280.000
Kunden
Sicherer
Versand
09.10.2026
15:54 Uhr
KI-generiert

Gold-Achterbahn: Folgt auf den Absturz jetzt der große Ausbruch?

Gold-Achterbahn: Folgt auf den Absturz jetzt der große Ausbruch?
Symbolbild: KI-generiert

Erst über 5.500 Dollar, dann zeitweise unter 4.000 Dollar: Gold hat Anleger im ersten Halbjahr 2026 durchgeschüttelt wie lange nicht. In seinem neuen Halbjahresausblick vom 1. Juli kommt der World Gold Council (WGC) trotzdem zu einem klaren Ergebnis: Das Edelmetall stehe vor einer Weichenstellung, und die Chancen lägen eher oben als unten.

Zwölf Rekorde, dann der Absturz

Der Jahresauftakt war spektakulär. Laut WGC markierte Gold allein bis Ende Januar zwölf Allzeithochs. Am 29. Januar kletterte der Spotpreis im Tagesverlauf auf rund 5.595 Dollar je Unze. Angetrieben hätten den Höhenflug geopolitische Ängste und ein hektischer Optionshandel.

Dann kam der Absturz. Am 24. Juni fiel Gold zeitweise bis auf etwa 3.959 Dollar. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei rund sieben Prozent, und Medienberichten zufolge war es das schwächste Quartal seit 13 Jahren. Die Schwankungsbreite sprang auf über 50 Prozent. Der langjährige Schnitt liegt bei 17 Prozent.

Ein Grund zur Panik? Wohl kaum. Auf Sicht von zwölf Monaten zählt Gold nach WGC-Angaben weiterhin zu den stärksten Anlageklassen überhaupt. Aktien und Anleihen laufen dem Edelmetall bis heute hinterher.

Asien kauft, Amerika verkauft

Ein Detail der Analyse lässt aufhorchen. Die Rückschläge kamen meist im US-Handel, die Erholungen dagegen in den asiatischen Handelsstunden. Der Schwerpunkt der Goldnachfrage verschiebt sich also spürbar nach Osten.

Laut WGC sei vor allem die Stimmung der Anleger entscheidend gewesen. Das sogenannte Momentum, also Trendfolger und Gewinnmitnahmen, erklärt demnach 24 Prozent der Preisbewegung. Auf geopolitische Risiken entfallen 17 Prozent. Nach dem Rekordjahr 2025 wollten viele Investoren schlicht Gewinne einstreichen.

Drei Szenarien für die zweite Jahreshälfte

Für das zweite Halbjahr rechnet der WGC im Basisszenario mit einer Seitwärtsbewegung von etwa fünf Prozent nach oben oder unten um 4.100 Dollar. Die Experten skizzieren dazu drei Wege:

  • Aufwärtstrend: plus 5 bis 20 Prozent, also zurück in Richtung 4.500 Dollar und bei starken Signalen bis 5.000 Dollar.
  • Konsens-Szenario: minus 5 bis plus 5 Prozent.
  • Konsolidierung: minus 5 bis 15 Prozent, falls Wachstum robust bleibt und die Renditen steigen.

Als mögliche Auslöser für einen neuen Anstieg nennen die Analysten eine schwächere Konjunktur, neue geopolitische Schocks und wieder sinkende Zinserwartungen. Auch die US-Zwischenwahlen im November dürften eine Rolle spielen. Dazu kommt der Streit um die Unabhängigkeit der US-Notenbank: Die Trump-Regierung fordere offen niedrigere Zinsen, Fed-Chef Kevin Warsh betone dagegen die Preisstabilität.

Notenbanken als Sicherheitsnetz

Die Notenbanken halten den Markt weiter stabil. Seit 2022 kaufen sie im Schnitt rund 1.000 Tonnen pro Jahr. Medienberichten zufolge kamen allein im Mai weitere 41 Tonnen hinzu. Nach WGC-Berechnung heben 20 bis 30 Tonnen zusätzliche Käufe über dem langjährigen Mittel den Goldpreis um etwa ein Prozent.

Bremsend wirkt dagegen Indien. Neu-Delhi hat den Einfuhrzoll auf Gold von 6 auf 15 Prozent angehoben, um seine Devisenreserven zu schonen. Der WGC rechnet deshalb mit 50 bis 60 Tonnen weniger Nachfrage aus dem zweitgrößten Goldmarkt der Welt.

Warum Rücksetzer meist begrenzt bleiben

Ein Blick in die Geschichte beruhigt. Seit dem Ende des Goldstandards 1971 gab es acht Phasen, in denen Gold mehr als 20 Prozent unter sein Rekordhoch fiel. Im Mittel lag der Rückgang bei 29 Prozent. Aktuell notiert das Metall etwa 25 Prozent unter dem Höchststand. Eine wichtige technische Marke sieht der WGC bei rund 3.860 Dollar.

Bei jedem stärkeren Rücksetzer kauften bisher Notenbanken, langfristige Investoren und private Anleger nach. Für Anleger mit langem Atem ist der Rücksetzer deshalb kein Grund zur Sorge. Wer an Schuldenberge, Inflation und politische Krisen denkt, findet in physischem Gold und Silber weiterhin einen sinnvollen Baustein für ein breit gestreutes Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“