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08.10.2026
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Blackout auf hoher See: Blamierte sich ein US-Zerstörer vor Chinas Navy?

Blackout auf hoher See: Blamierte sich ein US-Zerstörer vor Chinas Navy?
Symbolbild: KI-generiert

Peking erzählt eine Geschichte, die in Washington wehtun dürfte: Ein ausländisches Kriegsschiff soll im Südchinesischen Meer bei der Verfolgung des chinesischen Zerstörers „Zunyi“ plötzlich ohne Strom, Antrieb und Radar dagestanden haben. Das berichtete der chinesische Staatssender CCTV am Mittwoch. Wer das Schiff war, sagt Peking nicht. Hinweise gibt es trotzdem.

Eine halbe Stunde Dunkelheit

Laut dem CCTV-Bericht habe das fremde Schiff die „Zunyi“, einen hochmodernen Zerstörer vom Typ 055, während einer Routineübung auffallend eng beschattet. Daraufhin habe der chinesische Kommandant auf Hochgeschwindigkeit gehen lassen, um den Verfolger zum Mithalten zu zwingen.

Dann soll es passiert sein. Zhang Jun, Offizier an Bord der „Zunyi“, schilderte dem Sender, beim Gegenüber seien Strom und Elektrik schlagartig ausgefallen. Das Radar habe nicht mehr gesendet, die Positionslichter seien erloschen, und das alles fast eine halbe Stunde lang. Das eigene Schiff habe dagegen ganz normal weitergearbeitet.

Auf die Frage, ob er nervös gewesen sei, gab sich der Offizier laut Berichten betont selbstbewusst:

„Warum sollte ich nervös sein? Solange du in Reichweite meiner Raketen bist, kann ich dich definitiv zerstören.“

Datum, Ort und Name des fremden Schiffes nennt der Bericht nicht. Unabhängig überprüfen lässt sich die Geschichte deshalb nicht.

Die peinliche Spur führt zur USS Benfold

Beobachter denken trotzdem sofort an die US Navy. Im Juli 2026 soll der amerikanische Lenkwaffenzerstörer USS Benfold aus der Arleigh-Burke-Klasse im Südchinesischen Meer nach einem Generatorschaden vier Tage lang ohne Strom getrieben sein. Nach Angaben der 7. US-Flotte fiel der Strom am 24. Juli aus. Am 28. Juli schleppten Schlepper das Schiff in die philippinische Subic Bay.

Die Besatzung musste US-Medienberichten zufolge ohne Kombüse, Toiletten, Klimaanlage und Trinkwasserversorgung auskommen. Ein Kreuzer des Verbands half mit Mahlzeiten aus. Schon im Mai soll außerdem die USS Higgins nach einem Schaden in der Elektrik stundenlang ohne Antrieb gewesen sein.

Die Details passen allerdings nicht zusammen: Die Chinesen sprechen von einer halben Stunde, die Benfold war tagelang lahmgelegt. Von einer Verfolgungsjagd mit einem chinesischen Schiff erwähnte die US-Marine nichts. Ein indischer Marineexperte sagte einem Fachportal, hohe Geschwindigkeit führe bei solchen Schiffen nicht zu einem kompletten Stromausfall. Ein Totalausfall sei aber selten, wenn auch nicht unmöglich.

Propaganda mit kalkulierter Unschärfe

Genau darin sehen Kritiker das Muster: Peking erhebt dramatische Behauptungen, nennt aber keinen Namen. So muss kein Gegenüber offiziell widersprechen. Ähnliche Geschichten über angeblich vertriebene „ausländische Flugzeuge“ und Kriegsschiffe hat das chinesische Staatsfernsehen in den vergangenen Jahren immer wieder verbreitet.

Die Botschaft ist klar: Chinas Flotte sei technisch überlegen, Amerikas Marine dagegen marode. Ob das stimmt, ist eine andere Frage. Doch dass die Benfold-Panne der chinesischen Propaganda eine Steilvorlage lieferte, kann niemand bestreiten. Gleichzeitig wird über überlastete US-Besatzungen und Einsätze am Limit berichtet, auch wegen der Militäroperationen gegen den Iran.

Warum Deutschland genau hinschauen sollte

Das Südchinesische Meer ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Ein erheblicher Teil des globalen Seehandels fährt hier durch, darunter viele Waren für Europa. Peking beansprucht große Teile dieses Gebiets für sich. Hier geht es also um weit mehr als um Prestige.

Wenn die Schutzmacht des Westens im Pazifik ins Straucheln gerät, verschiebt sich das globale Machtgefüge. Berlin setzt sicherheitspolitisch noch immer vor allem auf Washington. Nervöse Märkte, gestörte Lieferketten und geopolitische Spannungen haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, wie wertvoll krisenfeste Sachwerte sind. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen für Stabilität sorgen, wenn die Weltordnung wackelt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen selbst die volle Verantwortung.

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