
Digitalpakt 2.0: Lehrerverband rechnet mit der Bildungspolitik ab
Die Kritik am neuen Digitalpakt für Deutschlands Schulen könnte kaum vernichtender ausfallen. Der Deutsche Lehrerverband wirft Bund und Ländern vor, sich bei der digitalen Ausstattung der Bildungseinrichtungen regelrecht "arm gerechnet" zu haben. Verbandspräsident Stefan Düll fordert eine Verdopplung der vorgesehenen Mittel – ein deutliches Signal, dass die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern den tatsächlichen Bedarf bei weitem verfehlt.
Finanzielle Trickserei auf Kosten der Schüler?
Was Düll der "Rheinischen Post" mitteilte, lässt tief blicken: Die Länder dürften sich offenbar bereits getätigte Ausgaben anrechnen lassen, während der Bund weniger als beim ersten Digitalpakt beisteuert und sich langfristig sogar gänzlich aus der Finanzierung zurückziehen möchte. Ein klassisches Beispiel deutscher Bildungspolitik – große Ankündigungen, magere Umsetzung. Die Leidtragenden sind wie so oft die Schüler und Lehrkräfte, die mit veralteter Technik und mangelhafter Infrastruktur kämpfen müssen.
Besonders brisant erscheint der Hinweis auf fehlende Mittel für den Einsatz professioneller Künstlicher Intelligenz im Schulalltag. Die Lizenzen für hochwertige KI-Programme seien schlicht zu teuer, um sie flächendeckend einzusetzen. Während andere Länder längst auf digitale Lernassistenten setzen, hinkt Deutschland einmal mehr hinterher.
Verwaltungschaos an deutschen Schulen
Doch nicht nur der Unterricht selbst leidet unter der digitalen Rückständigkeit. Düll kritisiert auch die völlig unzureichende Digitalisierung der Schulverwaltung. Von der Schüleranmeldung über Arbeitsverträge für Lehrkräfte bis hin zu sämtlichen Abrechnungsprozessen – für all diese dringend notwendigen Modernisierungen seien kaum Mittel eingeplant. Man fragt sich unweigerlich: Wie sollen Schulen im 21. Jahrhundert funktionieren, wenn selbst grundlegende Verwaltungsprozesse noch auf dem Stand der Neunzigerjahre verharren?
Deutschland – ein Land der digitalen Angsthasen?
Der Verbandspräsident geht in seiner Kritik noch weiter und nimmt die grundsätzliche deutsche Haltung zur Digitalisierung ins Visier. Starre Datenschutzvorgaben und überzogene Debatten über Social-Media-Verbote für Jugendliche würden den Fortschritt hemmen. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Deutschland müsse endlich lernen, die "digitale Welle zu reiten", anstatt sich vor ihr zu fürchten.
Bundesbildungsministerin Karin Prien von der CDU stellte den neuen Digitalpakt gemeinsam mit ihren Länderkollegen vor. Ob die scharfe Kritik des Lehrerverbands zu Nachbesserungen führen wird, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass in der deutschen Bildungspolitik zwischen Ankündigung und tatsächlicher Umsetzung oft Welten liegen.
Ein Armutszeugnis für den Bildungsstandort Deutschland
Die Situation offenbart einmal mehr das strukturelle Versagen der deutschen Politik im Bildungsbereich. Während andere Industrienationen ihre Schulen längst mit modernster Technik ausgestattet haben, diskutiert man hierzulande noch immer über Grundsatzfragen. Die Zeche zahlen am Ende die Schüler, die im internationalen Vergleich zunehmend den Anschluss verlieren. Es wäre an der Zeit, dass die Verantwortlichen in Bund und Ländern endlich begreifen: Bildung ist keine Kostenstelle, sondern eine Investition in die Zukunft unseres Landes.
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