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10.10.2026
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Beben in Potsdam: AfD knackt 40 Prozent, CDU stĂŒrzt ins Einstellige!

Beben in Potsdam: AfD knackt 40 Prozent, CDU stĂŒrzt ins Einstellige!
Symbolbild: KI-generiert

In Brandenburg verschieben sich die KrĂ€fte gewaltig. Nach einer neuen Insa-Umfrage fĂŒr die MĂ€rkische Allgemeine Zeitung, die MĂ€rkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau kĂ€me die AfD bei einer Landtagswahl auf 40 Prozent. Damit wĂ€re sie doppelt so stark wie die SPD von MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke. Die CDU, die erst seit MĂ€rz mitregiert, fĂ€llt auf neun Prozent.

Die Zahlen im Überblick

Verglichen wird mit der Insa-Erhebung vom MÀrz. Seitdem hat sich das Bild in nur sieben Monaten stark verÀndert:

  • AfD: 40 Prozent (plus 6)
  • SPD: 20 Prozent (minus 4)
  • CDU: 9 Prozent (minus 5)
  • Die Linke: 9 Prozent (plus 2)
  • BSW: 7 Prozent (minus 1)
  • GrĂŒne: 7 Prozent (plus 2)
  • Sonstige: 8 Prozent

Mehreren Medienberichten zufolge ist das der höchste Wert, den die AfD in Brandenburg je erreicht hat. Bei der Landtagswahl im September 2024 lag sie mit 29,2 Prozent noch knapp hinter der SPD, die damals 30,9 Prozent holte.

Kaum im Amt, schon abgestraft

Am hĂ€rtesten trifft es die Union. Ihr Abstieg hat eine Vorgeschichte. Im Januar 2026 zerbrach die bundesweit erste Koalition aus SPD und BSW, nachdem mehrere Abgeordnete die BSW-Fraktion verlassen hatten. Woidke schloss Neuwahlen damals aus. Stattdessen holte er die CDU ins Boot. Mitte MĂ€rz unterschrieben beide Parteien ihren Koalitionsvertrag mit dem Titel „Verantwortung fĂŒr Brandenburg“.

Bei der Wahl 2024 hatte die CDU 12,1 Prozent erreicht. Jetzt liegt sie einstellig. Beobachter sehen darin eine Quittung dafĂŒr, dass die Partei ohne neues Mandat der WĂ€hler in die Regierung gegangen ist. Bei Woidkes Strategie fĂ€llt noch etwas auf: Ausgerechnet der Name der Bundesregierung „Verantwortung fĂŒr Deutschland“ diente dem Potsdamer BĂŒndnis als Vorbild. Auch im Bund kĂ€mpft Schwarz-Rot unter Friedrich Merz mit schwachen Umfragewerten.

Das BSW verliert fast die HĂ€lfte

Dem BĂŒndnis Sahra Wagenknecht geht es Ă€hnlich schlecht. 2024 holte es aus dem Stand 13,5 Prozent und half Woidke damit an die Macht. Heute liegt es bei sieben Prozent, also fast bei der HĂ€lfte. Der Koalitionsbruch und die Austritte aus der Fraktion haben der jungen Partei offenbar stark geschadet.

Linke und GrĂŒne können dagegen hoffen. 2024 waren beide an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde gescheitert. Mit jeweils sieben bis neun Prozent wĂŒrden sie nach dieser Umfrage wieder in den Landtag einziehen.

Alle gegen einen: Geht diese Rechnung auf?

FĂŒr die Regierung sind die Zahlen ernĂŒchternd. SPD und CDU kĂ€men zusammen nur auf 29 Prozent und hĂ€tten damit keine eigene Mehrheit. Um die AfD von der Regierung fernzuhalten, brĂ€uchte es fĂŒnf Parteien: SPD, CDU, Linke, GrĂŒne und BSW. Gemeinsam kĂ€men sie auf 52 Prozent. Ein BĂŒndnis von Sozialdemokraten bis Linkspartei klingt wenig nach stabiler Regierung.

Es gibt noch eine andere Rechnung. Weil acht Prozent der Stimmen an Kleinparteien gehen, die im Landtag nicht vertreten wÀren, hÀtten AfD und BSW zusammen rechnerisch eine Mehrheit der Sitze. Darauf wiesen einige Medien hin. Ob es politisch jemals dazu kÀme, ist offen.

Was die Umfrage ĂŒber die Politik verrĂ€t

Eine Umfrage ist nur eine Momentaufnahme. RegulĂ€r wĂ€hlt Brandenburg erst 2029. Trotzdem zeigt der Trend etwas Wichtiges: Viele BĂŒrger fĂŒhlen sich von den bisherigen Regierungsparteien nicht mehr vertreten. Ein Partnerwechsel ohne Neuwahl und neue BĂŒndnisse, die nur dazu dienen, einen Gegner fernzuhalten, Ă€ndern daran offenbar nichts.

Laut Medienberichten ist Brandenburgs Wirtschaft stark und wĂ€chst, etwa rund um GrĂŒnheide und in der Lausitz. Gleichzeitig nimmt der Unmut zu. Wer diesen Widerspruch weiter ĂŒbersieht, könnte den nĂ€chsten Wahlabend bitter bereuen. FĂŒr Woidke und die CDU wird die Zeit knapp, um bei den WĂ€hlern verlorenes Vertrauen zurĂŒckzugewinnen.

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