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06.10.2026
13:41 Uhr
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Ärmelkanal-Beichte: Londons Innenministerin gibt Kontrollverlust zu!

Ärmelkanal-Beichte: Londons Innenministerin gibt Kontrollverlust zu!
Symbolbild: KI-generiert

Ein Satz, der in London wie ein Donnerschlag nachhallt: Großbritanniens Innenministerin Shabana Mahmood räumt öffentlich ein, dass ihr Land die eigene Grenze nicht kontrolliert. Im Podcast „The Rest Is Politics“ zeichnete die Labour-Politikerin zudem ein verstörendes Bild der Migrationsrouten. Nahezu jede Frau, die in Nordfrankreich auf ein Boot warte, sei auf dem Weg dorthin vermutlich vergewaltigt worden.

Banden sortieren, der Staat schaut zu

Wer die Küste erreicht und in ein Schlauchboot steigt, entscheiden laut Mahmood nicht Behörden, sondern kriminelle Banden. Diese seien zugleich Menschenhändler. Auch Männer würden auf den Routen missbraucht und bedroht, so die Ministerin.

„Wir haben diese Grenze nicht unter Kontrolle.“

Ein solches System, argumentierte Mahmood, dürfe nicht darüber bestimmen, wer im Vereinigten Königreich Schutz finde und dauerhaft Teil der Gesellschaft werde. Wichtig ist allerdings: Eine Studie oder Statistik für ihre drastische Einschätzung nannte sie Berichten zufolge nicht. Ihre Aussage bezieht sich zudem auf die gesamte Route bis Nordfrankreich, nicht nur auf die Überfahrt.

Die bittere Wahrheit hinter den Zahlen

Bemerkenswert ist das Eingeständnis schon deshalb, weil es aus dem Mund der zuständigen Ministerin kommt. Seit Jahren versprechen britische Regierungen, die „Boote zu stoppen“. Die Bilanz bleibt ernüchternd. Laut offiziellen Zahlen kamen 2025 rund 41.500 Menschen in kleinen Booten über den Kanal, mehr als in jedem anderen Jahr außer 2022.

Zwar meldet das Innenministerium für 2026 einen Rückgang. Bis Ende September lagen die Ankünfte demnach rund 42 Prozent unter dem Vorjahr. Doch allein am 4. Oktober erreichten erneut 418 Menschen in fünf Booten britischen Boden. Von einer Trendwende zu sprechen, wirkt angesichts solcher Tage gewagt.

Zum Vergleich: Laut Parlamentsdaten sind nur etwa 13 Prozent der Bootsankömmlinge erwachsene Frauen, rund 72 Prozent erwachsene Männer. Mahmoods Aussage beleuchtet also das Schicksal einer Minderheit auf diesen Routen. Ihr Leid ist das Geschäftsmodell skrupelloser Schleuser.

Gosport: Wut am Hafen

Wie aufgeheizt die Stimmung ist, zeigte sich am Sonntagabend im südenglischen Gosport. Nach Angaben des Innenministeriums hatten die Seenotretter der RNLI und ein französisches Schiff mitten im Kanal 149 Menschen aufgenommen. Sie wurden in Gosport an Land gebracht und per Bus in eine Aufnahmeeinrichtung in Kent gefahren.

Am Hafen versammelten sich Demonstranten. Die Daily Mail spricht von rund 300, die BBC von etwa 150. Es fielen Rufe wie „Schickt sie zurück“, Pyrotechnik wurde gezündet, bis in die frühen Morgenstunden kam es zu Rangeleien mit der Polizei. Medienberichten zufolge nahm die Polizei zwölf Personen fest, unter anderem wegen mutmaßlicher Angriffe auf Beamte.

Wer bezahlt die Rechnung?

Die regionale Polizeiaufsicht schlug Berichten zufolge Alarm: Jeder dieser Proteste koste rund 150.000 Pfund aus dem Polizeibudget. Geld, das bei der Streife auf den Straßen fehle. Am Ende zahlt der Steuerzahler doppelt, für das Versagen an der Grenze und für dessen Folgen im Inland.

Mahmood keilt gegen Demonstranten

Im Podcast mit dem früheren konservativen Minister Rory Stewart und Ex-Blair-Berater Alastair Campbell ging Mahmood auch vermummte Aktivisten scharf an, die Häfen blockiert hatten. Deren Lob für ihre Politik wies sie zurück. Es handle sich um Unruhestifter, die sie wegen ihres muslimischen Glaubens ablehnten und nicht als echte Britin ansähen.

Eine Warnung auch für Berlin und Brüssel

Für Deutschland ist das Lehrstück aus London unbequem. Wenn eine Innenministerin selbst zugibt, dass Schleuser und nicht der Staat über die Einreise entscheiden, ist das mehr als ein Ausrutscher. Es ist das Eingeständnis, dass humanitäre Rhetorik ohne wirksamen Grenzschutz ausgerechnet jene am härtesten trifft, die angeblich geschützt werden sollen. Ein Staat, der seine Grenzen nicht sichert, überlässt das Feld den Kriminellen. Diese Erkenntnis sollte man auch in Berlin und Brüssel nicht länger überhören.

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