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Kettner Edelmetalle
21.05.2026
09:04 Uhr

Ifo-Alarm: Deutschlands Industrie verliert dramatisch den Anschluss – und die Politik schaut zu

Ifo-Alarm: Deutschlands Industrie verliert dramatisch den Anschluss – und die Politik schaut zu

Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht jeder Standort-Romantik: Mehr als jedes vierte deutsche Industrieunternehmen sieht sich auf den Märkten außerhalb der Europäischen Union mittlerweile chancenlos im internationalen Wettbewerb. Innerhalb Europas berichtet immerhin noch jeder sechste Betrieb, dass die Wettbewerbsfähigkeit erodiert. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Ifo-Instituts hervor – und es liest sich wie das Krankenakte eines einst stolzen Industrielandes.

Autoindustrie im freien Fall

Besonders bitter trifft es die einstige Vorzeigebranche der Bundesrepublik: die Automobilindustrie. Rund 38 Prozent der Betriebe geben an, im internationalen Vergleich an Konkurrenzfähigkeit zu verlieren. Schuld sei vor allem der massive Druck chinesischer Hersteller, die längst nicht mehr nur billig produzieren, sondern technologisch in immer mehr Segmenten aufholen oder gar vorbeiziehen. Während in Stuttgart, Wolfsburg und München über Diversitätsbeauftragte und Lastenrad-Marketing diskutiert wurde, haben die Chinesen schlicht gebaut. Und zwar günstiger, schneller, in größeren Stückzahlen.

Doch das Drama beschränkt sich keineswegs auf die Autobauer. Im Maschinenbau – jenem Sektor, der jahrzehntelang als Rückgrat des deutschen Exportwunders galt – melden 31,8 Prozent der Unternehmen Probleme im internationalen Wettbewerb. In der Metallerzeugung und -bearbeitung liegt der Wert bei 38,3 Prozent, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen bei 34,5 Prozent. Eine Trendwende? Nicht in Sicht, wie Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe nüchtern konstatiere. Über nahezu alle Branchen hinweg habe sich die Selbsteinschätzung verschlechtert.

Volle Auftragsbücher – und trotzdem Niedergang

Paradoxerweise sind die Auftragsbücher der deutschen Industrie derzeit so prall gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik im Jahr 2015. Der Bestand offener Bestellungen kletterte im März um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, im Jahresvergleich sogar um satte 8,4 Prozent. Die Reichweite des Auftragsbestands stieg auf einen Rekordwert von 8,8 Monaten. Klingt nach Boom? Mitnichten.

Ökonomen warnen eindringlich davor, diese Zahlen als Aufschwungssignal misszuverstehen. Besonders kräftig zogen die Bestellungen im „Sonstigen Fahrzeugbau“ an – also bei Flugzeugen, Schiffen, Zügen und Militärfahrzeugen. Letzteres ist angesichts der weltpolitischen Lage wenig überraschend. Aber: Volle Auftragsbücher bedeuten nicht automatisch gesunde Unternehmen. Wenn ein Betrieb seine Aufträge nicht profitabel abarbeiten kann, weil Energiepreise explodieren, Bürokratie erstickt und qualifizierte Fachkräfte fehlen, dann sind selbst Rekord-Auftragsbestände nichts weiter als eine Fata Morgana.

Arbeitsplätze stehen auf der Kippe

Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, rechne damit, dass sich der Beschäftigungsabbau in der Industrie trotz voller Auftragsbücher fortsetzen werde. Das ist die ungeschminkte Realität: Während die Politik in Berlin von „Transformation“ schwadroniert und 500-Milliarden-Schuldenpakete schnürt, verlieren ganz normale Arbeiter in der Fläche ihre Jobs. Im Maschinenbau, in der Metallindustrie, bei den Autozulieferern. Familien, deren Existenz an einem Industriearbeitsplatz hängt, blicken in eine ungewisse Zukunft.

Hausgemachte Probleme – politische Verantwortung

Die Wirtschaftsverbände werden nicht müde, das Offensichtliche auszusprechen: zu hohe Belastungen, zu schlechte Standortbedingungen, zu viel Bürokratie, eine antiquierte Verwaltung und miserable Rahmenbedingungen für private Investitionen. Es ist eine Bestandsaufnahme, die seit Jahren auf dem Tisch liegt – und seit Jahren ignoriert wird. Die Ampel ist Geschichte, doch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz und Lars Klingbeil reagiert vor allem mit einem Instrument, das die Probleme eher vergrößern als lösen dürfte: neuen Schulden. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 wird die energieintensive Industrie weiter unter Druck setzen. Ein Industriestandort, der seine eigene Energieversorgung politisch sabotiert, braucht sich über schwindende Wettbewerbsfähigkeit nicht zu wundern.

Während andere Nationen pragmatisch agieren – Trump senkt in den USA Steuern und Regulierungen, China subventioniert seine Schlüsselindustrien massiv – debattiert Deutschland über Lieferkettengesetze, Gender-Sternchen und „Heizungshämmer“. Das Ergebnis ist in den Ifo-Zahlen abzulesen.

Was bleibt dem Bürger?

Wer aus diesen Entwicklungen die richtigen Schlüsse ziehen will, sollte sich fragen, wie verlässlich rein papierbasierte Vermögenswerte in einem schwindenden Industrieland eigentlich noch sind. Aktien hiesiger Konzerne, Fonds, Anleihen – sie alle hängen letztlich am Schicksal der Realwirtschaft. Bricht diese weg, verlieren auch die darauf aufbauenden Finanzprodukte an Substanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in solchen Phasen historisch ihre Funktion als Stabilitätsanker immer wieder unter Beweis gestellt. Als sinnvolle Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio bieten sie das, was Aktienmärkten in stürmischen Zeiten oft fehlt: greifbare, von Bilanzkrisen und politischen Fehlentscheidungen unabhängige Werthaltigkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen sind die Meinung der Redaktion und basieren auf den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Berater hinzuzuziehen. Die Verantwortung für Anlageentscheidungen liegt allein beim Investor.

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