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Knappes Scheitern in Brandenburg: AfD verpasst historischen Landratsposten um Haaresbreite

Knappes Scheitern in Brandenburg: AfD verpasst historischen Landratsposten um Haaresbreite

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die politische Landschaft Brandenburgs in Atem hielt – und am Ende doch mit einer bitteren Niederlage für die AfD endete. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz unterlag die Kandidatin Antje Ruhland-Führer dem CDU-Bewerber Alexander Erbert in der Stichwahl mit 46,6 zu 53,4 Prozent. Gerade einmal 2.757 Stimmen trennten die beiden Kontrahenten voneinander.

Ein Ergebnis, das aufhorchen lässt

Wer nun glaubt, dieses Resultat sei eine vernichtende Niederlage für die Alternative für Deutschland, der irrt gewaltig. Denn was sich in der brandenburgischen Provinz abspielte, ist nichts Geringeres als ein Menetekel für das politische Establishment. Fast jeder zweite Wähler, der zur Urne schritt, gab seine Stimme der AfD-Kandidatin. In einem Land, in dem die Partei seit Jahren systematisch ausgegrenzt, diffamiert und von allen anderen Parteien gemieden wird wie der Teufel das Weihwasser, ist ein solches Ergebnis bemerkenswert.

Der CDU-Kandidat Erbert, seines Zeichens Gesundheitsdezernent, hatte bereits im ersten Wahlgang am 11. Januar mit 48,8 Prozent die Nase vorn. Ruhland-Führer kam damals auf 43,6 Prozent. Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichte, musste die Stichwahl entscheiden. Eine dritte Kandidatin der Tierschutzpartei war mit mageren 7,6 Prozent ausgeschieden.

Wahlbeteiligung offenbart demokratisches Desinteresse

Besonders nachdenklich stimmt die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung von lediglich 45,2 Prozent. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten blieb schlichtweg zu Hause. Man fragt sich unweigerlich: Ist dies das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik, die den Bürger entmündigt und ihm das Gefühl vermittelt hat, seine Stimme zähle ohnehin nicht? Die leichte Steigerung gegenüber dem ersten Wahlgang – dort waren es nur 43,4 Prozent – kann kaum als Trost dienen.

Der scheidende Landrat Siegurd Heinze, ein Parteiloser, hatte das Amt sechzehn Jahre lang bekleidet und war nicht erneut angetreten. Ein Generationenwechsel also, der durchaus die Chance für einen echten politischen Neuanfang geboten hätte.

AfD-Landeschef zeigt sich kämpferisch

René Springer, der Brandenburger AfD-Landesvorsitzende, bewies nach der Niederlage Größe und Weitsicht. Statt in Wehklagen zu verfallen, betonte er das Positive:

„Auch wenn unsere Kandidatin Antje Ruhland-Führer den Landratsposten trotz eines engagierten Wahlkampfes nicht erringen konnte, zeigt das Ergebnis eines ganz klar: Wir wachsen von Wahl zu Wahl."

Und tatsächlich: Während in Brandenburg der große Wurf noch ausblieb, triumphierte die AfD zeitgleich in Sachsen. In Altenberg im Osterzgebirge gewann der AfD-Kandidat die Bürgermeisterwahl bereits im ersten Wahlgang – mit überwältigenden 61,8 Prozent. Ein Ergebnis, das zeigt, wohin die Reise geht, wenn man den Bürgern eine echte Alternative bietet.

Die Brandmauer bröckelt

Was die etablierten Parteien als Erfolg ihrer sogenannten „Brandmauer" feiern mögen, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Pyrrhussieg. Denn die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die AfD ist längst keine Randerscheinung mehr, sondern eine politische Kraft, mit der gerechnet werden muss. In einer Zeit, in der die Bürger unter explodierenden Energiepreisen, unkontrollierter Migration und einer zunehmend unsicheren Lebenssituation leiden, suchen sie nach Alternativen zum politischen Einheitsbrei.

Die knappe Niederlage in Oberspreewald-Lausitz mag für die AfD schmerzhaft sein. Doch sie ist zugleich ein Versprechen für die Zukunft – und eine Warnung an jene, die glauben, den Willen des Volkes auf ewig ignorieren zu können.

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