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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
21:00 Uhr

Tokios Zeitenwende: Japan bricht mit pazifistischer Tradition und stationiert Langstreckenraketen

Was jahrzehntelang als undenkbar galt, ist nun Realität geworden. Japan hat seine erste Langstreckenrakete mit einer Reichweite von rund 1000 Kilometern in einem Armeelager im Südwesten des Landes stationiert – und damit einen historischen Bruch mit seiner pazifistischen Nachkriegspolitik vollzogen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Das Land der aufgehenden Sonne rüstet auf, und zwar massiv.

Von der Friedensverfassung zur Abschreckungsdoktrin

Die von Mitsubishi Heavy Industries entwickelte Land-Schiff-Rakete vom Typ 12 wurde im Camp Kengun in der Präfektur Kumamoto in Betrieb genommen. Was diese Waffe so brisant macht, liegt auf der Hand: Ihre Reichweite von etwa 1000 Kilometern stellt eine Verfünffachung gegenüber dem Vorgängermodell dar, das lediglich 200 Kilometer weit reichte. Shanghai liegt nur rund 900 Kilometer von Kumamoto entfernt. Man muss kein Militärstratege sein, um zu verstehen, an wen sich diese Botschaft richtet.

Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi sprach von einer „äußerst wichtigen Maßnahme zur Stärkung unserer Abschreckungs- und Reaktionsfähigkeit" angesichts des „schwersten und komplexesten Sicherheitsumfelds der Nachkriegszeit". Diplomatische Floskeln, gewiss – doch dahinter verbirgt sich eine tektonische Verschiebung in der japanischen Sicherheitsarchitektur.

China als treibende Kraft hinter der Aufrüstung

Japan betrachtet China als die größte regionale Sicherheitsbedrohung. Und diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Pekings zunehmend aggressive Militärmanöver rund um Taiwan, die systematische Aufrüstung der chinesischen Marine und die wiederholten Provokationen im Ostchinesischen Meer haben in Tokio offenbar ein Umdenken erzwungen, das seinesgleichen sucht. Premierministerin Sanae Takaichi erklärte bereits im November, dass ein möglicher chinesischer Militäreinsatz gegen Taiwan eine militärische Reaktion Japans rechtfertigen könnte. Deutlicher kann man kaum werden.

Das Kabinett genehmigte im Dezember einen Rekord-Verteidigungshaushalt von über neun Billionen Yen – umgerechnet rund 49 Milliarden Euro. Weitere Stationierungen von Langstreckenraketen seien geplant, japanische Kampfjets sollen ebenfalls mit Typ-12-Raketen ausgerüstet werden. Zusätzlich wurde eine Ausbildungseinheit im Camp Fuji mit Hochgeschwindigkeits-Gleitflugkörpern zur Verteidigung abgelegener Inseln ausgestattet.

Völkerrechtliche Gratwanderung

Doch die neue Doktrin birgt erhebliche Risiken. Japan erlangt durch die Rakete die Fähigkeit, feindliche Raketenstützpunkte anzugreifen, sobald ein unmittelbar bevorstehender Angriff als wahrscheinlich eingestuft wird. Eine Fehleinschätzung könnte allerdings gegen das Völkerrecht verstoßen, das Präventivschläge grundsätzlich verbietet. Die Grenze zwischen legitimer Selbstverteidigung und völkerrechtswidrigem Erstschlag ist hauchdünn – und in der Hitze einer Krise womöglich kaum zu erkennen.

Rund 50 Anwohner protestierten vor dem Haupttor des Camps Kengun mit Schildern wie „Nein zur Stationierung" und „Wir brauchen keine Raketen". Verständliche Sorgen, denn wer in der Nähe eines militärischen Ziels lebt, hat allen Grund zur Beunruhigung.

Ein Lehrstück auch für Europa

Japans Entscheidung sollte auch in Berlin aufmerksam registriert werden. Während Deutschland sich jahrelang in einer sicherheitspolitischen Traumwelt eingerichtet hat und die Bundeswehr systematisch kaputtgespart wurde, zieht Tokio die Konsequenzen aus einer veränderten Weltlage. Die Parallelen sind frappierend: Auch Japan hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine pazifistische Verfassung gegeben, auch Japan hat lange auf die Schutzmacht USA vertraut. Doch anders als Deutschland handelt Japan nun entschlossen.

In einer Welt, in der geopolitische Spannungen zunehmen – sei es in Ostasien, im Nahen Osten oder in der Ukraine –, erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Wertanlage ihre Berechtigung haben. Wenn Nationen aufrüsten und die globale Sicherheitsarchitektur ins Wanken gerät, suchen kluge Anleger den sicheren Hafen. Gold hat in Zeiten geopolitischer Unsicherheit stets seine Funktion als Vermögensschutz unter Beweis gestellt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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