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Kettner Edelmetalle
03.03.2026
07:09 Uhr

Wie Social Media eine ganze Generation junger Mädchen zerstört – und Politiker nur an Überwachung denken

Während Deutschlands Jugend in einer digitalen Hölle aus Selbstzweifeln, Depressionen und Essstörungen versinkt, wittert die politische Klasse ihre große Chance: nicht etwa, um Kinder zu schützen, sondern um die totale Überwachung des Internets durchzusetzen. Was sich als Jugendschutz tarnt, ist in Wahrheit der feuchte Traum jedes Kontrollstaats-Apologeten.

Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache

Eine aktuelle Studie der DAK in Rheinland-Pfalz offenbart das ganze Ausmaß der Katastrophe. In den vergangenen fünf Jahren seien Depressionen bei Jugendlichen um 27 Prozent gestiegen, Essstörungen gar um 56 Prozent. Besonders alarmierend: die explosionsartige Zunahme sozialer Ängste bei Mädchen, die in permanenter Furcht vor Bewertungen auf Instagram und TikTok leben. Die Pressemeldung trug den bezeichnenden Titel „Panik und Ängste… Mädchen besonders betroffen". Man muss kein Soziologe sein, um zu erkennen, dass hier etwas fundamental schiefläuft.

Die britische Soziologin Freya India hat in ihrem Buch „Girls: Gen Z and the commodification of everything" eindrücklich beschrieben, wie sich die Lebenswirklichkeit pubertierender Mädchen in den letzten zwei Jahrzehnten radikal verändert habe. Schon immer hätte die Werbeindustrie versucht, Teenagern Produkte zur vermeintlichen Selbstoptimierung anzudrehen. Doch heute würden Mädchen keine Produkte mehr verkauft – sie würden selbst zum Produkt gemacht.

Instagram: Das Haifischbecken der Generation Z

Spätestens mit zwölf Jahren hätten die meisten Mädchen einen Instagram-Account, auf dem sie sich zur permanenten Beurteilung präsentieren. Jede Erfahrung werde zur sozialen Währung. Besuch in der Eisdiele – klick. Neues Outfit – klick. Urlaub – klick. Die Akzeptanz des Umfelds, die in der Pubertät ohnehin von überragender Bedeutung ist, manifestiere sich in „Likes". Bleiben diese aus, reagierten Mädchen mit extremer Verunsicherung.

Genau dort stoße die Industrie hinein. Die Algorithmen würden auf die kleinste Äußerung der Mädchen reagieren – lösche eine ein Selfie, bekomme sie umgehend ein Beauty-Produkt angeboten. Schreibe sie die Worte „unsicher" oder „Angst", reagierten die Algorithmen sofort mit einer Werbeanzeige, die darauf abziele, diese Angst noch zu vergrößern. Ein perfides System, das die verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft systematisch ausbeute.

Schönheitsfilter und die Flucht vor dem eigenen Spiegelbild

Besonders perfide seien die sogenannten Facetune-Apps. Mittlerweile arbeiteten die Schönheitsfilter derart professionell, dass ein „freundlicher KI-Assistent" auf Knopfdruck zehn Kilo wegzaubere, die Haare zum Glänzen bringe und die Wangenknochen lifte. Oder man frage den „freundlichen" Assistenten, was man denn ändern solle. Der habe dann zahlreiche Vorschläge parat: Hals, Kinn, Wangen, Lippen, Augen, Haare – kurzum alles. Und ganz besonders natürlich die Figur.

Man brauche ein solides Selbstbewusstsein, um nach einer solchen Vorschlagsliste nicht direkt zur Schokoladentafel zu greifen. Kaum ein Mädchen lade noch echte Fotos von sich hoch. Habe man sich erst an sein schönes KI-Bild gewöhnt, werde der Blick in den Spiegel zum Horror. Es entwickle sich eine Dysphorie, eine permanente Angst, jemand könnte den Schein durchbrechen.

TikTok: Die Angstmaschine

Die Welt von TikTok sei voll von sogenannten „Red Flags" – angeblich klaren Warnzeichen. Fragt er dich nach der Uhrzeit? Lauf weg, das sei gefährlich. Dies sei gefährlich, das sei gefährlich, nichts solle man mehr machen, weil es einfach zu riskant sei. Man könnte enttäuscht werden, man könnte verletzt werden. Wer aber immer mit dem Handy zu Hause sitze, der werde garantiert enttäuscht und unglücklich.

Mädchen würden überall und in allen Bereichen vor Jungs und der Liebe gewarnt. Keinesfalls solle man sich von einem Jungen abhängig machen. Auf TikTok bekomme man Filmchen serviert: „Warum er ein Narzisst ist" oder „Warum er dich betrügen wird". All das sei auf junge Mädchen von zwölf, dreizehn Jahren ausgerichtet, die über keinerlei Lebenserfahrung und Kontext verfügten. Ihnen werde von leidenschaftlichen Influencerinnen erklärt, warum Jungs solche Schweine seien. Woher sollten sie wissen, dass das eine Meinung sei, die sich halt gut verkaufe?

