dagegen gar nicht. Die Sparquote fiel auf 4,1 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit 2022. Deutsche Leser kennen das Prinzip: Auch Berlin hat mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen eine Schuldenlast angehäuft, die am Ende die Bürger tragen.

Russlands Gold: Der Praxistest

Das stärkste Argument für Gold liefert für Rickards das Jahr 2022. Damals froren westliche Staaten rund 300 Milliarden Dollar an russischen Reserven im Ausland ein. An das Gold, das Moskau im eigenen Land lagerte, kam dagegen niemand heran. Russlands Notenbank besaß Anfang August rund 73,2 Millionen Unzen. Bei einem Preisanstieg von etwa 1.900 auf rund 4.160 Dollar je Unze ergibt das einen Buchgewinn von etwa 165 Milliarden Dollar. Auch die Bundesbank lagert übrigens bis heute einen beträchtlichen Teil ihres Goldes in New York.

Gold markierte am 28. Januar mit 5.589,38 Dollar ein Rekordhoch und notierte zuletzt um 4.158 Dollar, also immer noch über dem Vorjahreswert von etwa 3.866 Dollar. Die Zentralbanken kaufen seit vier Jahren jeweils rund 1.000 Tonnen pro Jahr. China hat nach offiziellen Angaben seine Bestände im August den 22. Monat in Folge aufgestockt. Rickards sieht in diesen Käufen einen Boden unter dem Goldpreis. Für ihn ist das ein asymmetrisches Geschäft mit begrenztem Risiko nach unten. Er warnt aber: Wer Futures, ETFs oder nicht zugeordnete Goldkonten besitze, habe nur einen Vertrag und kein echtes Gold.

Diesel als nächster Preistreiber

Die etwas niedrigere Kerninflation von 3,0 Prozent hält Rickards nicht für eine Entwarnung. Die Preise stiegen weiter, nur etwas langsamer. Den nächsten Schub erwartet er bei der Energie. Die Spanne zwischen Rohöl- und Dieselpreis erreichte im September einen Rekord von rund 110 Dollar pro Barrel. Weil fast alle Waren irgendwann per Lkw transportiert werden, schlägt teurer Diesel auf die Preise aller Güter durch. Sein Rezept stammt aus den 1970er-Jahren: Sachwerte wie Gold und Silber.

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist fĂĽr seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“