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22.01.2026
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Inflationsdaten widerlegen Panikmache: Trumps Zölle treiben Preise nicht in die Höhe

Inflationsdaten widerlegen Panikmache: Trumps Zölle treiben Preise nicht in die Höhe

Die neuesten Zahlen zum bevorzugten Inflationsindikator der US-Notenbank Federal Reserve sprechen eine deutliche Sprache – und sie dürften so manchem Kritiker der Trump'schen Handelspolitik nicht schmecken. Der sogenannte Core PCE-Index, jener Gradmesser, den die Fed mit Argusaugen beobachtet, zeigt keinerlei Anzeichen einer durch Zölle ausgelösten Preisexplosion.

Die nackten Zahlen: Stabilität statt Chaos

Der Kern-PCE stieg im November um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat – exakt wie von Analysten erwartet. Im Jahresvergleich liegt die Teuerungsrate bei 2,8 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber den 2,9 Prozent im September. Wohlgemerkt: Dies sind November-Daten, also durchaus nicht mehr taufrisch. Doch sie sind das Beste, was derzeit zur Verfügung steht, und sie erzählen eine Geschichte, die so gar nicht zum Narrativ der Zoll-Apokalyptiker passen will.

Besonders aufschlussreich ist der Blick unter die Motorhaube dieser Statistik. Der größte Treiber der Kerninflation bleibt nämlich nicht etwa der Gütersektor – wo sich Zolleffekte am ehesten niederschlagen müssten – sondern die Dienstleistungskosten. Die Preise für nicht-dauerhafte Güter verzeichneten sogar zum zweiten Mal in Folge eine Deflation.

SuperCore PCE: Ein differenziertes Bild

Der von Experten besonders beäugte SuperCore PCE, der volatile Komponenten herausrechnet, stieg um 0,2 Prozent monatlich und erreichte im Jahresvergleich 3,1 Prozent. Nach einem Anstieg im Oktober zeigten sich im November die Kosten für Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Gesundheitsversorgung wieder moderater.

Amerikanische Verbraucher: Unerschrocken trotz Preisdruck

Die Daten offenbaren noch einen weiteren interessanten Aspekt: Die amerikanischen Konsumenten lassen sich von der Inflationsrhetorik offenbar nicht beirren. Ihre Ausgaben übertrafen erneut ihre Einkommen. Gleichzeitig verlangsamte sich das Lohnwachstum auf breiter Front. Private Löhne und Gehälter stiegen nur noch um 4,1 Prozent im Jahresvergleich – der niedrigste Wert seit Juni 2025. Die Sparquote sank auf den tiefsten Stand seit November 2022.

Die Quintessenz dieser Zahlen ist eindeutig: Weder zeigt sich eine zollgetriebene Inflation, noch schwächelt der amerikanische Verbraucher.

Ein Schlag ins Gesicht der Schwarzmaler

Für all jene, die seit Monaten vor einer durch Trumps Zollpolitik ausgelösten Inflationswelle warnen, sind diese Daten ein herber Rückschlag. Die prognostizierte Katastrophe bleibt aus. Stattdessen zeigt sich die amerikanische Wirtschaft erstaunlich widerstandsfähig. Man könnte fast meinen, dass eine Politik, die nationale Interessen in den Vordergrund stellt, nicht automatisch in den wirtschaftlichen Untergang führt – eine Erkenntnis, die auch hierzulande für frischen Wind sorgen könnte.

Während in Deutschland die Inflation weiterhin die Bürger belastet und die Wirtschaft unter ideologiegetriebener Politik ächzt, demonstrieren die USA, dass eine andere Herangehensweise durchaus funktionieren kann. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass auch deutsche Entscheidungsträger ihre reflexhafte Ablehnung protektionistischer Maßnahmen überdenken.

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