
Wenn Schüsse zu „Knallgeräuschen" werden: Die sprachliche Verharmlosung des ÖRR beim Trump-Attentat
Es gibt Momente, in denen sich der Charakter eines Mediensystems offenbart wie unter dem Brennglas. Der erneute Attentatsversuch auf den US-Präsidenten Donald Trump bei einer Presse-Gala in Washington ist ein solcher Moment. Während US-amerikanische Medien Klartext sprechen und das Geschehene beim Namen nennen, vollzieht sich in den Redaktionsstuben von Tagesschau und ZDFheute ein bemerkenswertes sprachliches Kunststück: Aus einem gezielten bewaffneten Anschlag auf den mächtigsten Mann der westlichen Welt wird ein „Vorfall". Aus tödlichen Schüssen werden „schussähnliche Knallgeräusche". Willkommen in der Welt der gebührenfinanzierten Realitätsverweigerung.
Ein Attentat? Nein, ein „Zwischenfall"
Man muss sich die Wortwahl auf der Zunge zergehen lassen. Die Tagesschau formulierte: „Bei einem Gala-Dinner mit US-Präsident Trump und Journalisten in Washington ist es zu einem Zwischenfall gekommen." Ein Zwischenfall – das klingt nach einem umgestoßenen Sektglas, nach einem peinlichen Versprecher des Conférenciers, nach einer kleinen Panne im Ablauf. Nicht aber nach einem bewaffneten Angreifer, der eine Sicherheitsschleuse durchbricht und das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet.
Das ZDF reihte sich nahtlos ein und sprach nüchtern von einem „Vorfall in Washington, D.C." Den sprachlichen Höhepunkt lieferte die Tagesschau auf der Plattform X mit der Formulierung, US-Medien berichteten von „schussähnlichen Knallgeräuschen". Schussähnliche Knallgeräusche – das ist der Wortschatz, den man bemüht, wenn ein Auspuff knallt oder ein Silvesterböller verspätet zündet. Nicht aber, wenn Schüsse fallen.
Methode statt Zufall
Wer nun glaubt, es handele sich um eine einmalige redaktionelle Entgleisung, der irrt gewaltig. Bereits beim Attentatsversuch auf Trump im Sommer 2024, bei dem eine Kugel sein Ohr streifte, sprach die Tagesschau von einem „Zwischenfall" und einem „lauten Knall". Das Muster ist also unübersehbar: Wenn Donald Trump das Opfer ist, scheint der Begriff „Attentat" für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine Vokabel zu sein, die man nur mit spitzen Fingern und unter größtem Widerwillen anfasst.
Dabei ist die Faktenlage glasklar. Ein bewaffneter Täter, mehrere Waffen, gezielte Gewalt gegen staatliche Repräsentanten – und mittlerweile sogar ein schriftliches Manifest des mutmaßlichen Schützen Cole Allen, das die politische Motivation zweifelsfrei belegt. Wenn das kein politisch motivierter Anschlag ist, was dann bitte? Ein Verkehrsunfall mit Schusswaffen?
Die zweite Stufe: Täter-Opfer-Umkehr
Hat man die sprachliche Verharmlosung erst einmal etabliert, folgt der zweite Akt im Drehbuch der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung: die Verschiebung der Verantwortung auf das Opfer selbst. An dieser Stelle betritt regelmäßig Elmar Theveßen die Bühne, der ZDF-Korrespondent in Washington, dessen Berufung zur größten Trump-Kritik im deutschen Fernsehen offenbar zur Lebensaufgabe geworden ist.
Statt sich mit Tat, Täter oder Motiv auseinanderzusetzen – wie es seriöse US-Medien tun – nutzt Theveßen jeden Anschlag auf Trump, um seine Lieblingsbotschaft zu verbreiten: Der Präsident sei selbst Teil des Problems, ja sogar mitverantwortlich für die Gewalt gegen seine eigene Person. Im ZDF-Morgenmagazin äußerte er, viele Kritiker sähen, dass Trump „eher zu dieser Spaltung im Land, Polarisierung beigetragen" habe. Es gebe ein „Klima der Verunsicherung, zu dem solche Vorfälle wie gestern Abend natürlich beitragen".
