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28.09.2026
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„Weltuntergangskrieg“: Teheran droht Trump und der Ölpreis zittert

„Weltuntergangskrieg“: Teheran droht Trump und der Ölpreis zittert
Symbolbild: KI-generiert

Irans Außenminister Abbas Araghchi hat am Sonntag im US-Fernsehen erklärt, sein Land sei notfalls auch für einen „Weltuntergangskrieg“ mit den USA bereit. Am selben Tag meldete die Revolutionsgarde, sie habe in der Straße von Hormus eine amerikanische Unterwasserdrohne erbeutet. In Washington deutet derweil vieles auf neue Bombenangriffe hin.

Diplomatie mit geladener Waffe

Araghchi äußerte sich in der NBC-Sendung „Meet the Press“, wenige Tage nach der UN-Generalversammlung in New York. Seine Botschaft klang wie Zuckerbrot und Peitsche in einem Satz. Eigentlich gebe es für Teheran keinen Grund, zur Diplomatie zurückzukehren, sagte er. Er versuche es aber trotzdem, um keine Chance auf Frieden zu verpassen.

„Wir stehen fest gegen jede Aggression, die sich gegen uns richtet, selbst wenn es auf einen Weltuntergangskrieg hinausläuft.“

Laut übereinstimmenden Berichten fügte er hinzu, die US-Zwischenwahlen seien Teheran egal. Es gehe allein um die nationalen Interessen Irans. Die Entscheidung liege nun bei Präsident Trump.

Trump lässt Teherans Angebot abblitzen

Am Freitag hatte Araghchi noch angeboten, die Meerenge von Hormus wieder zu öffnen und binnen sieben Tagen die Atomgespräche aufzunehmen. Der Haken sind Teherans Bedingungen: Die USA sollen ihre „Aggressionen“ einstellen, die Seeblockade und den Wirtschaftskrieg beenden und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben. Trump lehnte ab. Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll er Vertrauten gesagt haben, er halte neue Bombardements nach den Zwischenwahlen im November für wahrscheinlich.

UN-Botschafter Michael Waltz bezeichnete den Vorschlag als zynischen Versuch. Iran habe bewusst etwas vorgelegt, von dem es gewusst habe, dass es unannehmbar sei. Trump selbst erwarte Medienberichten zufolge zwar weitere Gespräche in dieser Woche, schließe neue Angriffe aber nicht aus.

Ein Krieg, der nicht enden will

Zur Erinnerung: Der Konflikt begann am 28. Februar mit amerikanisch-israelischen Luftschlägen. Ein im Juni unter pakistanischer Vermittlung unterzeichnetes Memorandum brachte nur eine kurze Atempause, danach flogen wieder Raketen. Irans Armeechef Amir Hatami erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA, der Krieg sei „nicht vorbei“. Ein Vertreter der Revolutionsgarde drohte Berichten zufolge sogar, bei neuen Kämpfen auch US-Schiffe im Indischen Ozean ins Visier zu nehmen.

Drohnen-Coup im Nadelöhr der Weltwirtschaft

Die Marine der Revolutionsgarde behauptet, eine unbemannte Unterwasserdrohne vom Typ Remus 600 erbeutet zu haben. Ihre Spezialisten sollen nun die Daten auslesen. Unabhängig bestätigt ist das bislang nicht. Das US-Zentralkommando äußerte sich zunächst nicht. Die Garde erklärte die Meerenge zugleich für unerlaubten Verkehr für geschlossen.

Warum das so brisant ist? Durch die Straße von Hormus lief vor dem Krieg ungefähr ein Fünftel des weltweiten Ölhandels. Wer sie abriegelt, dreht der Weltwirtschaft den Hahn zu.

Ölpreis-Achterbahn und die Rechnung für Deutschland

Die Folgen sind längst an jeder Zapfsäule zu spüren. Zwar gaben die Preise zuletzt nach, weil am Rande der UN-Versammlung verhandelt wurde. Die Sorte WTI schloss mit einem Minus von 2,3 Prozent bei 92,41 Dollar je Barrel, die Nordseesorte Brent verlor 2,1 Prozent auf 104,32 Dollar. Seit Jahresbeginn liegt WTI aber fast 61 Prozent im Plus, Brent sogar mehr als 71 Prozent.

Für das energiehungrige und importabhängige Deutschland ist das ein Albtraum. Hohe Energiepreise treiben die Inflation, belasten Industrie und Mittelstand und fressen die Ersparnisse der Familien auf. Und Berlin? Dort setzt man lieber auf Schuldenpakete in Milliardenhöhe, statt die Energieversorgung krisenfest zu machen.

Fazit: Wenn Politik versagt, zählt Substanz

Ob Trump im November wieder bombardiert oder doch noch ein Deal gelingt, weiß heute niemand. Sicher ist nur, dass die Unsicherheit bleibt. In solchen Phasen haben sich Gold und Silber historisch immer wieder als Krisenschutz bewährt. Physische Edelmetalle können deshalb eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sein, denn sie hängen nicht an Versprechen von Regierungen oder Notenbanken.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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