
Erdbeben bei den US-Demokraten: Fast die Hälfte der Fraktion wendet sich gegen Israel
Was sich am Mittwoch im US-Repräsentantenhaus abspielte, kommt einer politischen Zeitenwende gleich. Erstmals in der jüngeren Geschichte der Demokratischen Partei votierte annähernd die Hälfte der Abgeordneten dafür, dem engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten den Geldhahn zuzudrehen. Ein Vorgang, der weit über eine bloße Haushaltsdebatte hinausweist – und der die tiefe innere Zerrissenheit einer Partei offenlegt, die auf dem Weg nach links immer weiter ins Rutschen gerät.
Ein Antrag, der scheiterte – und doch alles veränderte
Formal ging es um einen Änderungsantrag des republikanischen Abgeordneten Thomas Massie, der rund 3,3 Milliarden US-Dollar an Militärhilfe für Israel im kommenden Haushaltsjahr streichen wollte. Mit 104 zu 314 Stimmen fiel der Vorstoß krachend durch. Doch die nackten Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte. Denn während unter den Republikanern einzig Massie selbst mit „Ja“ stimmte, votierten sage und schreibe 103 der 215 demokratischen Abgeordneten für die Kürzung, zehn weitere enthielten sich.
Zum Vergleich: Vor gut zwei Jahren hatten bei einer vergleichbaren Abstimmung lediglich 37 Demokraten für eine Streichung gestimmt. Die Kurve zeigt steil nach oben – oder besser gesagt: Sie zeigt steil weg von einem Verbündeten, den die USA jahrzehntelang treu unterstützt haben.
Die Partei zerfällt vor laufender Kamera
Wer wissen will, wie tief der Riss durch die Demokratische Partei verläuft, muss nur einen Blick auf die Parteiführung werfen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katherine Clark und ausgerechnet die frühere Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, stimmten für den Antrag. Clark erklärte, sie habe nicht zugestimmt, weil sie die Vorlage in Gänze teile, sondern weil man den Kurs ändern müsse.
„Sozialisten kandidieren mit einer antiamerikanischen Agenda: ‚Ja‘ zur Hamas und ‚Nein‘ zur Unterstützung eines unserer engsten demokratischen Verbündeten.“
Diese scharfen Worte stammen vom demokratischen Abgeordneten Josh Gottheimer aus New Jersey, der die Entwicklung in seiner eigenen Partei als „verheerend“ brandmarkte. Er halte es für ein Armutszeugnis, dass sich Kollegen dem politischen Druck beugten, statt sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass solche Mahnungen im ideologisch aufgeheizten Klima der Partei zunehmend verhallen dürften.
Der Linksruck als Brandbeschleuniger
Was hier zu beobachten ist, dürfte kein Zufall sein, sondern das Ergebnis eines schleichenden Prozesses. Der progressive Parteiflügel gewinnt an Boden, und mit ihm eine außenpolitische Haltung, die traditionelle Bündnistreue über Bord wirft. Bei gleich drei Vorwahlen setzten sich zuletzt linke Kandidaten durch, die offen eine Abkehr vom pro-israelischen Kurs fordern. Eine Umfrage soll ergeben haben, dass unter den demokratischen Wählern inzwischen 74 Prozent weitere wirtschaftliche und militärische Hilfe für Israel ablehnen.
Minderheitsführer Hakeem Jeffries stimmte zwar gegen den Antrag, sprach aber von einem „major reset“ – einem grundlegenden Neustart im Verhältnis zwischen Washington und Jerusalem. Sollten die Demokraten bei den Zwischenwahlen im November die Mehrheit erobern, so deutete er an, wolle man künftige Sicherheitshilfen an Bedingungen knüpfen. Ein bemerkenswerter Schwenk für eine Partei, die einst als verlässlicher Partner Israels galt.
Ein Lehrstück über politische Verlässlichkeit
Der Auslöser des gesamten Konflikts – der barbarische Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 – scheint in der aktuellen Debatte zunehmend in den Hintergrund zu geraten. Wer heute Bündnistreue predigt, gerät morgen unter Verdacht. Es ist ein Muster, das auch hierzulande vertraut anmutet: Wenn ideologischer Druck über strategische Vernunft siegt, verlieren am Ende alle. Für Beobachter, die traditionelle Werte und verlässliche Partnerschaften schätzen, ist dieser Vorgang ein Alarmsignal.
Und genau in solchen Zeiten geopolitischer Unwägbarkeiten, in denen selbst jahrzehntealte Allianzen ins Wanken geraten, zeigt sich der Wert von Beständigkeit. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen möchte, tut gut daran, auf Werte zu setzen, die keiner politischen Laune und keinem Fraktionszwang unterliegen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein Fels in der Brandung – unabhängig davon, wie die Mehrheiten in fernen Parlamenten gerade ausfallen. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie eine Stabilität, die Papierwerte in unsicheren Zeiten schlicht nicht leisten können.
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