Man muss diese Logik einmal durchdenken: Ein Präsident wird Ziel eines Mordanschlags – und der deutsche Staatsfunk macht das Opfer für das Klima mitverantwortlich, in dem auf ihn geschossen wird. Wenn das keine klassische Täter-Opfer-Umkehr ist, was dann? Würde irgendjemand auf die Idee kommen, einer attackierten Frau die Schuld an ihrem Schicksal zu geben, weil sie sich „provokativ" verhalten habe? Bei Trump scheint diese journalistische Hemmschwelle erstaunlich niedrig zu liegen.
Spekulationen statt Fakten
Damit nicht genug. Theveßen ergeht sich zusätzlich in Spekulationen darüber, dass Trump den Anschlag instrumentalisieren könne, um „den Sicherheitsapparat auszubauen" oder gar das Militär „im Inland einzusetzen". Belege für diese gewagten Thesen? Fehlanzeige. Stattdessen wird ein Narrativ konstruiert, in dem nicht der Attentäter im Zentrum steht, sondern die mutmaßlichen autoritären Reflexe der US-Regierung. Der Zuschauer wird auf diese Weise sanft zur Erkenntnis geführt, dass nicht der Schütze, sondern die Reaktion auf den Schützen die eigentliche Bedrohung sei.
Ein wiederkehrendes Muster
Diese Art der ideologisch gefärbten Berichterstattung ist beim ÖRR kein Einzelfall, sondern Routine. Schon nach dem Mord am konservativen Aktivisten Charlie Kirk fiel Theveßen unangenehm auf, indem er bei Markus Lanz behauptete, Kirk habe gefordert, „dass Homosexuelle gesteinigt werden müssten" – eine Aussage, die in dieser Form nicht den Tatsachen entsprach, aber unwidersprochen im Raum stehen blieb. Auch hier zeigte sich das Muster: Statt die Tat klar zu verurteilen, wurde das Opfer postum diffamiert und damit die Tat zumindest implizit relativiert.
Bemerkenswert ist auch, wer sich auffallend in Schweigen hüllt. Die üblichen moralischen Zeigefinger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – sonst bei jeder Gelegenheit zur Stelle – bleiben bei einem Attentatsversuch auf einen demokratisch gewählten Präsidenten erstaunlich stumm. Man stelle sich nur einmal vor, ein vergleichbarer Anschlag hätte einem linken Politiker gegolten. Die Empörungsmaschine würde rund um die Uhr auf Hochtouren laufen.
Was hier auf dem Spiel steht
Was sich in dieser Berichterstattung offenbart, ist mehr als journalistische Schlamperei. Es ist ein strukturelles Problem eines Rundfunksystems, das von jedem deutschen Haushalt zwangsfinanziert wird und sich zunehmend als ideologische Erziehungsanstalt versteht. Der politische Gegner – und das ist Trump aus Sicht des linksgrünen Milieus eindeutig – darf kein Opfer sein. Wäre er es, müsste er zumindest sprachlich entwertet werden. Aus Schüssen werden „Knallgeräusche", aus dem Attentat ein „Vorfall", aus dem Opfer ein Mitverursacher.
Der Beitragszahler in Deutschland finanziert mit über acht Milliarden Euro jährlich einen Apparat, der ihm vorgibt, neutrale Information zu liefern – tatsächlich aber eine ideologisch eingefärbte Weltsicht serviert. Wer in diesen Texten noch Spurenelemente von echtem Journalismus sucht, braucht inzwischen ein gutes Mikroskop. Was bleibt, ist der schale Beigeschmack eines Mediensystems, das den Hass auf einen Politiker offenbar wichtiger findet als die nüchterne Berichterstattung über einen Anschlag auf sein Leben.
Fazit: Vertrauen verspielt, Glaubwürdigkeit verloren
Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk Schüsse als „schussähnliche Knallgeräusche" verharmlost, einen Mordversuch als „Vorfall" deklariert und das Opfer zum Mitverursacher seines eigenen Schicksals erklärt, dann hat er den Boden seriösen Journalismus längst verlassen. Was bleibt, ist Aktivismus mit Sendelizenz, finanziert vom Bürger, dem auf diese Weise systematisch ein verzerrtes Weltbild eingetrichtert wird. Es ist höchste Zeit, dass über die Strukturen, die Finanzierung und die ideologische Schlagseite dieses Systems offen und ohne Tabus debattiert wird. Denn ein Land, in dem Zwangsgebühren für ideologische Einseitigkeit erhoben werden, hat ein demokratisches Problem – und zwar ein gewaltiges.
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