
Kims Unterwasser-Drohung: Nordkorea feuert Raketen aus der Tiefe!

Nordkorea hat am 14. Oktober im Japanischen Meer zwei Typen von Marschflugkörpern getestet, die unter Wasser gestartet wurden. Das meldeten die Staatsmedien in Pjöngjang einen Tag später. Es ist der erste öffentlich bekannt gewordene Test dieser Art seit knapp drei Jahren, und er fällt in eine Phase, in der die Lage auf der koreanischen Halbinsel ohnehin gefährlich angespannt ist.
Ein Monster-U-Boot mit zehn Startrohren
Laut den staatlichen Angaben habe die Raketenverwaltung zwei Arten „strategischer" Marschflugkörper abgefeuert. In Pjöngjangs Sprachgebrauch bedeutet „strategisch" nach Einschätzung westlicher Fachmedien: atomwaffenfähig. Mit dem Test habe man die Einsatzbereitschaft der Unterwasser-Kampfsysteme überprüfen und die Marine für ihre strategischen Aufgaben schulen wollen.
Im Mittelpunkt steht offenbar die „Held Kim Kun Ok", das größte U-Boot des Landes. Das Schiff wurde im September 2023 in Dienst gestellt, ist das bislang einzige seiner Klasse und hat Medienberichten zufolge rund zehn Startrohre. Auf den Bildern der Staatsmedien steigt ein Flugkörper senkrecht aus dem Wasser. Der zweite verlässt die Tiefe schräg, wie es bei einem Start aus dem Torpedorohr typisch ist.
Ist das veraltete Boot überhaupt eine ernsthafte Gefahr? Fachleute zweifeln an der Schlagkraft der betagten Konstruktion. Die Richtung ist aber eindeutig: Atomwaffenfähige Raketen unter Wasser wären für Gegner deutlich schwerer aufzuspüren und auszuschalten als Abschussrampen an Land.
Eine Woche voller Raketen
Ein Einzelfall ist der Test nicht. Schon am 3. Oktober soll Nordkorea eine Hyperschallrakete getestet haben, am 12. Oktober folgten ballistische Raketen. Eine davon flog japanischen Angaben zufolge mehr als 900 Kilometer weit. Tokio zählt in diesem Jahr bereits mindestens 18 ballistische Raketen und andere Geschosse bei elf Starts.
Dazu kommt ein Zwischenfall an der Grenze: Im September verletzte eine Landmine südlich der entmilitarisierten Zone drei südkoreanische Soldaten. Seoul macht den Norden dafür verantwortlich. Pjöngjang bestreitet, die Mine gelegt zu haben.
Pjöngjang zeigt mit dem Finger auf Tokio
Nordkorea stellt sich wie gewohnt als Opfer dar. Die USA sollen nach Darstellung Pjöngjangs Südkorea und Japan beim Bau atomgetriebener Jagd-U-Boote helfen und damit die Region destabilisieren. Ein Kommentator der Staatsmedien warf Japan zudem vor, das Land wolle sich über Atom-U-Boote langfristig den Weg zur eigenen Atombombe ebnen. Im Sommer und Herbst hielten die USA außerdem große Manöver mit Südkorea sowie gemeinsam mit Südkorea und Japan ab.
Trump will reden, Kim will die Bombe behalten
US-Präsident Donald Trump bringt inzwischen ein erneutes Treffen mit Machthaber Kim Jong Un ins Spiel. Pjöngjang hat dafür eine klare Bedingung: Ein Gipfel komme erst infrage, wenn Washington nicht länger auf die atomare Abrüstung Nordkoreas bestehe. Davon kann keine Rede sein. Erst im September bekannte sich US-Außenminister Marco Rubio gemeinsam mit Seoul und Tokio erneut zur vollständigen Denuklearisierung des Nordens.
Kim begründet sein Festhalten an der Bombe damit, dass sie ihn vor einem von den USA betriebenen Regimewechsel schütze. Er verweist auf Länder ohne Atomwaffen, die von den USA angegriffen wurden. Diese Logik macht jede Verhandlung zum Patt.
Was das für Europa bedeutet
Ostasien liegt weit weg, doch die Folgen kommen auch hier an. Ein Großteil der Lieferketten für Chips, Elektronik und Schiffbau läuft durch die Region, und die deutsche Industrie ist darauf angewiesen. Während Berlin noch über Sondervermögen streitet, rüsten andere Staaten im Pazifik spürbar auf. In solchen Zeiten suchen viele Anleger Schutz in Werten, die von keiner Regierung abhängen. Physisches Gold und Silber haben sich in Krisen immer wieder als Stabilitätsanker bewährt und können eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
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