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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
07:47 Uhr

Volkswagen im freien Fall: Gewinn halbiert sich – Deutschlands Vorzeigekonzern kämpft ums Überleben

Was einst der ganze Stolz der deutschen Ingenieurskunst war, gleicht mittlerweile einem industriellen Trauerspiel. Der Volkswagen-Konzern musste für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinneinbruch von 44 Prozent vermelden – der Nettogewinn sackte auf magere 6,9 Milliarden Euro ab. Ein solch desaströses Ergebnis hat Europas größter Autobauer seit dem Dieselskandal 2016 nicht mehr gesehen. Damals wie heute stellt sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung für diesen Niedergang?

US-Zölle und Porsche-Debakel als Sargnägel

Der Wolfsburger Konzern macht vor allem zwei Faktoren für die Misere verantwortlich: die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle sowie die massiven Probleme bei der Konzerntochter Porsche. Das operative Ergebnis halbierte sich regelrecht – von 19,1 Milliarden Euro auf nur noch 8,9 Milliarden Euro. Die bereinigte Gewinnmarge dümpelt bei kläglichen 4,6 Prozent. Selbst wenn man die Zollbelastungen herausrechnet, kommt man auf gerade einmal 5,5 Prozent. VW-Finanzvorstand Arno Antlitz räumte freimütig ein, dass dies „langfristig nicht ausreiche". Eine bemerkenswerte Untertreibung.

Besonders bitter: Im dritten Quartal 2025 rutschte der Konzern sogar tief in die roten Zahlen und verbuchte einen Verlust von über einer Milliarde Euro. Hauptursache war die strategische Kehrtwende bei Porsche, die vom reinen Elektrokurs wieder zurück zum Verbrenner schwenkte. Diese Strategieänderung schlug mit Milliardenabschreibungen auf die Konzernmutter durch. Man fragt sich unwillkürlich, ob die jahrelange ideologiegetriebene Fixierung auf Elektromobilität – befeuert durch politischen Druck aus Berlin und Brüssel – nicht genau zu diesem Desaster geführt hat.

Der Umsatz bröckelt, die Absatzzahlen sinken

Der Gesamtumsatz ging um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro zurück. Weltweit lieferte VW 8,98 Millionen Fahrzeuge aus – erstmals seit Jahren unter der symbolträchtigen Neun-Millionen-Marke. Während der Konzern in Europa noch leichte Zuwächse verzeichnen konnte, brachen die Verkäufe in den entscheidenden Märkten China und Nordamerika spürbar ein. Ausgerechnet dort also, wo die Musik spielt.

Immerhin: Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge am Auftragsbestand stieg auf 22 Prozent, und der E-Auto-Absatz legte um beachtliche 55 Prozent zu. Doch diese Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Elektrostrategie den Konzern bislang mehr Geld gekostet als eingebracht hat. Die Frage, ob der politisch erzwungene Transformationskurs der deutschen Automobilindustrie nicht deren Wettbewerbsfähigkeit systematisch untergräbt, wird mit jedem Quartalsbericht drängender.

Stellenabbau als stiller Begleiter der Krise

Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat VW bereits 2,4 Prozent seiner Belegschaft abgebaut. Der Konzern beschäftigte Ende 2025 noch 662.900 Mitarbeiter. Das klingt nach wenig – bedeutet aber, dass rund 16.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Für die betroffenen Familien ist das keine Statistik, sondern bittere Realität. Und es dürfte erst der Anfang sein.

Ein Ausblick, der wenig Hoffnung macht

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert der Konzern eine Rendite von lediglich 4,0 bis 5,5 Prozent. VW selbst verweist auf ein ganzes Bündel an Herausforderungen: konjunkturelle Unsicherheiten, Handelsbeschränkungen, geopolitische Spannungen, steigende Wettbewerbsintensität, volatile Rohstoff- und Energiemärkte sowie die erdrückenden Anforderungen aus emissionsbezogenen Regulierungen. Es ist ein Katalog des Schreckens, der sich wie eine Bankrotterklärung der deutschen Industriepolitik liest.

Denn seien wir ehrlich: Ein Gutteil dieser Probleme ist hausgemacht. Die exorbitanten Energiepreise in Deutschland, die überbordende Bürokratie, die ideologisch motivierte Regulierungswut aus Brüssel – all das sind keine Naturkatastrophen, sondern Ergebnisse politischer Entscheidungen. Während chinesische Hersteller wie BYD mit aggressiven Preisen und staatlicher Rückendeckung den Weltmarkt aufrollen, kämpft VW mit den Folgen einer Politik, die Deutschlands industrielle Basis seit Jahren systematisch schwächt.

Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz mag zwar Infrastrukturprojekte finanzieren – doch ob es der deutschen Automobilindustrie tatsächlich hilft, darf bezweifelt werden. Denn was VW und andere Hersteller bräuchten, wären nicht noch mehr Schulden, sondern weniger Regulierung, günstigere Energie und eine Politik, die den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig macht. Stattdessen werden Generationen mit Zinszahlungen belastet, während die eigentlichen Probleme ungelöst bleiben.

In Zeiten wie diesen, in denen selbst vermeintlich sichere Industriegiganten ins Wanken geraten, zeigt sich einmal mehr der Wert krisenfester Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – unabhängig von Konjunkturzyklen, politischen Fehlentscheidungen oder Handelskriegen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die Aktienwerte wie VW derzeit schmerzlich vermissen lassen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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