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08.10.2026
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Demografie-Ranking: Bayern triumphiert, der Osten fällt zurück!

Demografie-Ranking: Bayern triumphiert, der Osten fällt zurück!
Symbolbild: KI-generiert

Deutschland schrumpft wieder, und das sehr ungleich. Laut der neuen Studie „Die demografische Lage der Nation“ von Berlin-Institut und Wüstenrot Stiftung, vorgestellt am 6. Oktober 2026, könnte die Einwohnerzahl bis 2045 um rund 1,7 Millionen auf etwa 81,8 Millionen sinken. Bayern hängt dabei alle ab. Viele Regionen im Osten und Großstädte wie Duisburg landen dagegen weit hinten.

Das Zwischenhoch ist vorbei

Noch 2019 hatten die Forscher von einem „demografischen Zwischenhoch“ gesprochen. Diese Phase ist vorbei. Gut zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte dürften laut Prognose Einwohner verlieren. In fast allen Regionen werden künftig mehr Menschen sterben als geboren.

Besonders brisant ist der Blick auf den Arbeitsmarkt. Bundesweit dürfte die Zahl der Menschen im Erwerbsalter um 4,7 Prozent sinken. Die Zahl der über 67-Jährigen soll dagegen um 14,5 Prozent wachsen. Immer weniger Beschäftigte müssen also Renten, Pflege und Sozialkassen für immer mehr Ältere finanzieren. Wer glaubt, das gehe ohne höhere Abgaben oder Einschnitte, macht sich etwas vor.

Bayern ganz vorn, der Osten fällt zurück

Für den „BI-Index Zukunftsfähigkeit“ haben die Forscher 26 Kennzahlen aus Demografie, Wirtschaft, Bildung und Sozialem ausgewertet. Dazu gehören die Lebenserwartung, das verfügbare Einkommen pro Kopf und der Anteil junger Menschen ohne Schulabschluss. Das Ergebnis ist deutlich: 18 der 20 bestplatzierten Kreise liegen in Bayern. 2019 waren es noch zwölf. Baden-Württemberg stellt nur noch zwei statt sieben Regionen in der Spitzengruppe.

Der Erfolg hat Gründe. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren 2024 mehr als 77 Prozent der Frauen in Bayern erwerbstätig, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband meldet für den Freistaat mit 12,6 Prozent die niedrigste Armutsquote bundesweit. Im Stadtstaat Bremen sind es 27,5 Prozent. Eine starke Wirtschaft und eine hohe Bereitschaft zur Arbeit zahlen sich hier sichtbar aus.

Ganz anders sieht es im Osten aus. Inzwischen liegen 12 der 20 schwächsten Kreise dort, 2019 waren es noch fünf. In Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland könnte die Bevölkerung im Erwerbsalter bis 2045 um 12 bis 18 Prozent schrumpfen. Wie groß die Gegensätze sind, zeigen zwei Beispiele: Für den Landkreis Dahme-Spreewald bei Berlin sagt die Studie ein Plus von rund 17 Prozent voraus. Für Suhl in Thüringen rechnet sie mit einem Minus von fast 30 Prozent.

Auch Großstädte stürzen ab

Wer jetzt nur an verlassene Dörfer denkt, liegt falsch. Zwar landen viele dünn besiedelte Regionen wie Elbe-Elster, Lüchow-Dannenberg oder der Kyffhäuserkreis weit hinten. Unter den letzten 100 Plätzen finden sich aber auch Bremen, Duisburg, Dortmund, Lübeck, Salzgitter und Kaiserslautern.

„Ländliche Kreise schneiden nicht automatisch schwach ab und städtische nicht automatisch stark.“

So formuliert es Adrian Carrasco Heiermann vom Berlin-Institut. Entscheidend sei, wie die demografischen und sozialökonomischen Bedingungen vor Ort zusammenwirkten.

Rezepte mit Fragezeichen

Die Autoren der Studie empfehlen unter anderem mehr Kitaplätze, schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse, gezielte Weiterbildung über Arbeitsagenturen und Jobcenter sowie mehr Partnermonate beim Elterngeld. Manches davon klingt vernünftig. Ob neue staatliche Anreize aber eine Region wettbewerbsfähig machen, darf man bezweifeln. Das Beispiel Bayern spricht eher für eine starke Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen als für neue Förderprogramme.

Was das für Sparer bedeutet

Die Rechnung ist einfach: Weniger Beitragszahler müssen mehr Rentner versorgen. Gleichzeitig nimmt der Staat mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen neue Schulden auf. Wer sich im Alter allein auf die gesetzliche Rente verlässt, geht ein wachsendes Risiko ein. Eigenverantwortung wird deshalb wichtiger. Physisches Gold und Silber können dabei eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein, weil sie von Staatshaushalten und Umlagesystemen unabhängig sind.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

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