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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
06:12 Uhr

EZB in der Zinsfalle: Notenbank duckt sich trotz Ölpreisschock weg

Während der Iran-Krieg die Energiepreise in die Höhe treibt und die Inflation in der Eurozone bedrohlich anzieht, verharrt die Europäische Zentralbank in einer Art geldpolitischer Schockstarre. Zum sechsten Mal in Folge belässt die EZB den Einlagenzins bei 2,0 Prozent – und das, obwohl die eigenen Ökonomen für dieses Jahr bereits eine durchschnittliche Teuerungsrate von 2,6 Prozent prognostizieren. Ein Déjà-vu der schlimmsten Sorte zeichnet sich ab.

Lagardes Beschwichtigungen klingen hohl

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach von einem „großen Schock", mit dem die Zentralbank konfrontiert sei. Gleichzeitig versicherte sie, der EZB-Rat sei „gut gerüstet", um die Unsicherheit zu bewältigen. Man fragt sich unwillkürlich: Gut gerüstet – wie 2022? Damals, als die Inflation nach dem russischen Überfall auf die Ukraine auf über zehn Prozent schoss und die EZB monatelang tatenlos zusah, wie den europäischen Bürgern die Kaufkraft regelrecht aus den Taschen gezogen wurde?

Friedrich Heinemann vom ZEW-Institut brachte es auf den Punkt: Das „Trauma von 2022" wirke nach. Der EZB-Rat werde diesen Fehler kein zweites Mal begehen wollen. Die Wahrscheinlichkeit von bis zu zwei Zinsschritten vor der Sommerpause sei hoch. Doch Lagarde selbst ließ sich nicht in die Karten blicken. Stattdessen die üblichen Floskeln: Man beobachte die Inflationsaussichten, man stehe zu seinem Bekenntnis einer mittelfristigen Teuerungsrate von zwei Prozent. Worte, die den deutschen Sparer kaum beruhigen dürften.

Der Ölpreisschock trifft Deutschland mit voller Wucht

Die Folgen des Nahostkonflikts sind längst in deutschen Haushalten angekommen. Steigende Spritpreise, teureres Gas – die Bürger spüren die Auswirkungen an jeder Tankstelle und bei jeder Heizkostenabrechnung. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer warnte eindringlich: Sollte sich der Krieg über Monate hinziehen, könnte die Inflation in der Eurozone auf mindestens drei Prozent klettern. Für ein Land wie Deutschland, dessen Wirtschaft ohnehin unter den Folgen einer jahrelangen energiepolitischen Geisterfahrt leidet, wäre das ein weiterer schwerer Schlag.

Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, stellte nüchtern fest, dass der Krieg im Nahen Osten die Rahmenbedingungen für die EZB fundamental verändert habe. Die Inflationsrate werde selbst bei einer allmählichen Entspannung der Ölmärkte höher ausfallen als bislang angenommen. EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane warnte seinerseits vor den Folgen eines länger andauernden Konflikts – dieser könne die Wirtschaft bremsen und gleichzeitig die Inflation anheizen. Ein klassisches Stagflationsszenario, das Ökonomen seit Jahrzehnten als wirtschaftspolitischen Albtraum fürchten.

Westliche Notenbanken im Gleichschritt der Untätigkeit

Die EZB steht mit ihrer Zurückhaltung nicht allein. Bereits am Vortag hatte die US-amerikanische Federal Reserve ihren Leitzins unverändert gelassen. Ebenso die Schweizerische Nationalbank, die weiterhin bei null Prozent verharrt, und die Bank of England, die bei 3,75 Prozent bleibt. Großbritannien hält damit das höchste Leitzinsniveau unter den G7-Staaten – bei einer Teuerungsrate von drei Prozent zu Jahresbeginn. Sechs Zinssenkungen seit Mitte 2024 haben dort offenbar wenig bewirkt.

Was sich hier abzeichnet, ist ein koordiniertes Abwarten der westlichen Notenbanken, das man wohlwollend als Besonnenheit, kritisch aber auch als Handlungsunfähigkeit interpretieren könnte. Die Zentralbanken stecken in einem klassischen Dilemma: Erhöhen sie die Zinsen, würgen sie das ohnehin fragile Wirtschaftswachstum ab. Senken sie die Zinsen, riskieren sie eine Inflationsspirale. Also tun sie – nichts.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In einem Umfeld, in dem geopolitische Krisen die Energiepreise treiben, die Inflation steigt und die Notenbanken zwischen allen Stühlen sitzen, erweist sich einmal mehr physisches Gold als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Papiergeld durch Inflation entwertet wird und die Aktienmärkte – der DAX sackte bereits auf einen Tiefstand – unter dem Kriegsgeschehen leiden, behält das Edelmetall seinen inneren Wert. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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