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Kettner Edelmetalle
09.07.2026
14:37 Uhr

Insolvenzwelle rollt über Deutschland: Höchster Stand seit zwei Jahrzehnten – und kein Ende in Sicht

Es sind Zahlen, die einem den Atem stocken lassen. Fast 5000 Unternehmen haben allein zwischen April und Ende Juni dieses Jahres in Deutschland die Segel gestrichen. Nicht in einem Jahr – in nur drei Monaten. Willkommen in der Wirtschaftsrealität eines Landes, das einst stolz „Made in Germany“ in die Welt trug und nun dabei zusehen muss, wie das industrielle Rückgrat Stück für Stück zerbricht.

Ein Rekord, auf den niemand stolz sein kann

Nach Erhebungen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle meldeten im zweiten Quartal 2026 exakt 4996 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz an. Das sind neun Prozent mehr als im Vorquartal – und der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2005. Man muss sich das einmal vergegenwärtigen: Zwei Jahrzehnte lang gab es keine derart geballte Pleitewelle. Und ausgerechnet jetzt, unter einer Regierung, die vollmundig „Verantwortung für Deutschland“ auf ihre Fahnen schrieb, bricht der Damm.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Insolvenzgeschehen weiterhin auf einem außergewöhnlich hohen Niveau liegt“, konstatierte der Leiter der IWH-Insolvenzforschung. Die Lage treffe die Wirtschaft in der Breite.

In der Breite – das ist das eigentlich Beunruhigende. Es sind eben nicht einzelne Sorgenkinder, die kollabieren. Es ist ein Flächenbrand.

Fast jede Branche, fast jede Region

Das Baugewerbe, das Grundstücks- und Wohnungswesen, der Handel, das Gastgewerbe, der Dienstleistungssektor – überall dort wurden Höchstwerte erreicht. Besonders dramatisch fielen die Junizahlen in Nordrhein-Westfalen und Hessen aus, den wirtschaftlichen Herzkammern der Republik. Eine der wenigen Ausnahmen bildete das verarbeitende Gewerbe. Doch wer glaubt, das sei ein Grund zum Aufatmen, verkennt, dass gerade dort die Auslagerung ins günstigere Ausland längst in vollem Gange ist.

Zahlen, die eine Politik entlarven

Man muss kein Ökonom sein, um die Zusammenhänge zu erkennen. Explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratielast, immer neue Regulierungswut und eine Steuerpolitik, die den Mittelstand ausquetscht wie eine Zitrone – das ist der Cocktail, an dem die deutsche Wirtschaft langsam erstickt. Und statt gegenzusteuern, verankert man lieber die Klimaneutralität im Grundgesetz und beschließt ein Schuldenpaket von 500 Milliarden Euro, das kommende Generationen fesseln wird. Wer keine neuen Schulden versprach, hat sein Wort schneller gebrochen, als die Tinte unter dem Koalitionsvertrag trocken war.

Auch andere Quellen bestätigen den düsteren Befund. Das Statistische Bundesamt meldete für das erste Quartal einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform zählte für das erste Halbjahr 12.900 Unternehmenspleiten – ein Höchststand seit 2013. Und für das dritte Quartal? Auch da wird mit weiter steigenden Zahlen gerechnet. Ein Ende ist schlicht nicht absehbar.

Was bedeutet das für den Bürger?

Hinter jeder dieser Insolvenzen stehen Menschen: Unternehmer, die ihr Lebenswerk verlieren, Arbeitnehmer, die um ihre Existenz bangen, Familien, deren Zukunft ins Wanken gerät. Wenn ganze Branchen kollabieren, dann sind bald auch die Steuereinnahmen weg, mit denen die ausufernden Sozialausgaben finanziert werden sollen. Die Rechnung dafür zahlt am Ende – wie immer – der Bürger.

In solchen Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit besinnen sich viele wieder auf das, was über Jahrhunderte Bestand hatte: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie kennen keine Insolvenz, keine Bilanzfälschung und keine Bürokratie. Als krisenfeste Ergänzung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie einen wertvollen Anker bieten, wenn Papierwerte ins Straucheln geraten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich selbst umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen eigenständig. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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