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Kettner Edelmetalle
18.03.2026
07:03 Uhr

Japans Raffinerien am Limit: Golfkrieg würgt die Ölversorgung ab

Was passiert, wenn die geopolitischen Pulverfässer im Nahen Osten tatsächlich explodieren? Japan liefert gerade die erschreckende Antwort. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt erlebt hautnah, wie fragil die globale Energieversorgung in Wahrheit ist – und wie schnell sich ein militärischer Konflikt Tausende Kilometer entfernt in leere Zapfsäulen und explodierende Spritpreise verwandeln kann.

Auslastung der Raffinerien im freien Fall

Die Zahlen, die der japanische Erdölverband diese Woche veröffentlichte, sprechen eine unmissverständliche Sprache. Die Auslastung der japanischen Raffinerien sei in der Woche bis zum 14. März auf magere 69,1 Prozent eingebrochen – gegenüber 77,6 Prozent in der Vorwoche und mehr als 80 Prozent vor Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran. Ein Rückgang, der die gesamte Versorgungskette des Landes unter enormen Druck setzt.

Die Konsequenzen sind bereits an den Lagerdaten ablesbar. Die Benzinvorräte schrumpften um nahezu zehn Prozent. Kerosinbestände brachen um zwölf Prozent ein. Jet-Treibstoff ging um drei Prozent zurück, Diesel um ein Prozent. Einzig die Flüssigerdgas-Bestände der großen japanischen Versorger stiegen leicht auf 2,3 Millionen Tonnen – ein schwacher Trost angesichts der dramatischen Lage bei den Erdölprodukten.

Benzinpreise auf Rekordniveau – Bürger zahlen die Zeche

Für den japanischen Verbraucher schlägt die Krise bereits brutal durch. Der durchschnittliche Benzinpreis kletterte bis zum 16. März auf 190,8 Yen pro Liter – ein Anstieg von 18 Prozent innerhalb einer einzigen Woche und der höchste Stand seit mindestens 2022. Umgerechnet entspricht das etwa 1,20 US-Dollar pro Liter, was angesichts des schwachen Yen eine zusätzliche Belastung darstellt.

Premierministerin Sanae Takaichi reagierte mit einem Maßnahmenpaket, das man durchaus als Krisenmanagement im Schnellverfahren bezeichnen könnte. Ab dem 19. März subventioniert die Regierung Benzin mit 30,2 Yen pro Liter. Takaichi habe versprochen, den Durchschnittspreis bei etwa 170 Yen pro Liter zu halten. Gleichzeitig ordnete sie eine teilweise Freigabe der strategischen Ölreserven an – ein Schritt, der die nationalen Notfallbestände um beachtliche 17 Prozent reduzieren würde.

Strategische Reserven: Ein zweischneidiges Schwert

Die Regierung habe die japanischen Raffinerien angewiesen, das freigegebene Rohöl zur Sicherung der Inlandsversorgung zu nutzen. Wie viel davon in die von der Internationalen Energieagentur koordinierte globale Freigabe von 400 Millionen Barrel einfließen werde, sei derzeit noch unklar. Diese beispiellose internationale Aktion soll den Angebotsschock und die Preisvolatilität abfedern, die der Krieg ausgelöst hat.

Darüber hinaus erwäge die japanische Regierung laut dem Sender NHK, Rohöl aus Alaska zu beschaffen – ein bemerkenswerter Strategiewechsel, der die traditionelle Abhängigkeit vom Nahen Osten durchbrechen könnte. Ob dies mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, bleibt abzuwarten.

Ein Weckruf für Europa – und für Deutschland

Was sich in Japan abspielt, sollte auch hierzulande die Alarmglocken schrillen lassen. Deutschland, das sich unter der Ampelregierung mit ideologischer Verbissenheit von fossilen Energieträgern verabschieden wollte und dabei die Versorgungssicherheit sträflich vernachlässigte, steht im Ernstfall womöglich noch schlechter da als die Japaner. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, pragmatischer zu agieren – doch ob die energiepolitischen Versäumnisse der vergangenen Jahre so schnell aufgeholt werden können, darf bezweifelt werden.

Die japanische Krise illustriert einmal mehr eine unbequeme Wahrheit: Wer seine Energieversorgung von geopolitisch instabilen Regionen abhängig macht und gleichzeitig keine robusten Alternativen aufbaut, spielt mit dem Wohlstand seiner Bürger russisches Roulette. Die grüne Traumwelt einer rein erneuerbaren Energieversorgung zerschellt an der harten Realität geopolitischer Konflikte.

Gold und Silber als Krisenschutz

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Während Energiepreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Risiken die Märkte erschüttern, erweisen sich Gold und Silber als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Der schwache Yen, die steigenden Rohstoffpreise und die wachsende Unsicherheit an den Finanzmärkten treiben Anleger weltweit in sichere Häfen – und physische Edelmetalle gehören zweifellos zu den sichersten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, sich bei Bedarf an einen qualifizierten Finanzberater zu wenden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

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