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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
06:08 Uhr

Dollar-Desaster: US-Währung stürzt auf Vierjahrestief – Händler flüchten in Rekordtempo

Dollar-Desaster: US-Währung stürzt auf Vierjahrestief – Händler flüchten in Rekordtempo

Was sich derzeit an den Devisenmärkten abspielt, gleicht einem regelrechten Vertrauensvotum gegen die Vereinigten Staaten. Der Dollar-Index ist auf den tiefsten Stand seit März 2022 gefallen, und die Abwärtsspirale beschleunigt sich mit beunruhigender Dynamik. Während die Trump-Administration mit außenpolitischen Eskapaden wie der Drohung, Grönland zu übernehmen, für Schlagzeilen sorgt, stimmen die internationalen Investoren mit den Füßen ab – und zwar gegen den Greenback.

Flucht aus dem Dollar: Strukturelle Probleme werden sichtbar

Der Bloomberg Dollar Spot Index verzeichnete einen Rückgang von bis zu 0,4 Prozent und markierte damit die schlechteste Handelswoche seit Mai. Doch wer glaubt, es handle sich lediglich um kurzfristige Turbulenzen, der irrt gewaltig. Die Schwäche der Weltleitwährung offenbart tiefgreifende strukturelle Verwerfungen, die sich über Jahre aufgebaut haben.

Elias Haddad, globaler Leiter der Marktstrategie bei Brown Brothers Harriman, bringt es auf den Punkt: Das schwindende Vertrauen in die Handels- und Sicherheitspolitik der USA, die zunehmende Politisierung der Federal Reserve und die sich verschlechternde fiskalische Glaubwürdigkeit könnten den Dollar weiter nach unten ziehen. Hier zeigt sich, was passiert, wenn eine Regierung meint, sich alles erlauben zu können – die Märkte reagieren gnadenlos.

Rekordpreise für Absicherungen gegen Dollar-Verfall

Besonders alarmierend ist die Entwicklung am Optionsmarkt. Händler zahlen derzeit so viel wie nie zuvor, um sich gegen einen weiteren Absturz der US-Währung abzusichern. Die Prämie für kurzfristige Optionen, die von einem schwächeren Dollar profitieren, erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Datenerfassung durch Bloomberg im Jahr 2011. Das ist kein normales Marktgeschehen mehr – das ist blanke Panik in institutionalisierter Form.

Am Montag erreichten die Handelsvolumina über die Depository Trust & Clearing Corporation den zweithöchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur der Ausverkauf am 3. April 2025 übertraf diese Aktivität. Die Botschaft ist unmissverständlich: Großinvestoren weltweit diversifizieren ihre Anlagen weg vom Dollar – sei es in Richtung Europa oder verstärkt nach Asien.

Yen-Aufwertung und Interventionsgerüchte heizen Abwärtstrend an

Zusätzlichen Druck auf den Greenback übt die Aufwertung des japanischen Yen aus. Berichte, wonach die Federal Reserve Bank of New York Finanzinstitute kontaktiert habe, um den Wechselkurs des Yen zu überprüfen, haben Spekulationen über eine koordinierte Währungsintervention befeuert. Solche Überprüfungen gelten traditionell als Vorboten möglicher Eingriffe in den Devisenmarkt.

Der Yen legte in New York um etwa 0,7 Prozent auf 153,03 zu. Gleichzeitig erreichte der Euro mit 1,1939 Dollar seinen stärksten Stand seit 2021, während das britische Pfund auf 1,3748 Dollar kletterte – den höchsten Wert seit Juli.

Politisches Chaos als Brandbeschleuniger

Die Unsicherheit über Trumps bevorstehende Entscheidung für den nächsten Fed-Vorsitzenden erschüttert den Greenback zusätzlich. Spekulationen, der nächste Vorsitzende könnte zu niedrigeren Zinsen neigen, verstärken die Nervosität. Hinzu kommt das Risiko einer teilweisen Regierungsschließung, da die Demokraten drohen, ein Ausgabenpaket zu blockieren.

„Angesichts der Möglichkeit einer teilweisen Schließung der Regierung gibt es für Dollar-Optimisten noch viel Grund zur Sorge"

So kommentiert Kit Juckes, Leiter der Devisenstrategie bei der Societe Generale, die prekäre Lage. Die explodierende US-Staatsverschuldung und eine als verschwenderisch wahrgenommene Finanzpolitik tun ihr Übriges, um das Vertrauen in die Weltleitwährung zu untergraben.

Gold und Silber als sichere Häfen in stürmischen Zeiten

In Zeiten, in denen selbst die vermeintlich sicherste Währung der Welt ins Wanken gerät, rücken alternative Wertaufbewahrungsmittel verstärkt in den Fokus. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Schutz gegen Währungsverfall und politische Instabilität bewährt. Während Papierwährungen durch politische Entscheidungen und Schuldenorgien entwertet werden können, behalten Edelmetalle ihren intrinsischen Wert.

Für Anleger, die ihr Vermögen vor den Auswirkungen eines möglichen Dollar-Debakels schützen möchten, könnte eine Beimischung physischer Edelmetalle zum Portfolio eine sinnvolle Strategie zur Vermögenssicherung darstellen. In einem breit gestreuten Anlage-Portefeuille können Gold und Silber als stabilisierender Anker fungieren, wenn andere Anlageklassen unter Druck geraten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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