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Kettner Edelmetalle
11.05.2026
14:32 Uhr

Krisenprofiteur Aramco: Während die Welt am Öltropf hängt, klingelt in Riad die Kasse

Krisenprofiteur Aramco: Während die Welt am Öltropf hängt, klingelt in Riad die Kasse

Es ist das perfekte Drehbuch für einen Krisengewinner: Während die Weltwirtschaft nach zwei Monaten iranischer Blockade der Straße von Hormus eine schmerzhafte Lücke von einer Milliarde Barrel Öl zu beklagen hat, vermeldet der saudische Staatskonzern Saudi Aramco für das erste Quartal einen Nettogewinn von sage und schreibe 32,5 Milliarden Dollar. Ein Plus von 25 Prozent. Man könnte fast meinen, in Riad werde der Sekt schon kaltgestellt – während in Europas Industriehallen die Lichter flackern.

Die Mathematik der Knappheit

Wer die Marktwirtschaft verstehen will, muss nur einen Blick auf die Bilanz von Aramco werfen. Knappheit treibt Preise, Preise treiben Gewinne. Was der Iran mit seiner Blockade an Schaden anrichtet, verwandelt sich in den Schatzkammern des Königshauses in glänzende Dollarmilliarden. Während energieintensive Branchen in Deutschland reihenweise um ihre Existenz ringen, fließen am Persischen Golf sieben Millionen Barrel täglich durch die hochgefahrene Ost-West-Pipeline – die strategische Versorgungsader, die das gefährliche Nadelöhr von Hormus elegant umgeht.

Aramco-Chef Amin Nasser gibt sich staatsmännisch und erklärt, das Ziel sei es, den Energiefluss aufrechtzuerhalten, selbst wenn das System unter Druck stehe. Eine bemerkenswerte Aussage eines Konzerns, der von genau diesem Druck profitiert wie kaum ein zweiter auf dem Planeten.

Die unbequeme Wahrheit für Industrienationen

Nassers Warnung an die Abnehmer in Europa und Asien sollte aufhorchen lassen: Selbst wenn die Lieferrouten morgen wieder geöffnet würden, sei mit einer schnellen Normalisierung nicht zu rechnen. Die Lagerbestände seien ohnehin niedrig, und jahrelange Investitionsdefizite in neue Förderkapazitäten verschärften die Lage zusätzlich. Übersetzt heißt das: Stellt euch auf dauerhaft höhere Energiepreise ein.

Für Deutschland, dessen Wirtschaftsmodell auf bezahlbarer Energie aufgebaut wurde, ist diese Botschaft ein Schlag ins Gesicht. Während die Politik der vergangenen Jahre fleißig damit beschäftigt war, eigene Versorgungsstrukturen abzuwickeln, sich von russischem Gas zu verabschieden und gleichzeitig die heimische Kernkraft abzuschalten, hat sich die Republik in eine geopolitische Geiselrolle manövriert, aus der es kein einfaches Entkommen gibt.

Pipeline-Poker mit Verfallsdatum

Die vielbeschworene Ost-West-Pipeline als Rettungsanker zu verklären, ist nicht mehr als geschicktes Marketing. Sie läuft längst am Limit, weiterer Spielraum existiert nicht. Und die Route durch das Rote Meer? Anfällig für Konflikte in Jemen, Sudan und Eritrea. Das geopolitische Risiko wird nicht eliminiert, sondern lediglich verschoben – eine Verlagerung von einem Pulverfass auf das nächste.

Krisenkapitalismus in Reinkultur

Was sich hier abspielt, ist die Lehrstunde eines Systems, in dem Knappheit belohnt wird. Jahrelange Unterinvestitionen in neue Förderkapazitäten treffen auf strukturell niedrige Lagerbestände. Wer jetzt noch auf eine rasche Normalisierung hofft, hat den Ernst der Lage nicht begriffen. Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern aus Krisenregionen ist eben kein Konstruktionsfehler – sie ist gewünschtes Geschäftsmodell jener Akteure, die an genau dieser Abhängigkeit verdienen.

Besonders bitter: Deutschland steht inmitten dieses Sturms mit weitgehend leeren Händen da. Die im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045, das 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur, die ideologisch motivierte Energiewende – all das hilft im Hier und Jetzt wenig, wenn die Tanker durch die Straße von Hormus nicht mehr fahren und die Chemieindustrie in Ludwigshafen über Stilllegungen nachdenkt.

Was Anleger jetzt verstehen sollten

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, explodierender Energiekosten und einer Inflation, die durch staatliche Schuldenexzesse weiter angeheizt wird, zeigt sich einmal mehr: Papierwerte und digitale Vermögen sind so stabil wie das Vertrauen in die politischen Systeme, die sie ausgeben. Wer in turbulenten Zeiten Vermögen bewahren will, sollte über eine breit gestreute Vermögensaufstellung nachdenken – physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie Wert über Generationen hinweg sichern können. Gerade dann, wenn die Geopolitik wieder einmal beweist, wie schnell vermeintliche Sicherheiten ins Wanken geraten.

Während Aramco weiter Rekorde meldet, Nasser von „jahrelanger Instabilität“ raunt und deutsche Industrieunternehmen ums Überleben kämpfen, bleibt die unbequeme Erkenntnis: Die kommenden Jahre werden für Mitteleuropa kein Spaziergang. Sie werden ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn Politik Ideologie über Realwirtschaft stellt.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Sie geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie öffentlich zugängliche Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, vor Anlageentscheidungen eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls einen unabhängigen Finanzberater zu konsultieren. Für getroffene Anlageentscheidungen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

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