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Kettner Edelmetalle
22.03.2026
15:05 Uhr

Lufthansa setzt auf München – Frankfurt schaut in die Röhre

Lufthansa setzt auf München – Frankfurt schaut in die Röhre

Während Deutschland über marode Brücken, kaputte Schienen und eine chronisch unterfinanzierte Infrastruktur klagt, plant die Lufthansa offenbar einen milliardenschweren Paukenschlag am Münchner Flughafen. Die Kranich-Airline wolle dort Kapazitäten für zehn Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr schaffen – ein Vorhaben, das nicht nur die bayerische Landeshauptstadt aufwerten, sondern auch den Standort Frankfurt empfindlich treffen dürfte.

Ein Projekt, das Corona überlebt hat

Ganz neu ist die Idee freilich nicht. Bereits 2019 hatten die Beteiligten eine Absichtserklärung für die Erweiterung des Terminals 2 um den sogenannten T-Stiel unterzeichnet. Dann kam die Pandemie, und wie so vieles in diesem Land wurde auch dieses Projekt auf unbestimmte Zeit in die Schublade verbannt. Doch nun, so sei aus Unternehmenskreisen zu vernehmen, wolle man die Pläne endlich in Angriff nehmen. Die Konstruktion solle erneut als Joint-Venture zwischen der Flughafen München GmbH mit 60 Prozent und der Lufthansa mit 40 Prozent der Anteile realisiert werden – eine bewährte Partnerschaft, die bereits beim Bau des bestehenden Terminals 2 funktioniert habe.

Das Timing ist kein Zufall. Am Montag feiert die Lufthansa am Münchner Flughafen mit einem Festakt ihr 100-jähriges Jubiläum, im Beisein von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Lufthansa-Chef Carsten Spohr habe für den Anlass bereits eine besondere Nachricht angekündigt. Man darf wohl davon ausgehen, dass es sich dabei um die offizielle Bestätigung der Münchner Ausbaupläne handeln könnte.

Frankfurt verliert den Wettlauf der Drehkreuze

Für den Frankfurter Flughafen, Deutschlands größtes Luftfahrt-Drehkreuz, ist die Entscheidung ein herber Rückschlag. Auch dort wurde über eine Erweiterung verhandelt, doch Spohr habe im Vorfeld unmissverständlich klargestellt: „Für beides besteht kein Bedarf." Der Konzern wolle in den kommenden Jahren nur an einem seiner beiden deutschen Heimatdrehkreuze so stark wachsen, dass eine größere Infrastrukturerweiterung notwendig werde. Und dieses Rennen hat München offensichtlich gewonnen.

Man mag sich fragen, ob diese Entscheidung nicht auch ein Spiegelbild der politischen Verhältnisse ist. Bayern unter CSU-Führung hat es über Jahrzehnte verstanden, den Freistaat als Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten – während Hessen unter wechselnden Koalitionen und ideologischen Grabenkämpfen zunehmend an Anziehungskraft verlor. Wer Unternehmen Planungssicherheit und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen bietet, der wird belohnt. So einfach ist das.

Dritte Startbahn: Spohrs Kampfansage an die Blockierer

Doch mit dem Terminal-Ausbau allein ist es nicht getan. Um das zusätzliche Flugaufkommen bewältigen zu können, hält Spohr den Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen für unverzichtbar. „Wir schulden es der nächsten Generation, dass wir diese Option offenhalten", habe der Lufthansa-Chef jüngst bei einem Empfang des bayerischen Finanzministers Albert Füracker erklärt. Ein Satz, der in seiner Klarheit wohltuend ist – und der gleichzeitig an all jene gerichtet sein dürfte, die seit Jahren jedes größere Infrastrukturprojekt in Deutschland mit Klagen, Bürgerinitiativen und ideologischen Bedenken torpedieren.

Man erinnere sich: Der Bau der dritten Startbahn wurde 2012 durch einen Bürgerentscheid der Münchner Bevölkerung gestoppt. Seitdem liegt das Projekt brach, obwohl Experten seit langem vor Kapazitätsengpässen warnen. Es ist ein Muster, das sich durch die gesamte deutsche Infrastrukturpolitik zieht – vom Berliner Flughafen BER, dessen Baudesaster zum internationalen Gespött wurde, bis hin zur chronisch verspäteten Deutschen Bahn. Deutschland, einst Inbegriff ingenieurtechnischer Exzellenz, scheint verlernt zu haben, große Projekte umzusetzen.

ICE-Anbindung: Seit Jahren nur heiße Luft

Neben der dritten Startbahn fordert Spohr zudem vehement den Bau eines ICE-Anschlusses für den Münchner Flughafen. Dieses Vorhaben werde seit Jahren diskutiert, ohne dass es auch nur einen Zentimeter vorangekommen sei. Mit dem nun angekündigten Terminal-Ausbau verstärke die Lufthansa den Druck auf die Deutsche Bahn – ein Unternehmen, das bekanntlich schon mit dem regulären Betrieb hoffnungslos überfordert scheint.

Es ist bezeichnend für den Zustand dieses Landes, dass ein privates Unternehmen die Politik regelrecht zum Handeln zwingen muss. Während andere Nationen ihre Flughäfen längst mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden haben, diskutiert Deutschland noch immer über Machbarkeitsstudien und Planfeststellungsverfahren. Die Genehmigungsbürokratie, die jedes Großprojekt in einen jahrzehntelangen Hindernislauf verwandelt, ist eines der größten Standortrisiken der Bundesrepublik.

Ein Hoffnungsschimmer für den Wirtschaftsstandort

Trotz aller berechtigten Kritik an der deutschen Infrastrukturpolitik: Die Entscheidung der Lufthansa für München ist ein positives Signal. Sie zeigt, dass es in diesem Land noch Unternehmen gibt, die bereit sind, in die Zukunft zu investieren – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Bayern hat hier offensichtlich die Nase vorn. Ob die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz den Mut aufbringt, die notwendigen Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Deutschland wieder zu einem Land zu machen, in dem Großprojekte nicht an Bürokratie und Ideologie scheitern, bleibt abzuwarten.

Eines steht fest: Zehn Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr bedeuten Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Genau das braucht Deutschland jetzt – nicht noch mehr Regulierung, nicht noch mehr Bedenkenträgerei, sondern den Willen, endlich wieder etwas aufzubauen.

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