Der amerikanische Sozialpsychologe Jonathan Haidt habe in einer Studie von Reddit-Foren festgestellt, dass der häufigste Beziehungsratschlag laute: Schluss machen, sofort Schluss machen. Der seltenste Ratschlag sei es gewesen, einen Kompromiss zu finden. Was für ein verheerendes Signal an eine Generation, die ohnehin kaum noch gelernt hat, was Verbindlichkeit, Treue und Durchhaltevermögen bedeuten.

Therapie-Apps statt Familie und Freunde

Und wenn die Probleme dann unweigerlich aufträten – bei welchem Teenager treten keine Probleme auf? – dann stünden genügend Online-Therapie-Anbieter bereit. In England und den USA sei es fast schon normal für Mädchen, ihren Online-Lebensberater zu haben. Plattformen wie BetterHelp und Talkspace schalteten ihre Anzeigen immer dann, wenn Mädchen irgendwelche Selbstzweifel äußerten. Auch in Deutschland böten sie mittlerweile ihre Dienste an.

Die Botschaft dieser Industrie sei unmissverständlich: Du brauchst keine Freunde. Du brauchst keine Familie. Du brauchst eine Therapie-App. Unterstützt werde dieser Trend von der Pathologisierung ganz normalen Verhaltens in den sozialen Medien. Kein Mensch habe mehr normale Charaktereigenschaften. Wer sich häufig Gedanken mache, habe eine Angststörung. Wer eifersüchtig sei, habe ein Problem mit dem Selbstwertgefühl. Wer freundlich zu anderen sei, habe ein Helfersyndrom. Wer romantisch sei, leide unter einer ambivalenten Unsicherheits-Bindungsstörung.

Die Zerstörung traditioneller Werte

Was hier geschieht, ist nichts weniger als die systematische Zerstörung dessen, was Gesellschaften seit Jahrtausenden zusammengehalten hat: echte menschliche Beziehungen, Familie, Verbindlichkeit, das Füreinander-Einstehen. Wie sollen Mädchen stabile Beziehungen eingehen, wenn sie von klein auf lernen, nur ihre eigenen Gefühle wichtig zu nehmen und vor allem Angst zu haben? Keine Kompromisse einzugehen, sich niemals in Abhängigkeit zu begeben, nicht verletzbar zu sein? Im Internet lerne man nichts darüber, freundlich zu sein, sich zu kümmern, Opfer zu bringen.

Gleichzeitig würden Eltern immer seltener Ratschläge geben. Es herrsche ein Trend, sich neutral zu verhalten, um den Teenagern ihre „Freiheit" zu lassen. In diese Lücke stießen dann Medienunternehmen vor, die alles andere als neutral seien. Porn Hub ersetze Beziehungsratschläge und Instagram übernehme das Thema Selbstwertgefühl. Eine ganze Generation werde von Algorithmen erzogen statt von ihren Eltern – und die Politik schaut nicht nur zu, sie befeuert diese Entwicklung noch.

Der eigentliche Skandal: Politiker wollen keine Lösung, sondern Kontrolle

Und hier liegt der eigentliche Skandal. Denn bei dem, was Politiker und Mainstream-Journalisten forderten, gehe es mitnichten darum, Kinder zu schützen. Sie wollten sich selbst schützen – vor unliebsamer freier Meinungsäußerung. Niemand solle mehr ungestraft die schönen Narrative in den öffentlich-rechtlichen Medien stören können. Wie praktisch wäre es für Politiker, wenn sich alle Menschen mit einem Personalausweis identifizieren müssten, bevor sie Social Media nutzen könnten!

Dabei gäbe es einfache Lösungen: Man könnte den Verkauf oder die Überlassung von Smartphones an unter Sechzehnjährige schlicht verbieten. Tastentelefone oder spezielle Jugend-Phones wie in Südkorea einführen, auf denen zwar ein Navi und einige Lern-Apps verfügbar seien, aber kein freier Internetzugang. Kein Kind brauche ein Smartphone. Punkt.

Doch dem würden unsere Politiker niemals zustimmen, denn sie wollten Überwachung und nicht Kinderschutz. Die Kinder sollten die iPhones in die Hände bekommen, allein damit sich künftig alle Erwachsenen registrieren müssten. Wenn Politiker mit tränenbenetzten Augen den Schutz von Jugendlichen vor Social Media propagierten, solle man sie beim Wort nehmen und fragen, ob sie den Verkauf von Smartphones an Minderjährige verbieten wollten – oder ob es ihnen nur darum gehe, sich selbst vor Kritik zu schützen.

Man kann und sollte Kinder vor Social Media schützen, ohne die Anonymität im Netz aufzugeben. Es gibt keinen Grund, warum Teenager Smartphones haben sollten. Sie sind nur schädlich.

Die Wahrheit ist unbequem, aber sie muss ausgesprochen werden: Wir erleben den gezielten Angriff auf die seelische Gesundheit einer ganzen Generation – und eine politische Klasse, die dieses Leid instrumentalisiert, um ihre eigene Macht auszubauen. Wer wirklich Kinder schützen will, der braucht keine Ausweispflicht im Internet. Der braucht den Mut, Smartphones aus Kinderhänden zu nehmen, Eltern in die Verantwortung zu rufen und traditionelle Werte wie Familie, echte Freundschaft und persönliche Begegnung wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Doch genau dieser Mut fehlt in Berlin – wie so oft.

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