
Vance rechnet mit Europa ab: „Ihr sabotiert euch selbst" – und hat damit vollkommen recht
Es sind Worte, die in Brüssel und Berlin wie Ohrfeigen einschlagen dürften. US-Vizepräsident J.D. Vance hat in einem aufsehenerregenden Interview mit dem Sender Fox News den europäischen Verbündeten eine schonungslose Diagnose gestellt: Selbstsabotage. Europa zerstöre sich in den Bereichen Wirtschaft und Migration systematisch selbst – und Washington habe es satt, dabei zuzusehen.
Ein Verbündeter, der sich selbst zerlegt
Vance wählte seine Worte mit Bedacht, und doch trafen sie ins Mark. Er betonte, sein Problem mit Europa bestehe keineswegs darin, dass er den Kontinent nicht schätze. Im Gegenteil: Er wünsche sich Europa als „Verbündeten im wahrsten Sinne des Wortes". Doch was nützt ein Verbündeter, der sich in einem fort selbst schwächt? „Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist nur so, dass sie vieles tun, um sich selbst zu sabotieren. Wir möchten, dass sie damit aufhören", so der Vizepräsident wörtlich.
Man muss kein glühender Anhänger der Trump-Administration sein, um zu erkennen, dass Vance hier einen wunden Punkt trifft. Einen sehr wunden Punkt. Denn wer mit offenen Augen durch Deutschland und Europa geht, der sieht die Symptome dieser Selbstsabotage an jeder Straßenecke: eine deindustrialisierte Wirtschaft, explodierende Energiekosten, eine unkontrollierte Massenmigration und eine politische Klasse, die sich lieber mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigt als mit den realen Problemen ihrer Bürger.
Rubio legt den Finger in die Wunde des „Klimakults"
Vance sekundierte dabei den Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio, der auf der Münchener Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende bereits deutliche Worte gefunden hatte. Rubio habe dem gesamten Westen vorgeworfen, sich aufgrund eines „Klimakults" eine Politik auferlegt zu haben, die das eigene Volk verarmen lasse, während die geopolitischen Konkurrenten – allen voran China und Russland – munter Öl, Kohle und Erdgas ausbeuteten.
Und hat er damit nicht recht? Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke abschaltete und Milliarden in eine ideologisch getriebene Energiewende pumpte, baute China im selben Zeitraum Dutzende neue Kohlekraftwerke. Während europäische Unternehmen unter einer erdrückenden Regulierungslast ächzen, florieren die Industrien in Asien und Nordamerika. Die Konsequenz: Abwanderung von Kapital, Talenten und ganzen Industriezweigen. Das ist keine Klimapolitik – das ist wirtschaftlicher Selbstmord auf Raten.
Migration: Kein Akt der Xenophobie, sondern nationaler Souveränität
Besonders bemerkenswert war Rubios Klarstellung zum Thema Migration. Die Regulierung von Migrationsströmen sei „kein Ausdruck von Xenophobie", sondern „ein fundamentaler Akt nationaler Souveränität". Ein Satz, der in Deutschland vermutlich bereits ausgereicht hätte, um vom politisch-medialen Komplex in die rechte Ecke gestellt zu werden. Dabei formuliert Rubio hier nichts anderes als eine Selbstverständlichkeit, die in jedem funktionierenden Nationalstaat gelten sollte.
Vance sieht gerade in der Migrationspolitik noch enormen Handlungsbedarf auf europäischer Seite. Und wer könnte ihm widersprechen? Die Kriminalitätsstatistiken in Deutschland sprechen eine erschreckend deutliche Sprache. Messerangriffe, Gewalttaten und eine allgemeine Verrohung des öffentlichen Raums haben ein Ausmaß erreicht, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Dass diese Entwicklung in direktem Zusammenhang mit einer jahrelang unkontrollierten Zuwanderung steht, wird von weiten Teilen der Bevölkerung längst erkannt – nur die politische Klasse scheint diese Realität nach wie vor hartnäckig zu ignorieren.
Verteidigung: Ein Lichtblick – aber bei weitem nicht genug
Immerhin räumte Vance ein, dass es in der Verteidigungspolitik bereits Fortschritte gegeben habe. Tatsächlich haben mehrere europäische Staaten ihre Militärbudgets aufgestockt, und auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zumindest signalisiert, dass man die Landesverteidigung wieder ernst nehmen möchte. Doch Vance machte unmissverständlich klar: Das reiche bei weitem nicht aus. „Wir haben große Fortschritte erzielt, aber offen gestanden wünschen wir uns von unseren europäischen Verbündeten deutlich mehr", sagte er.
Die Frage, die sich stellt, ist freilich eine andere: Kann ein Kontinent, der seine eigene Wirtschaft systematisch ruiniert, überhaupt eine schlagkräftige Verteidigung aufbauen? Ohne industrielle Basis, ohne Energiesicherheit, ohne wirtschaftliche Dynamik bleibt jedes Aufrüstungsprogramm ein Papiertiger. Wer glaubt, man könne gleichzeitig die Industrie mit Klimaauflagen erdrosseln und eine moderne Armee finanzieren, der lebt in einer Fantasiewelt – oder in einem Berliner Ministerium, was mitunter auf dasselbe hinausläuft.
Europa am Scheideweg
Was Vance und Rubio in ihren Statements formulieren, ist im Grunde nichts anderes als das, was Millionen europäischer Bürger seit Jahren denken und fühlen. Die Diagnose ist gestellt: Europa – und insbesondere Deutschland als dessen wirtschaftliches Herzstück – befindet sich auf einem gefährlichen Irrweg. Die obsessive Fixierung auf Klimaziele, die ideologische Verblendung in der Migrationspolitik und die bürokratische Überregulierung der Wirtschaft sind keine Zeichen von Fortschritt. Sie sind Symptome eines Kontinents, der den Bezug zur Realität verloren hat.
Dass diese Wahrheiten ausgerechnet aus Washington kommen müssen, ist bezeichnend – und beschämend zugleich. Denn eigentlich sollte es keines amerikanischen Vizepräsidenten bedürfen, um den Europäern zu erklären, dass eine Politik, die das eigene Volk verarmen lässt, die eigenen Grenzen nicht schützt und die eigene Wirtschaft erdrosselt, keine kluge Politik ist. Es ist Selbstsabotage. Nicht mehr und nicht weniger.
Die entscheidende Frage bleibt: Wird Europa auf diese unmissverständliche Warnung hören? Oder wird man in Brüssel und Berlin wieder einmal empört die Nase rümpfen, von „Populismus" sprechen und weitermachen wie bisher – bis es endgültig zu spät ist? Die Geschichte lehrt uns, dass Zivilisationen selten von außen zerstört werden. Sie gehen an sich selbst zugrunde. An Dekadenz, an Selbstgefälligkeit, an der Weigerung, unbequeme Wahrheiten anzuerkennen. Vance hat Europa einen Spiegel vorgehalten. Es wäre an der Zeit, endlich hineinzuschauen.

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