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17.10.2026
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Nach Krebs-OP: Papst Leo XIV. verlÀsst schon nach vier Tagen die Klinik!

Nach Krebs-OP: Papst Leo XIV. verlÀsst schon nach vier Tagen die Klinik!
Symbolbild: KI-generiert

Nur vier Tage nach der Entfernung eines bösartigen Lungentumors kehrt Papst Leo XIV. am Samstag in den Vatikan zurĂŒck. Das teilte der Heilige Stuhl mit. Am Sonntag will der 71-JĂ€hrige vom Fenster seiner Wohnung aus das Angelus-Gebet sprechen. Ob der Krebs damit besiegt ist, kann aber noch niemand sagen.

Ein Lungenlappen weg, der Alltag zurĂŒck

Operiert wurde am Dienstag in der römischen Gemelli-Klinik. Ein Ärzteteam unter Leitung des Chirurgen Stefano Margaritora entfernte medizinischen Angaben zufolge in etwa 90 Minuten den unteren Lappen des rechten LungenflĂŒgels. Darin saß ein Lungenadenokarzinom, eine der hĂ€ufigsten Formen von Lungenkrebs. Der Eingriff soll ohne Komplikationen verlaufen sein.

Seitdem zeigen Blutwerte und Röntgenbilder des Brustkorbs laut Vatikan eine anhaltende Besserung. Leo XIV. erhÀlt Atem-Physiotherapie. Das Bulletin hÀlt fest, er bewÀltige seinen Tagesablauf wieder vollstÀndig ohne fremde Hilfe.

Mit welcher Disziplin er das tut, zeigen die Tage in der Klinik. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Krankenhauses feierte er eine Messe. Und am Freitag telefonierte er mit Wladimir Putin, um ihn zu einer Waffenruhe in Oleschky zu drĂ€ngen. Die Frontstadt im SĂŒden der Ukraine ist von russischen Truppen besetzt.

Die entscheidende Frage bleibt offen

So erfreulich die Entlassung ist: Sie ist ein Zwischenstand, keine Entwarnung. Der Vatikan hat bisher nicht mitgeteilt, wie groß der Tumor war und ob es weitere Knoten gab. Auch zu einem möglichen Befall der Lymphknoten schweigt das Bulletin.

An diesen Befunden hĂ€ngt alles. Erst sie zeigen, ob regelmĂ€ĂŸige Kontrollen genĂŒgen oder ob zusĂ€tzlich Chemotherapie oder Bestrahlung nötig werden. Den Knoten hatte der Papst ĂŒbrigens selbst öffentlich gemacht: Beim Angelus am vergangenen Sonntag sprach er von einem Befund aus einer Kontrolluntersuchung, der in einem „sehr frĂŒhen Stadium“ entdeckt worden sei. Zwei Tage danach lag er auf dem OP-Tisch.

Was LungenÀrzte sagen

Fachleute sind vorsichtig optimistisch. JĂŒrgen Behr, Pneumologe an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen, sagt, ohne einen Lungenlappen sinke die Lungenleistung typischerweise um 10 bis 20 Prozent. Im Alltag merke man das oft kaum. Torsten Bauer, Chefarzt der Pneumologie am Berliner Helios Klinikum Emil von Behring, glaubt ebenfalls nicht an eine spĂŒrbare EinschrĂ€nkung, sofern die Lunge vor der Operation normal gearbeitet habe.

DafĂŒr spricht einiges. Bisher waren beim ersten US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri keine Gesundheitsprobleme bekannt. Er gilt als Nichtraucher und hĂ€lt sich mit Tennis, Schwimmen und regelmĂ€ĂŸigem Training fit.

Ganz anders als bei Franziskus

Viele GlĂ€ubige dĂŒrften an das FrĂŒhjahr 2025 denken. Leos VorgĂ€nger Franziskus lag damals mit einer schweren LungenentzĂŒndung 38 Tage im Papst-Trakt im zehnten Stock der Gemelli-Klinik. Lange gab der Vatikan nur spĂ€rlich Auskunft. Wenige Wochen nach der Entlassung starb Franziskus mit 88 Jahren.

Leo XIV. geht offener mit seiner Krankheit um. Eine Diagnose selbst öffentlich zu machen und die Genesung ĂŒber regelmĂ€ĂŸige Bulletins zu begleiten, zeugt von Gelassenheit, vielleicht auch von amerikanischem Pragmatismus. BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier wĂŒnschte ihm ĂŒber die Katholische Nachrichten-Agentur eine baldige und vollstĂ€ndige Genesung.

SĂŒdamerika-Reise steht auf der Kippe

Alle öffentlichen Termine bis zum 20. Oktober hat der Vatikan bereits abgesagt. FĂŒr November ist eine fast zweiwöchige Reise nach SĂŒdamerika geplant. Ob Leo XIV. sie antreten kann, hĂ€ngt von den ausstehenden Befunden und vom Verlauf der Nachsorge ab.

Das Angelus-Gebet am Sonntag zeigt vor allem eines: Der Papst will PrÀsenz zeigen. Wie belastbar er auf Dauer ist, lÀsst sich daraus aber nicht ablesen. Die Antwort darauf werden die nÀchsten Wochen geben.

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