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Kettner Edelmetalle
23.02.2026
07:17 Uhr

Goldpreis durchbricht 5.100-Dollar-Marke: Warum selbst ein Supreme-Court-Urteil die Rallye nicht stoppen kann

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das sich derzeit an den internationalen Edelmetallmärkten abspielt. Der Goldpreis hat die Marke von 5.100 US-Dollar pro Unze nicht nur erreicht, sondern deutlich überschritten – und das, obwohl ein historisches Urteil des höchsten amerikanischen Gerichts eigentlich für Entspannung hätte sorgen müssen. Doch wer geglaubt hatte, dass ein juristischer Paukenschlag aus Washington die Flucht in den sicheren Hafen Gold bremsen würde, der hat die Rechnung ohne die geopolitische Realität gemacht.

Das Supreme-Court-Urteil: Viel Lärm um wenig Wirkung

Der U.S. Supreme Court hat mit einer 6:3-Entscheidung zentrale Importzölle gekippt, die Präsident Donald Trump unter Berufung auf das „International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) von 1977 verhängt hatte. Chief Justice John Roberts stellte in seiner Urteilsbegründung unmissverständlich klar: Das Gesetz ermächtige den Präsidenten zwar, Importe zu regulieren, umfasse jedoch keineswegs die Befugnis, eigenständig Zölle zu erheben. Für einen derart weitreichenden Eingriff bedürfe es einer expliziten Ermächtigung durch den Kongress.

Was auf den ersten Blick wie eine massive Entlastung für die Weltwirtschaft klingt, entpuppte sich an den Märkten als kaum mehr als ein kurzes Zucken. Der Goldpreis sackte für wenige Minuten ab – nur um anschließend seinen Aufwärtstrend praktisch ungebremst fortzusetzen. Die Erklärung dafür ist so simpel wie ernüchternd: Viele Marktteilnehmer hatten diesen Ausgang bereits eingepreist. Und was noch schwerer wiegt – das Zollthema ist damit keineswegs vom Tisch.

Die konservative Minderheit gibt den Fahrplan vor

Richter Brett Kavanaugh, unterstützt von Clarence Thomas und Samuel Alito, verfasste die abweichende Meinung und lieferte dabei gewissermaßen die Blaupause für die nächsten Schritte der US-Regierung. Ähnliche Zölle könnten durchaus unter anderen gesetzlichen Grundlagen erneut auf den Weg gebracht werden, so Kavanaughs Argumentation. Genau diese Perspektive erklärt, warum die Unsicherheit an den Märkten nicht verschwunden ist. Die Trump-Administration dürfte bereits fieberhaft nach alternativen Rechtswegen suchen, um ihre protektionistische Handelspolitik fortzusetzen. Für Anleger bedeutet das: Die Zoll-Saga geht in die nächste Runde.

Iran-Konflikt: Der eigentliche Treibstoff der Gold-Rallye

Doch so bedeutsam das Zollthema auch sein mag – der wahre Preistreiber für das gelbe Edelmetall liegt derzeit im Nahen Osten. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben in den vergangenen Wochen eine Intensität erreicht, die selbst hartgesottene Geopolitik-Analysten nervös macht. Berichte über eine erhöhte militärische Bereitschaft der Vereinigten Staaten stehen diplomatischen Initiativen gegenüber, die eine Eskalation noch verhindern sollen.

Ein hochrangiger iranischer Vertreter habe Bereitschaft zu nuklearen Zugeständnissen signalisiert – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Allein die Tatsache, dass Teheran überhaupt zu solchen Konzessionen bereit scheint, zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Gleichzeitig kursieren Szenarien, wonach mögliche US-Operationen nicht bei punktuellen Schlägen bleiben müssten, sondern sich über einen längeren Zeitraum erstrecken könnten. Vergeltungsmaßnahmen, regionale Ausweitung, Störungen der Energieversorgung im Persischen Golf – das sind die Schreckgespenster, die Investoren weltweit in den sicheren Hafen Gold treiben.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Ein bewaffneter Konflikt in dieser Region würde nicht nur die Ölpreise in die Höhe katapultieren, sondern über steigende Energiekosten auch die ohnehin fragile Inflationsentwicklung weiter anheizen. Und genau hier schließt sich der Kreis zum Goldpreis, denn Gold war, ist und bleibt der ultimative Inflationsschutz – eine Eigenschaft, die sich über Jahrtausende bewährt hat.

Zinsfantasie als dritte Säule der Goldpreis-Rallye

Neben Geopolitik und Handelspolitik gibt es noch einen dritten Faktor, der den Goldpreis stützt: die Aussicht auf sinkende Zinsen. Die Logik dahinter ist bestechend einfach. Sollte der zollbedingte Inflationsdruck durch das Supreme-Court-Urteil tatsächlich geringer ausfallen als befürchtet, steigen die Chancen auf frühere oder kräftigere Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Niedrigere Realzinsen wiederum erhöhen die Attraktivität von Gold, das bekanntlich keine laufenden Erträge abwirft. In einem Umfeld sinkender Zinsen schrumpfen die Opportunitätskosten der Goldhaltung – und plötzlich erscheint das Edelmetall selbst gegenüber verzinslichen Anlagen als die klügere Wahl.

Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als ein perfekter Sturm für den Goldpreis: Geopolitische Risiken, handelspolitische Unsicherheit und Zinsfantasie wirken gleichzeitig und verstärken sich gegenseitig. Selbst ein höchstrichterliches Urteil, das auf den ersten Blick Unsicherheit reduzieren müsste, reicht nicht aus, um diese Dynamik zu brechen.

Was deutsche Anleger daraus lernen sollten

Für den deutschen Sparer und Anleger hat diese Entwicklung eine unmittelbare Relevanz, die weit über abstrakte Goldpreisnotierungen hinausgeht. In einer Welt, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant – was nichts anderes als gigantische Schulden auf Kosten kommender Generationen bedeutet –, in der die Inflation hartnäckig bleibt und geopolitische Krisen sich häufen, erweist sich physisches Gold einmal mehr als das, was es seit Menschengedenken war: ein Anker der Stabilität in stürmischen Zeiten.

Während Aktienmärkte nervös auf jede Schlagzeile reagieren und Anleiherenditen von politischen Launen abhängen, folgt Gold seiner eigenen, zeitlosen Logik. Es ist kein Zufall, dass Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven massiv aufstocken. Sie wissen, was viele Privatanleger erst noch lernen müssen: In einer Welt voller Unsicherheit gibt es keine bessere Versicherung als physisches Edelmetall.

Wer sein Vermögen langfristig schützen und breit diversifizieren möchte, kommt an einer Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber kaum vorbei. Gerade in Zeiten, in denen die Kaufkraft des Euro durch politische Entscheidungen systematisch erodiert wird, bieten Edelmetalle einen bewährten Schutzschild gegen den schleichenden Wertverlust.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung muss individuell und eigenverantwortlich getroffen werden. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls einen unabhängigen Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

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