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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
10:13 Uhr

Wohnungsmarkt im Würgegriff: Wie deutsche Politik den Mietern die Luft abschnürt

Wohnungsmarkt im Würgegriff: Wie deutsche Politik den Mietern die Luft abschnürt

Es ist ein Trauerspiel mit Ansage. Der deutsche Immobilienmarkt gleicht mittlerweile einem Patienten, dem man erst die Luft abschnürt und sich dann wundert, warum er nicht mehr atmet. Die aktuellen Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sprechen eine Sprache, die kein Beschönigen mehr zulässt: Wer in Deutschlands Großstädten eine bezahlbare Mietwohnung sucht, gleicht einem Schatzsucher ohne Karte.

Die Mieten explodieren, das Angebot verdampft

Während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr mit mageren 0,8 Prozent nahezu stagnierten, schossen die Angebotsmieten bundesweit um satte vier Prozent in die Höhe. Zum Vergleich: Die offizielle Inflation lag bei 2,6 Prozent. Die Mieten galoppieren also der Teuerung munter davon.

Besonders schmerzhaft trifft es die Mieter in den Metropolen. In Köln zogen die Mieten um beachtliche 7,9 Prozent an, gefolgt von Hamburg mit 5,5 Prozent und Leipzig mit 5,4 Prozent. Doch die eigentliche Katastrophe verbirgt sich nicht in den Preisen allein, sondern im schlichten Fehlen von Angeboten.

Ein halbiertes Angebot – und Berlin als warnendes Beispiel

Bundesweit werden gegenwärtig knapp zwölf Prozent weniger Mietwohnungen inseriert als noch Anfang 2022. In einzelnen Großstädten ist die Lage geradezu dramatisch: In Hamburg hat sich das Mietangebot mit einem Minus von 57 Prozent mehr als halbiert. Frankfurt am Main verzeichnet 43 Prozent weniger Inserate, Leipzig 40 Prozent.

Wer eine Mietwohnung in einer deutschen Großstadt sucht, konkurriert heute mit einem Vielfachen an Bewerbern um ein drastisch geschrumpftes Angebot.

Die vermeintliche Ausnahme heißt Berlin, mit einem Plus von 43 Prozent gegenüber 2022. Doch dieser Anstieg ist kein Grund zur Freude, sondern ein Lehrstück staatlichen Versagens. Denn der berüchtigte Mietendeckel hatte das Angebot in der Hauptstadt zuvor derart abgewürgt, dass allein im ersten Quartal nach seiner Einführung 39 Prozent weniger Wohnungen inseriert wurden. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Der ideologisch getriebene Eingriff in den Markt zerstörte das Angebot – und die spätere Erholung wird nun als Erfolg verkauft.

Kaufmarkt: Volle Portale, leere Geldbeutel

Ganz anders präsentiert sich der Kaufmarkt. Bundesweit werden nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten als Anfang 2022. Doch wer nun frohlockt, irrt gewaltig. Dieser scheinbare Überfluss ist kein Zeichen munterer Bautätigkeit, sondern das Symptom einer kranken Finanzierungslandschaft. Die gestiegenen Zinsen haben den Kreis potenzieller Käufer schrumpfen lassen und verlängern die Vermarktungszeiten. Die Immobilien landen häufiger in den Portalen und verstauben dort deutlich länger.

IW-Immobilienökonom Pekka Sagner brachte das Dilemma auf den Punkt. Auf dem Mietmarkt fehle es nicht nur an Neubau, sondern auch an Bewegung im Bestand, so Sagner. Die Umzugsmobilität sei zu gering, bestehender Wohnraum werde nicht umfänglich genutzt. Noch strengere Mietregeln, warnte er, würden diesen Effekt verstärken und das Angebot für Wohnungssuchende weiter verknappen.

Die Wurzel des Übels: verfehlte Politik

Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren einer Politik, die den Wohnungsmarkt mit Verboten, Auflagen und ideologischen Experimenten überzogen hat, statt Anreize für Neubau und Investitionen zu schaffen. Wer Vermieter systematisch drangsaliert, immer neue energetische Vorschriften erlässt und mit Mietpreisbremsen und Deckelfantasien hantiert, der darf sich nicht wundern, wenn das Angebot verdampft. Der Staat spielt Feuerwehr und Brandstifter in Personalunion.

Der Ruf nach noch strengeren Mietregeln, wie er aus gewissen politischen Ecken immer lauter erschallt, ist dabei nichts anderes als der Versuch, das Feuer mit Benzin zu löschen. Die Leidtragenden sind am Ende genau jene Bürger, denen man vorgibt zu helfen: die Wohnungssuchenden, die jungen Familien, die Arbeiter und Angestellten, die in den Ballungsräumen ein Dach über dem Kopf brauchen.

Was bleibt dem Bürger zur Vermögenssicherung?

Die Lehre aus dieser Misere ist bitter, aber klar: Wer sein Vermögen sichern will, sollte sich nicht auf staatlich verzerrte Märkte verlassen. Immobilien als Kapitalanlage geraten durch politische Willkür und hohe Finanzierungskosten zunehmend unter Druck. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber hingegen kennen keine Mietpreisbremse, keinen Mietendeckel und keine ideologische Regulierung. Sie stehen seit Jahrtausenden für Beständigkeit und eignen sich als solide Beimischung in einem breit gestreuten, krisenfesten Portfolio zur langfristigen Vermögenssicherung.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen spiegeln die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider und stellen ausdrücklich keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Wir übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Bei rechtlichen oder steuerlichen Fragen konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Rechts- oder Steuerberater.

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